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Amseln

Projekt FNNF

Ein Projekt von Annika

Heute gibt es zwei Collagen zum Thema. Gerade eben habe ich beobachtet, wie bis zu fünf Amseln versuchten einen jungen Bussard vom Schornstein eines Nachbarhauses zu vertreiben. Das Gezeter war ohrenbetäubend. Den Bussard hat es kalt gelassen. Oder der hatte viel zu viel Angst weiterzufliegen ohne ein Elterntier in der Nähe. Jedenfalls konnten die Amseln zetern soviel sie wollten, es nutzte nichts. Er machte aber auch keine Anstalten sie irgendwie anzugreifen.

*

Die Bilder der zweiten Collage sind ebenfalls “fangfrisch”.  In Bad Weilbach (siehe “Stinkewässerchen” im anderen Blog) gibt es einen kleinen Kanal, der vermutlich das schwefelhaltige Wasser der Quelle aufnimmt – jedenfalls roch es so. Und dort fiel mir eine etwas merkwürdige “Brücke” auf:

Die Wurzel der Platane hat  ihren Weg über den Bach gefunden – schon faszinierend.

Ganz faszinierend

Heute komme ich endlich mal pünktlich mit meinem Beitrag zu Annikas Projekt “Faszinierend natürlich – natürlich faszinierend”.  Und das liegt daran, dass ich die Bilder dazu Anfang der Woche machen konnte und weil es so heiß war, sie nicht vorher schon gebloggt habe.

Beim Schneiden unserer ewig langen Ligusterhecke haben wir am Dienstag ein vorher nicht erkanntes Amselnest entdeckt. Es ist glücklicherweise nichts passiert und die Alten füttern ihre Jungen, als ob wir sie nie gestört hätten. Amseln sind im Moment ganz viele unterwegs, auch viele Jungvögel anderer Arten. Ganz, ganz vorsichtig habe ich versucht ein paar Bilder vom Nest zu machen.

Sehr ihr es schon?

Das Elternpaar ist unentwegt unterwegs und auf Futtersuche.

Obwohl ich hier nur Fotos von der Amselmutter habe, ist der Vater an der Aufzucht/Fütterung genauso eifrig beteiligt.
Allerdings erst nach der Brutzeit. Das Brüten übernimmt nur das Weibchen.

Die weit geöffneten Schnäbel wollen ständig gestopft werden


*

Nur ab und an dürfen sich die Eltern auch mal ausruhen – wie bei uns Menschen ;-)

Wobei sie von erhöhter Warte immer aufmerksam beobachten, was sich im Garten tut. Mich empfinden sie nicht als
Störung – unsere Katzen dagegen schon.

Das Weibchen baut das schalenförmige Nest alleine; das Material dazu wird ausschließlich am Boden gesammelt. Zunächst errichtet das Weibchen aus dünnen Zweigen, groben Halmen, Moos und Flechten die Nestbasis, die mit etwas feuchter Erde verfestigt wird. Darauf formt es mit dünnen Halmen, Laub und Moos die Nestmulde. Diese wird anschließend mit Lehm oder feuchtem Schlamm ausgekleidet. Nach einer witterungsabhängigen Trockenpause von 12 bis 24 Stunden kleidet das Weibchen die Mulde mit dünnen Grashalmen und Blättern aus und gibt dieser durch Hin- und Herbewegungen die endgültige Gestalt (Quelle: Wikipedia).

Gut beobachten konnte ich noch vor ein / zwei Wochen wie Amselweibchen mit Nistmaterial im Schnabel – das war oft Moos – an den Teich kamen und es dort richtig einweichten. Ich dachte mir schon, dass es da um den Nestbau ging – anders als bei Hans Huckebein, der im Frühling sein Brötchen dort einweichte ;-)

Ein Gelege besteht normalerweise aus vier bis fünf Eiern, zu Beginn und Ende der Brutperiode sind es oft jedoch nur drei oder gelegentlich nur zwei Eier.Die Eier sind meist oval bis kurzoval, mitunter leicht elliptisch. Die Grundfarbe frischer Eier ist grün, Farbe und Zeichnung der mäßig glänzenden Eier können aber sehr unterschiedlich sein.Die Brutdauer liegt zwischen 10 und 19 Tagen, im Mittel bei 13 Tagen (Quelle: Wikikpedia).

Was ich bislang auch nicht wusste, ist, dass die Jungvögel noch bis zu drei Wochen praktisch flugunfähig sind und sich in dieser Zeit vorwiegend in Bodennähe aufhalten. Oh je – keine guten Aussichten in einer Katzengegend. Unsere Oldies sind nicht mehr sehr jagdeifrig, aber es gibt genug andere, junge Katzen in der Nachbarschaft.

