SOS – Eisbrecher
. . . gesucht! Ich wollte eben an unseren Teichen die Restwasserlöcher etwas vergrößern, damit die Vögel auch morgen noch Wasser finden, aber die Schicht ist schon so dick, dass ich gar nichts mehr ausrichten konnte. Ich hoffe, dass Stefan vielleicht noch was erreichen kann, sonst ist es ab morgen für die Vögel zappenduster mit der Wasserquelle. Das hätte ich nicht gedacht.
Eiszeit
Ganz schön kalt ist das inzwischen geworden und auch unser Teich im Garten ist zu 90% oberflächlich zugefroren. Heute Morgen haben wir erstmal geguckt, ob wir die Umwälzpumpe abstellen müssen, aber noch fließt das Wasser und hält zumindest im oberen Becken für Vögel und Katzen kleine Wasserlöcher offen. Die Eisdecke ist also noch nicht sehr dick. Entsprechend groß ist auch heute wieder der Andrang und es macht viel Freude die Vogelwelt zu beobachten. Fotografieren geht nur vormittags. Wenn die Sonne am Nachmittag von Westen her scheint, geht hinter den Fensterscheiben nichts mehr.
Blick auf alle drei Teichbecken
Im Quellbecken sprudelt es noch
Immer wieder fällt ein Schwarm Stieglitze bei uns ein – erst lassen sie sich auf dem Ahorn nieder,
dann geht’s runter zu den Wasserlöchern
Diese bunten Vögel sind wirklich eine Pracht. Der Stieglitz (Carduelis carduelis), auch Distelfink genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Finken (Fringillidae). Er besiedelt Westeuropa bis Mittelsibirien, Nordafrika sowie West- und Zentralasien. Erstaunlicherweise findet man bei dieser farbigen Vogelart nur einen schwachen Geschlechtsdimorphismus, will sagen, dass die Weibchen ähnlich prächtig sind wie die Männchen. Der Stieglitz ernährt sich von halbreifen und reifen Sämereien von Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen. Unter den ihm nachgewiesenen 152 Wildkräutern bevorzugt er Ackerdistel, Gänsedistel, Kratzdistel und Karden (sic! Distelfink), aber auch Hirtentäschelkraut, Ampfer, Wegerich, Mädesüß, Vogelmiere, Sonnenblume, Beifuß, Knöterich sowie Kieferzapfen und Birkensamen. Während der Brutzeit frisst er auch kleine Insekten, insbesondere Blattläuse.
Noch konnte ich nicht alle Vögel fotografieren, die es zu sehen gibt. Vor allem das Rotkehlchen ist total scheu. Dafür hatte ich huete mal kurz einen Gartenbaumläufer am Meisenknödel vor der Linse:
Mich hat erst die blau schimmernde Kehle irritiert und an einen Kleiber denken lassen. Aber der ist stärker gezeichnet und vor allem ist der gebogene, spitze Schnabel typisch für den Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla). Das Blaue ist vermutlich nur ein Schatten.
Amseln haben wir jedenfalls reichlich im Garten. Ein gutes Dutzend – sowohl Männchen als auch Weibchen – ist derzeit ständig bei uns am picken. Durch’s Fenster sah ich heute Morgen eine Amsel am Fuß des hinteren Bambus’, von der ich erst dachte, dass sie tot sei. Ein Marienkäfer saß auf ihrem Gefieder, soviel konnte ich durch’s Tele erkennen. Später bin ich dann raus, um sie zu entsorgen, da sah ich, dass sie atmete. Erst steckte sie den Kopf tief unters Gefieder, später streckte sie ihn vor, machte aber keine Anstalten weg zu fliegen. Ihre Artgenossen waren überall um sie herum, nahmen aber keine Notiz von ihr. Ich habe die Katzen im Haus gehalten und gehofft, dass keine fremden in den Garten kämen. Und dann nach etwa einer Stunde war die Amsel auch verschwunden.
Der Spatz sieht auch verfroren aus.
??? Buchfink (Fringilla coelebs) ???
Dieser Vogel und seine Artgenossen halten sich meist im Verborgenen und im Schatten der Sträucher auf. Ich sehe sie selten fliegen. Die Art der Fortbewegung und das Kopfnicken beim Aufpicken der Nahrung lässt mich auf einen Buchfinken, vielleicht ein Weibchen schließen.
Und dieser hier? Ein Grünfink? Also die Finken sind schwer auseinander zu halten, finde ich.
