Frauenmantel
. . . hat Teich und Bach erobert – Alchemilla mollis, der Frauenmantel, blüht. Dazwischen bereits die ersten Taglilien. Alles andere geht ein bisschen unter.
Alchemilla mollis – Frauenmantel
Der Name Alchemilla mollis stammt aus der Zeit, als Alchemisten noch versuchten aus den Guttationstropfen auf den Blättern des Frauenmantels Gold zu gewinnen. Der Frauenmantel scheidet das Wasser (Guttationstropfen) aktiv durch feine Poren am Blattrand aus.
Wegen seiner Kraft gegen Frauenleiden weihten die vorchristlichen Hebammen und Kräuterweiber den späteren “Unser Frowen Mantel” der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Frigga. Der deutsche Name an sich stammt von der Blattform, der mit dem Mantel der Maria verglichen wurde. Mit dem Frauenmantel hatte die Göttin den Frauen ein Mutterkraut geschenkt, das – insbesondere bei abnehmendem Mond gebraucht – die Macht besaß, Blutungen zu stillen oder Geburtswunden zu schließen.
Wenn sie blüht, ist die Pflanze recht hübsch anzusehen, aber sie breitet sich langsam aber sicher aus wie Unkraut. Bei den neuen Beeten habe ich völlig darauf verzichtet, obwohl sie sich als Randbepflanzung sonst ganz gut macht.
Die einfachen gelben Taglilien (Hemerocallis Hybride ‘Stella de Oro’) blühen schon . . .
. . . auch der lila Fingerhut, der sich ganz hinten am Zaun vor ein paar Jahren selbst ausgesät hat, . . .
. . . während die neuen Pflanzen im Halbschatten von Tanne und Farnen noch lange nicht soweit sind.
Bunt geht es am Carport zu . . .
. . . wo nun auch die Clematis “Arctic Queen” aufgeblüht ist.
. . . ungelogen und in der Sonne sicher noch heißer. Ich habe mir nach dem Mittagessen den Liegestuhl von der Terrasse mal wieder in den Garten geschleppt und nach einer Stunde hatte ich echt genug. Unter einen Baum mag ich mich nämlich nicht legen, da rieseln im Minutentakt die Blätter, zumindest beim Ahorn. Aber es ist herrlich, man muss es einfach nur genießen.
Mal eine völlig neue Rosenperspektive _ Blick aus dem Garten hoch zur hinteren Terrasse
Die Bergenien bekommen die ersten roten Blätter
Obwohl ihr Laub schon gelb wird, blühen die Taglilien unermüdlich
Mein absolutes Lieblingsfoto für heute
Oder doch dieses hier? Da sag nur Einer, diese Jahreszeit hätte nichts zu bieten
Ein Blick unters Blätterdach der großen Hainbuche, deren Früchte die Meisen sehr mögen
Und zum guten Schluss noch ein Phänomen, das mich heute morgen schon in den Garten gelockt hat. Die meisten werden das ja kennen, dass sich auf den Blättern des Frauenmantels (Alchemilla ) Tautropfen oder Regentropfen sehr lange halten bzw. die Pflanze über ihre Blätter nachts sogar Wasser ausscheidet. Sie besitzt dazu Wasserspalten oder Hydathoden, die mit Drüsen besetzt sind. Heute morgen saß ich also an meinem Schreibtisch am Fenster, gut 10m entfernt von der Pflanze neben der Steinlaterne, da blitzte und blinkte mich ein solcher Tropfen an, aber so gewaltig, als hätte ich es mit einem blauen Lämpchen zu tun. Auf dem Foto kann man zwar erkennen, dass die Tropfen tatsächlich ein wenig blau erscheinen, aber das Blinken und Blitzen ist leider nicht wiederzugeben.
Hier kommt die nächste in meiner (noch) kleinen Sammlung: Kir Royal
Kir Royal halb aufgeblüht
Kir Royal am Carport
Die Kletterrose Kir Royal ist eine sehr robuste, kletter- und blühfreudige Rose in einem wunderschönen Roséton mit feiner Zeichnung. Ich habe sie im letzten Jahr gekauft und in einen Betonkübel an den Carport gestellt, wo sie die Holzgitterwand zusammen mit mehreren Clematissorten beranken soll. Und obwohl so ein relativ kleiner Betonkübel nicht unbedingt die optimale Ausstattung für eine Rose darstellt, wächst und blüht sie unermüdlich. Sie hatte bisher auch noch keine Pilzerkrankungen. Mit der Kir Royal könnte ich vielleicht auch vorne am Hof noch einmal einen Versuch wagen, den Rosenbogen zu bestücken. Zu der dort wachsenden cremeweißen Ilse Krohn wäre das aber kein allzu toller Kontrast – mal sehn.
Einsortiert unter: Pflanzenschätze/Rosen
Neben der Rosenblüte beeindruckt mich seit ein paar Tagen die Blüte des Frauenmantels (Alchemilla mollis) – Stauden, die rund um unseren Teich herum angepflanzt sind. Über eher blaugrünem Laub, das nach einem Regenguss immer großartig glitzert, schweben im Moment zahlreiche sehr hellgrüne Blütenwolken. Ich habe daher diesen Eindruck auch im anderen Blog als Beispiel für die Farbe Hellgrün beim Fotoprojekt “Farbe bekennen” gewählt.
Wenn ich von der Terrasse über die Frauenmantelstauden zur Magnolie mit ihren hellgrünen Blättern schaue – darunter trägt noch die Morgensternsegge ihre erstaunlichen Früchte – ergibt das zusammen mit dem Rasen und den Ligusterhecken im Hintergrund ein fantastisches Grün – eine Wohltat für Auge und Seele. Da schlägt das Gärtnerherz einfach höher. Der Duft der Rosen und auch der Ligusterblüten (jasminähnlich und stark) ist ein fast schon berauschendes Sahnehäubchen obendrauf.
Auch der Farn am oberen Bachbecken direkt am Terrassenrand hat ein schönes Grün . . .
. . . und hält sich trotz der intensiven Sonneneinstrahlung sehr gut.
Krauser Goldschuppenfarn – Dryopteris affinis “Crispa”











