Clematisschnitt
. . . geht auch, wenn’s kalt ist – eine ziemlich neue Erfahrung für mich. Heute ist es mit gerade mal 4°C nicht so schön wie gestern, auch die Sonne zeigt sich nicht und ein erster Gartenrundgang ließ mich bibbern. Aber nachdem ich gesehen habe, was noch alles zu tun ist und wieviel Grün an die Oberfläche drängt, habe ich mir dann doch eine dicke Jacke angezogen und eine gute Stunde mit ausputzen und schneiden verbracht. Eins weiß ich, in diesem Jahr werde ich im Spätherbst zumindest die krautige Stauden gründlich zurückschneiden, auch wenn sie noch grün ausschaun. Jetzt bilden nämlich die einstigen Blätter von Alchemilla und Co eine eklige braune Pampe, während sich an der Basis schon überall neues Blattgrün bildet.
Auch ein Teil der wildwuchernden Clematis viticella Avant-Garde musste dran glauben, obwohl in sämtlichen Blattachseln schon neue Knospen zu sehen sind.
Die Avant-Garde im Sommer
An sich wird empfohlen die Clematissorten der Viticellagruppe erst im März kräftig auf 30- 50 cm zurück zu schneiden. Das ist wieder so ein Ding, wo ich mich einfach nicht traue oder es mir leid tut, wenn die schon so viele Knospen haben. Wie macht ihr das denn? Bei uns im Rhein-Main-Gebiet sind sämtliche Clematis mit der Knospenbildung immer sehr früh dran.
Auch die Kir Royal habe ich mir nochmal vorgenommen, um die Triebe dieser Kletterrose besser an der Carportwand verteilen zu können. Nun muss ich aufpassen und sie immer dann rechtzeitig leiten, solange sie noch weich sind. Die Kir Royal hat verflixt kräftige Dornen (Stacheln – ich weiß).
Nun muss ich mich erstmal wieder aufwärmen, aber das Gartenstündchen war insgesamt dann doch eine befriedigerende Sache als im Haus putzen, waschen oder nur am PC zu sitzen. Irgendwie hatte ich heute Morgen bei dem kalten Grau da draußen schlechte Laune. Die ist jetzt weggegärtnert ;-)