Am Futternapf

Es ist wieder reichlich kalt geworden und ich fülle wieder den Futtertisch und das Vogelfutterhäuschen auf wie im dicksten Winter. Und es wird gerne angenommen. Allerdings sind es jetzt nur noch wenige Arten, die ich zu Gesicht bekomme. Viele Vögel, die ich im Dezember und Januar beobachten konnte, sind wohl weitergeflogen. In erster Linie seh ich reichlich Kohlmeisen, Amseln, Türken- und Ringeltauben.

Die Amsel schafft es ins Vogelhaus hinein – die Taube nicht

Aber es ist ja reichlich da und man verträgt sich sogar

Allerdings kann ich wie schon im letzten Jahr auch ein paar verrückte Amseln beobachten, die versuchen sich ihr Futter an den Meisenknödeln zu holen. Das klappt natürlich gar nicht und ich denke, dass der Kraftaufwand in keinem Verhältnis zur Körnermenge steht, die dabei vielleicht hin und wieder abfällt. Aber sie versuchen es immer wieder. Mal in dem sie vom Boden hoch fliegen, aber auch, indem sie auf einem Satz oben drüber sitzen und sich Richtung Meisenknödel fallen lassen. Irgendwie hat man den Eindruck, dass sie sich schon was dabei denken.


*

* * *

Übrigens: ab sofort bietet der Frankfurter Palmengarten auch wieder eine Frühlingsblumenausstellung an

Nochmal Amseln

Heute ist es leider wieder grau, trüb und ausgesprochen eisig. Rund um die Futterstellen im Garten tummeln sich fast ausschließlich Amseln. Die wenigen Meisen am Flieder sind bei diesen Lichtverhältnissen kaum zu fotografieren.

Der zum Futterkranz umfunktionierte Adventskranz sollte ja eigentlich Rotkehlchen anlocken, aber es sind wieder die Amseln, die sich hier bedienen. Und immer mit viel Gezeter. Zum ersten Mal ist mir heute aufgefallen, dass sich auch die Amseln, wenn sie mich hinter dem Fenster entdecken, in die Ligusterhecke flüchten. Das hatte ich bisher nur bei wesentlich kleineren Vögeln beobachtet.


*

Ich bin hier der Chef! Glaub ich wenigstens . . .

So richtig viel ist ja nicht mehr übrig!

Ich will auch!

Es ist noch was da.

Der Rest ist mir! [Inzwischen wurde  neue Pampe angerührt, der Kranz ist wieder "fett".]

Es ist wirklich unglaublich, wie schnell das Vogelfutter weggeht, zumindest alles, was ich ebenerdig platziere. Aber auch das Futterhäuschen ist gut besucht, während sich am Flieder mal mehr mal weniger Meisen einfinden. Manchmal kommt ein gnazer Schwarm, dann wieder fast den ganzen Tag immer nur  – so sieht es jedenfalls aus – ein und die selbe Kohlmeise. Hin und wieder auch ein Kleiber und ganz selten mal der Buntspecht. Eichhörnchen seh ich im Moment so gut wie gar nicht, aber die ausgelegten Nuss- und Mandelkerne sind immer irgendwann verschwunden.

Endlich

. . . mal wieder ein bisschen blauer Himmel – endlich mal wieder ein paar Sonnenstrahlen! Ich dachte schon, das gäbe es gar nicht mehr bei uns. Aber bei milden +3°C kam heute direkt ein leises  – natürlich ist das Quatsch -  Frühlingsahnen auf.  Die Schneemassen schmelzen auch im Garten zusehends dahin, überall sieht man schon wieder Erde und Rasen durchblitzen. Auch die Vogelwelt ist wieder aktiver als in den letzten Tagen. Spatzenschwärme tummeln sich in unserer Hecke und im Teich, Amseln und Meisen bevölkern die Futterquellen. Auch einen Buntspecht konnte ich mal wieder beobachten. Was mich wundert, ist, dass die Spatzen es bisher noch nicht an den Futtertisch geschafft haben. Ich sollte ihnen vielleicht mal was in der Ligusterhecke befestigen. Mein besonderes Augenmerk galt heute den Amseln. Wenn man sie eine Weile beobachtet, kann man sehen, dass sie sich doch alle irgendwie von einander unterscheiden. Natürlich kann ich sie – von Madame Einbein mal abgesehen – nicht wirklich auseinander halten, aber sie sehen keineswegs alle gleich aus.

Unter den Bambussträuchern und hinten im Waldbeet wird schon wieder gescharrt.

Eine echte fotografische Herausforderung: das dunkle Gefieder bei Sonne und im Schnee –
denn dunkel ist nicht gleich dunkel.

Madame Einbein ist eine Überlebenskünstlerin

Der Futtertisch ist nach wie vor äußerst beliebt

Frech wie Oskar benehmen sich die Einen . . .

. . . eher zaghaft die Anderen.


*

Vor den Katzen flüchten die Amseln nur, wenn sie so direkt auf die Futterstelle losmarschieren wie hier Jeanie

Eine echte Gefahr geht von den Beiden selten aus

Auch ein Buntspecht hat sich heute mal wieder eingefunden.

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