Baumläufer
Ich sag’s euch: das ist spannender als jeder Krimi, was da draußen rund um den Energieklops abgeht. Ich sollte da am besten mal ein Video drehen. Nur blöd, dass das Licht schon wieder so schlecht ist.
Um die Futterstelle konkurrieren Amseln, Blaumeisen, Kohlmeisen und die Baumläufer. Am Boden darunter suchen Spatzen, Buchfinken und ab und an das Rotkehlchen, nach dem was runter fällt.
Hier hat sich gerade die Amsel behauptet . . .
. . . die kleinen Baumläufer mussten deshalb zur Magnolie und an den Teich ausweichen.
Wenn sich die Amseln unter einander streiten, sind ganz schnell die Meisen da . . .
. . . und das Eichhörnchen kommt nicht nur zum Fressen, das schaukelt auch gleich noch ‘ne Runde.
So, jetzt ist aber Schluss. Das Licht wird immer weniger, die Bilder immer schlechter und außerdem sind die Motive eh immer die Gleichen. Allzu viel ist ungesund. Aber ganz sicher bleib ich hier noch eine Weile sitzen und guck dem munteren Treiben zu. Ich sollte mir meine Mischung für den Klops patentieren lassen *g*.
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Jetzt habe ich die Kamera doch nochmal rausgeholt. Eine späte Abendsonne wirft ein tolles Licht auf den Sauerkirschbaum. Das musste ich einfach nochmal fotografieren.
Das ist schon irre, was gutes Licht ausmacht. Da entsteht sofort Brillanz, die kein Fotoprogramm z.B. aus den Bildern oben drüber rausholen könnte.
Und auch mein selbst”gebackener” Energieklops kommt an. Meisen waren schon in der Früh dran, da hatte ich aber noch keine Kamera griffbereit. Jetzt aber am Abend machte sich ein Baumläufer darüber her.
Also nichts gegen Vivara & Co, aber wie man sieht, geht es auch am eigenen Herd. Das werde ich spätestens im nächsten Winter wiederholen.
Es war echt kalt heute. Ich bin zwar am späten Nachmittag nochmal an die Beete, aber besonders im Schatten war es mehr als ungemütlich – absolut kein Gartenwetter.
. . . am Anfang: Blaumeise, Baumläufer, Buntspecht, Buchfink . . . nein, das ist kein neues Projekt. Mir fiel heute nur auf, dass wir im Garten viele Vögel haben, die vorne mit einem “B” anfangen. Mittlerweile hat sich eine ganze Horde Buchfinken eingefunden. Davon gibt es im Moment mehr als Meisen, Spatzen oder Rotkehlchen.
Ständig ist nun auch der Baumläufer zu finden, entweder an den Meisenknödeln oder sogar im Futterhaus:
Seit einer halben Stunde schneit es nun und draußen ist ein Andrang auf die Futterstellen, das ist einfach gigantisch. Sowas habe ich noch nie gesehen: alles wuselt durcheinander. Heute Morgen konnte ich auch einen Buntspecht beobachten. Aber der war zum Fotografieren zu weit entfernt. Schade – ich habe gehofft, ich bekäme ihn noch vor die Linse, aber vergebens. Als er am Meisenknödel an der Magnolie hing und ich mich hinter den Fensterscheiben anschlich, fing prompt ein anderer Vogel an zu warnen und weg war der Specht.
Inzwischen habe ich ein halbes Dutzend Futterstellen im Garten und verstreue das Fettfutter auch auf die Erde in den Beeten. Das wird alles begeistert angenommen. Das hatte ich mir noch vor zwei Wochen gar nicht vorstellen können.
Blaumeise in der Korkenzieherhasel
Der Beweis: es schneit – Buchfink mit Sonnenblumenkern
Herr Amsel scheint auch leicht irritiert – Schnee? wieso – warum?
Ganz schön kalt ist das inzwischen geworden und auch unser Teich im Garten ist zu 90% oberflächlich zugefroren. Heute Morgen haben wir erstmal geguckt, ob wir die Umwälzpumpe abstellen müssen, aber noch fließt das Wasser und hält zumindest im oberen Becken für Vögel und Katzen kleine Wasserlöcher offen. Die Eisdecke ist also noch nicht sehr dick. Entsprechend groß ist auch heute wieder der Andrang und es macht viel Freude die Vogelwelt zu beobachten. Fotografieren geht nur vormittags. Wenn die Sonne am Nachmittag von Westen her scheint, geht hinter den Fensterscheiben nichts mehr.
