Hornsauerklee
Hornsauerklee (Oxalis corniculata) ist ein fürchterliches Unkraut, obwohl es ja reizend aussieht. Die rötlichbraunen Blättchen mit den gelben Blüten sehen richtig nett aus. Aber sobald man ihn sich eingefangen hat, ist er wie Fußpilz – man kriegt ihn kaum noch los. Heute habe ich mich mal wieder drüber hergemacht, weil er inzwischen mein Halbschattenbeet schon fast überwuchert hatte und das ist zuviel des Guten. Und leider habe ich mich zu spät darüber hergemacht, weil er schon Samen trägt und die springen bei Berührung auf und davon wie das berüchtigte Springkraut persönlich. Und obwohl der Rindenmulch bisher dazu geführt hat, dass sich alles andere an Unkraut recht leicht entfernen ließ, hat es der Klee schon wieder geschafft seine langen dünnen Wurzeln in die Tiefe zu treiben. – Spannend finde ich es, was sich so alles sonst noch aus alter Zeit wieder einfindet: Margeriten, Nelken, Löwenmäulchen und sogar Rosentriebe. Das müssen aber Wildtriebe sein. Ich habe sie runtergeschnitten aber belassen und werde mir angucken, was im nächsten Jahr draus wird. Die wilden Erdbeeren dürfen in begrenztem Umfang auch bleiben und die Zaunwinde wird vermutlich bleiben, egal was ich anstelle um sie loszuwerden.

Heute war ein durch und durch trüber aber schrecklich schwüler Tag – unschön und schweißtreibend. Neben dem Unkrautentfernen habe ich mich mal wieder über den alten Kompostplatz hergemacht, den ich seit den Wespenstichen vor sechs Wochen ja doch ziemlich gemieden habe. Aber vom zweiten Kompostsilo habe ich mir dann doch genug Kompost holen können, um meinen neuen Sträuchern eine gute Starthilfe zu geben. Wir haben noch einen vierten Betonring links von den anderen dazu gestellt, den ich dann auch noch füllen werde. Der Symmetrie halber kommt vielleicht noch ein weiterer Hibiskus hinein.
Der erste Igel
. . . dieses Sommers ist mir doch tatsächlich gerade zur Terrassentür hereinspaziert. Wenn ich abends im Wohnzimmer am PC sitze, vergesse ich oft, dass um die Ecke die Türen des Wintergartens noch weit offen stehen. Erst wenn die Insektenpopulation rund um Schreibtischlampe und meine Nase zu hoch wird, fällt es mir meistens wieder ein. Heute allerdings wurde ich durch ein seltsames Kruscheln aufmerksam, dass aus der Ecke kam, in dem das Katzenfutter steht. Wenn die Katzen dran sind, klingt das anders. Aber eigentlich dachte ich, ich hätte heute mal die Türen geschlossen. Von wegen – mein Verdacht wurde sofort bestätigt: ein Igel hatte sich zum Nachtmahl eingefunden. Und ich dache schon, ich würde in diesem Sommer gar keinen mehr zu Gesicht bekommen.
Interessant ist immer wieder, dass die Katzen keine Angst aber sehr wohl Respekt haben. Sie fauchen nicht, vertreiben ihn nicht vom Futter, sie verkriechen sich aber auch nicht sondern halten nur einen gewissen Abstand. Ich habe das Futter dann raus auf die Terrasse gestellt und der Igel ist brav hinterher marschiert. Kurz darauf hörte ich das wohlbekannte Knurpseln dann von draußen.
Vorhin habe ich zusammen mit Stefan drei unserer alten roten Betonringe vor die Hecke geschleppt. Sie stehen jetzt so, dass sie eine Rasenmäherbreite Abstand zur Ligusterhecke haben und sich zwischen ihnen ebenfalls eine Rasenmäherbreite befindet. Im mittleren Ring sitzt probehalber die Weigelie und ich muss sagen, das sieht gar nicht schlecht aus. Der GöGa war erst genauso skeptisch wie ich, aber ich glaube, wenn alle erstmal bepflanzt sind, dann sieht es sogar richtig gut aus. Der Garten wirkt schon wieder ein bisschen strukturierter und überhaupt nicht eingeengt, was unsere Befürchtung war. Eigentlich brauche ich jetzt das bestellte Rankgitter nicht mehr unbedingt, aber ich bin sicher, dass sich dafür auch noch ein Platz findet







Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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