Purpur
. . . und Gelb sind die Farben dieses Herbstes. Auch wenn es fast vorbei ist, gibt es immer noch mal schöne Momente im Garten. Heute Nachmittag kam die Sonne nochmal zum Vorschein, leider erst ziemlich spät. Aber ich bin gleich raus, um die beiden Bambusbüsche mit dem Wasser aus den Regentonnen nochmals kräftig zu wässern. Sie haben im Moment viele gelbe Blätter. Ich hoffe, dass das auch beim wintergrünem Bambus normal ist. Die Regentonnen müssen nun sowieso geleert werden, bevor es Frost gibt. Neulich haben wir schon etwas in den Teich abfließen lassen, aber es gibt immer noch genug Wasser. Dabei fiel mir auf, wie schön der eine Schneeball blüht, obwohl er kaum noch Blätter hat – und das duftet ganz wunderbar. Der zweite – eine andere Sorte – hat noch viel buntes Laub.
Viburnum bodnantense “Dawn” – Winterschneeball – Der Eine blüht . . .
. . . der andere schmückt sich noch mit buntem Laub – koreanischer Duftschneeball “Viburnum carlesii”
Absoluter Augenschmaus – die Blätter der Bergenien . . .
. . . etwas dezenter die vertrockneten Hortensienblüten
Jeanie kommt mal gucken, was ich treibe und verzieht sich wieder.
Blätter
Ich muss doch mal wieder ein Blatt anliefern für die Blätter-Challenge. Seit ungefähr zwei Jahren habe ich eine kleine Zaubernuss (Hamamelis), die inzwischen vom hinteren Gartenteil in den Vorgarten umgezogen ist und sich dort auch wohl zu fühlen scheint. Zwar sind die Blätter immer noch ganz schön angeknabbert – vermutlich von den Raupen des Eulenfalters - aber sie verfärben sich jetzt im Herbst richtig schön. Deshalb heute ein Zaubernussblatt:
Hamamelisblatt
(einsortiert im Picasa-Album “Blätter”)
Ich habe gerade mal wieder einen Gartenrundgang gemacht, es ist angenehm warm, so ~ 15°C und ab und an kommt die Sonne raus. Es gibt gleich noch ein paar mehr Fotos.
Es gibt immer noch ein paar Sommerfarben im Garten – erstaunlich für Ende Oktober:
. . . denn natürlich überwiegen die Farben rot, gelb, grün und braun
Sobald sich die Sonne blicken lässt, lockt sie Mensch und Tier in den Garten
Das Laub der Storchschnäbel hat teilweise ganz erstaunliche Farben
Sonniger Sonntag
So schööön! Nachdem gestern die Wolken den ganzen Tag mal wieder fast am Boden kratzten – wo war das tolle Wetter vom Freitagnachmittag geblieben? – überrascht uns heute der Sonntagmorgen schon mit viel, viel Sonne und blauem Himmel. Auch die Katzels haben das bemerkt und haben sich gleich in die Wärme gesetzt gesetzt – Jeanie draußen, Garfield drinnen. Dass Jeanie dabei direkt vor einer fetten Kreuzspinne in ihrem Netz sitzt, stört mich eher als die Katz. Auf dem Foto kann man die Spinne nur sehen, wenn man weiß, wo man suchen muss.
Dieses Bild gibt es auch nochmal im Blog Stift & Linse als zweites Foto zum Projekt “Zack die Linse” mit dem Thema “Zwei”.
Die kleine Säuleneibe, die ich vor Jahren gepflanzt habe und die wirklich sehr langsam wächst, – links oben auch im Bild – hat in diesem Jahr zum ersten Mal rote Beeren. Unscheinbarer sind die Früchte der Goldzypresse.
Leider hat mein Mann die Goldzypresse im letzten Frühjahr beschnitten, weil sie zu üppig wurde und unsere Treppe zur ‘Terrasse hin schon fast überwuchert hatte. Nun ist da ein sehr unschönes Loch, das sich auch nicht mehr schließen wird. Ich muss mir überlegen, was ich da mache. Vermutlich werde ich jede Menge Erde und Kompost reinkippen und versuchen eine Clematis anzusiedeln. Ob das von Erfolg gekrönt sein wird, weiß ich aber nicht. Denn unsere Katzen liegen im Sommer gerne unter dieser Kombination aus Nestfichte, Eibe und Zypresse, wenn es überall sonst zu heiss ist. Besser wäre vielleicht ein Bodendecker, der auch ein bisschen in die Höhe wächst.