Schluß für heute – es ist schon wieder Abend:
Freude kommt auf
Es ist nun zwar bitterkalt geworden – wer Schneefotos sehen will muss mal drüben in anderen Blog gucken gehn - aber dafür haben wir nun endlich reichlich gefiederte Wintergäste im Garten. Seit heute Morgen sind sie alle da: Stieglitze, Grünfinken, Girlitze, Buchfinken, Spatzen, Amseln, Rotkehlchen, Zaunkönige, Baumläufer, Elstern, Eichelhäher und Tauben wieso. Alle konnte ich bereits beobachten und einige davon auch fotografieren. Stieglitze und Spatzen sind sogar gleich in ganzen Horden aufgetaucht. Der winzige Zaunkönig hat sich, bevor ich ihn fotografieren konnte, leider unter die seitlich offene Terrassenbeplankung verzogen. Ich habe mir heute Morgen zeitweise die Nase an den Fensterscheiben platt gedrückt, wie ein kleines Kind vor Weihnachten am Schaufenster einer Spielwarenhandlung.
Grünfink, (Girlitz, Zeisig? ) Die Unterscheidung lerne ich wohl nie. Aber ich tippe auf Grünfink.
Blaumeisen sind wenigstens eindeutig zu identifizieren.
Die Amselmänner führen schon wieder heftige Revierkämpfe durch – unglaublich. Selten sitzt
mal einer alleine so friedlich in der Sonne.
Stieglitz – für mich mein Bild des Tages
Amüsiert habe ich mich in der Früh über unseren Kater. Erst hat der Herr Garfield das Eis nur vorsichtig getestet, dann wurde er richtig wütend und trommelte mit den Pfoten darauf rum, weil er nicht zum Trinken ans Wasser kam. Als mir endlich einfiel, dass ich davon auch ein Video drehen könnte, war es leider schon zu spät. Er hatte mich entdeckt und raste zum Haus zurück.
Wenn der Kater auf’s Eis geht . . . ist er erstmal skeptisch . . .
. . . und schließlich ziemlich sauer, weil das Wasser plötzlich hart geworden ist. Garfield trommelt auf’s Eis
Auch am Abend gab es nochmal Besuch am Teich – wieder ein Kater:
Er vertraut sich dem Eis an . . .
. . . findet aber auch kein Wasserloch . . .
. . . außerdem nervt ihn das Amselgezeter.
Gerade geht die Sonne unter. Jetzt kommen die Vögel alle nochmal, aber es ist zum Fotografieren schon zu dunkel. Und stürmisch ist es geworden. Draußen zu sein, macht heute keinen großen Spaß.
Verkehr
. . . wie auf der Zeil – das war vor 20- 30 Jahren in Frankfurt noch ein stehender Begriff, also lange bevor Frankfurts beliebte Einkaufsmeile zur Fußgängerzone wurde. Ältere Frankfurter – wie ich *hüstel* – benutzen ihn heute noch
Solch ein Verkehr herrscht heute Vormittag draußen im Garten, denn: hurra!!! – die Sonne scheint!
Bei Temperaturen von -2°C leckt die Sonne immerhin am Eis, und der Teich ist schon wieder Anziehungspunkt für Katzen und Vogelwelt gleichermaßen.
Garfield ist vorsichtig – gar nicht so einfach heraus zu finden, welches Eis trägt und welches nicht
und wo man endlich an Trinkwasser kommt.
Meine Strauchpäonie, die jetzt nach dem Pflanzen ihr drittes Jahr erreicht, zeigt diesmal reichlich neu Triebe.
Das lässt mich auch auf die ersten Blüten hoffen.
Bei dieser zarten Färbung weiß ich nie, ob ich es mit einem Buchfinken zu tun habe oder nicht
Immer gut zu identifizieren auch die ewig “auf Sturm gebürstete” Haubenmeise
Mit am häufigsten vertreten: die Kohlmeise
* * *
Man Katz’ kann es allerdings auch in der warmen Stube gut aushalten
Unangenehm
. . . kalt und windig ist es heute. Windböen treiben immer wieder richtige Schneewolken quer durch den Garten. Ich war eben mal kurz draußen um die niedergedrückten Bambuszweige von ihrer eisigen Last zu befreien, da traf mich prompt so eine Schneewolke von der danebenstehenden Fichte *bibber*. Es hat seit gestern nicht weitergeschneit, aber durch das zeitweilige Tauwetter ist der Schnee jetzt stark vereist, sodass die Zweige und vor allem die Gräser sich stark unter der Schneelast beugen. Insofern ist der Wind eigentlich ganz gut.
Unter dem Futterhäuschen habe ich nun doch wieder meine Bodenfutterstation ohne Drahtkorb aufgestellt. Bei dem Wetter will ich die Tauben und Elstern nicht vom Futterkorb ausschließen. Und ich hoffe auf die Rotkehlchen. Einige habe ich schon gesichtet, auch einen Specht, aber die fliegen immer ganz schnell weg, wenn man sich hinter den Scheiben bewegt.
Mehr als die allgegenwärtigen Meisen habe ich fotografisch nicht zu bieten
Nachtrag: Hab ich doch

















Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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