Blick auf alle drei Teichbecken
Im Quellbecken sprudelt es noch
Immer wieder fällt ein Schwarm Stieglitze bei uns ein – erst lassen sie sich auf dem Ahorn nieder,
dann geht’s runter zu den Wasserlöchern
Diese bunten Vögel sind wirklich eine Pracht. Der Stieglitz (Carduelis carduelis), auch Distelfink genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Finken (Fringillidae). Er besiedelt Westeuropa bis Mittelsibirien, Nordafrika sowie West- und Zentralasien. Erstaunlicherweise findet man bei dieser farbigen Vogelart nur einen schwachen Geschlechtsdimorphismus, will sagen, dass die Weibchen ähnlich prächtig sind wie die Männchen. Der Stieglitz ernährt sich von halbreifen und reifen Sämereien von Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen. Unter den ihm nachgewiesenen 152 Wildkräutern bevorzugt er Ackerdistel, Gänsedistel, Kratzdistel und Karden (sic! Distelfink), aber auch Hirtentäschelkraut, Ampfer, Wegerich, Mädesüß, Vogelmiere, Sonnenblume, Beifuß, Knöterich sowie Kieferzapfen und Birkensamen. Während der Brutzeit frisst er auch kleine Insekten, insbesondere Blattläuse.
Noch konnte ich nicht alle Vögel fotografieren, die es zu sehen gibt. Vor allem das Rotkehlchen ist total scheu. Dafür hatte ich huete mal kurz einen Gartenbaumläufer am Meisenknödel vor der Linse:
Mich hat erst die blau schimmernde Kehle irritiert und an einen Kleiber denken lassen. Aber der ist stärker gezeichnet und vor allem ist der gebogene, spitze Schnabel typisch für den Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla). Das Blaue ist vermutlich nur ein Schatten.
Amseln haben wir jedenfalls reichlich im Garten. Ein gutes Dutzend – sowohl Männchen als auch Weibchen – ist derzeit ständig bei uns am picken. Durch’s Fenster sah ich heute Morgen eine Amsel am Fuß des hinteren Bambus’, von der ich erst dachte, dass sie tot sei. Ein Marienkäfer saß auf ihrem Gefieder, soviel konnte ich durch’s Tele erkennen. Später bin ich dann raus, um sie zu entsorgen, da sah ich, dass sie atmete. Erst steckte sie den Kopf tief unters Gefieder, später streckte sie ihn vor, machte aber keine Anstalten weg zu fliegen. Ihre Artgenossen waren überall um sie herum, nahmen aber keine Notiz von ihr. Ich habe die Katzen im Haus gehalten und gehofft, dass keine fremden in den Garten kämen. Und dann nach etwa einer Stunde war die Amsel auch verschwunden.
Der Spatz sieht auch verfroren aus.
??? Buchfink (Fringilla coelebs) ???
Dieser Vogel und seine Artgenossen halten sich meist im Verborgenen und im Schatten der Sträucher auf. Ich sehe sie selten fliegen. Die Art der Fortbewegung und das Kopfnicken beim Aufpicken der Nahrung lässt mich auf einen Buchfinken, vielleicht ein Weibchen schließen.
Und dieser hier? Ein Grünfink? Also die Finken sind schwer auseinander zu halten, finde ich.
Schluß für heute – es ist schon wieder Abend:
. . . herrscht bei dieser Kälte. Mehr als im Sommer sieht man im Moment, wie sehr alle Vögel das Wasser suchen. Die letzen Tage waren Teich und Wasserlauf morgens und manchmal auch den ganzen Tag zu großen Teilen gefroren. Normalerweise kommen die Vögel angeflogen, nippen kurz am Wasser und fliegen dann sofort wieder weg, es sei denn sie nehmen ein Bad. Jezt laufen oft ein Dutzend verschiedener Vögel auf dem Eis und suchen nach den wenigen freien Wasserlöchern.
Leider haben wir heute Hochnebel und somit kein gutes Licht zum Fotografieren
. . . langsam kommt nun doch die Sonne durch (13 Uhr)
Sonst gibt’s nichts Neues unter der (kaum vorhandenen) Sonne
Auch die Stiefmütterchen sind mal wieder durchgefroren – vermutlich macht es ihnen auch diesmal nichts
Einen Baumläufer am Futterhaus habe ich noch selten gesehen, an den Meisenknödeln inzwischen schon öfter.