Elster auf der hohen Tanne und Abflug
Wilder Wein (oder ein anderer Schlinger) durchdringt dekorativ die Ligusterhecke
Die meisten Hosta haben ihre Blattschönheit inzwischen verloren, nur die im Schatten
sind noch ansehnlich
Immer noch attraktiv – die Blütenbälle der Hortensien
Im Kräuterbeet – Blühendes Thaibasilikum
Und es gibt auch immer noch ein paar Insekten
Ein inzwischen eher seltener Gast: Kater Linus besucht uns mal wieder
Blattchallenge 3
Und nun in der dritten Woche mein Beitrag zum Blätterprojekt von Frau Kunterbunt

Ein noch grünes Ahornblatt am roten Stiel
Fotografiert habe ich das Blatt gestern im Arboretum, wo ganz verschiedene Ahornbäume aus unterschiedlichen Regionen der Welt zu sehen sind.
Direkt neben diesem Ahorn stand noch ein anderer mit kleineren Blättern, die teilweise schon eine knallrote Herbstfärbung angenommen haben.
Meine Blätter findet ihr Woche für Woche in meinem Picasa – Blätter – Album.
Blätter-Challenge
Ab heute startet Frau Kunterbunt ein neues Projekt, bei dem wir jede Woche ein einziges Blatt fotografieren sollen, besser gesagt nur ein Blatt darf auf dem Foto sein, aber es dürfen durchaus mehrere Fotos gemacht werden. Das Ganze nennt sich “The New Challenge” und weil Challenge unter anderem auf Deutsch auch Wettbewerb heißt, können die Bilder in einer Flickr Group eingestellt und später bewertet werden. Das ist nicht so mein Ding. Ich mache deshalb irgendwie außer Konkurrenz mit und weil es um Blätter geht, zeige ich die Fotos hier. Und wie es meistens so halte, werde ich sicher auch immer etwas dazu schreiben.
Noch kritzegrün und schnörkellos – das Blatt einer Eiche
. . . und gleich nochmal vor einem anderen Hintergrund
Die Stiel-Eiche (Quercus robur) ist der Baum der Deutschen schlechthin (Baumkunde siehe HIER). Bei den Germanen war sie dem Gewittergott Donar (= Thor) geweiht. Die Sachsen beteten die Irminsul an. Bei den Kelten war sie dem Himmelsherrscher und Wettergott Taranis gewidmet. Durch den römischen Geschichtsschreiber Plinius dem Älteren ist überliefert worden, dass die Kelten ohne Eichenlaub gar keine kultischen Handlungen vollzogen. Die sakrale Bedeutung der Eichen für die Kelten ist auch daran zu erkennen, dass das keltische Wort Druide für Priester von duir abgeleitet ist, was Eiche bedeutet. Der heilige Bonifatius fällte die Donareiche bei Geismar im Jahr 723, um zu beweisen, dass der Gott der Heiden ein ohnmächtiges Wesen sei, das nicht einmal seinen Baum schützen könne. Dennoch wird die Eiche in vielen Gedichten und Liedern besungen und gilt mythologisch als Baum der Ewigkeit, sie steht für Kraft, Ausdauer und Härte. Auch Dr. Edward Bach hat sie in seinen Blütenessenzen als nützlich für den erschöpften Kämpfer, der am Ende seiner Kraft angelangt ist, erkannt (Oak-Essenz). Oder anders ausgedrückt für Menschen, die sich selbst bis zur Erschöpfung unter Druck setzen, sehr ehrgeizig sind, die sich nicht entspannen können bis sie schließlich “ausgebrannt” sind.
Alte – sogenante Hute-Eichen – findet man bei uns in Frankfurt teilweise noch auf der Schwanheimer Mainseite. Sie sind Relikte (und inzwischen Naturdenkmäler) aus einer Zeit, in der die Schweine zum Mästen in die Wälder getrieben wurden. Normalerweise wurde der Baumbewuchs dadurch vernichtet. Hutebäume widerstanden der massiven Beweidung meist als Solitärbäume.
Das erinnert mich doch gerade nochmal an meinen Besuch Ende April im Wildpark “Alte Fasanerie”, in dem man sehr gut erkennen konnte, welche Verwüstungen Horden von (Wild-)Schweinen hinterlassen können.

















Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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