Gartennachmittag
Richtig schön war es heute schon draußen. In meiner dicken Winterjacke ist es mir beim Werkeln sogar fast zu warm geworden. Froh war ich über die warmen Wintergartenhandschuhe, die ich in diesem Jahr zum ersten Mal benutzt habe. Ich habe mir einen Teil unseres Vorgartens vorgenommen, das erste Unkraut und Blätter entfernt, die kleinen Sträucher ausgelichtet und mich über all die vielen grünen Spitzen gefreut, die sich inzwischen aus der dunklen Erde schieben. Ich wußte schon garnicht mehr, wie viele Zwiebeln und Zwiebelchen ich gesteckt hatte. Schneeglöckchen aus dem Beet, das nun umgebuddelt wird, habe ich in den Vorgarten zu den lila Krokussen gepflanzt, die schon ihre Knospen öffnen. Neben den agilen Feuerwanzen, die wohl jeden Winter überleben, habe ich sogar schon den ersten Marienkäfer entdeckt. Und die Kraniche – ja, heute habe ich sie nicht nur gehört sondern auch gesehen. Aber es war ein kleiner Zug. Bis ich die Kamera in der Hand hatte und nach Vorne gelaufen war, waren sie schon vorbei.
Sobald die Sonne weg geht, ist es aber wieder kalt. So ab halb Vier zogen Wolken auf. Nun ist der Himmel wieder dicht.
So sieht der Garten derzeit aus:

Und so ähnlich könnte es mal aussehen

Das habe ich natürlich nur mit ganz einfachen Mitteln eben am PC hingekritzelt. Aber so in etwas soll der Bach verlaufen. Das Gelände wird ab der Terrasse etwa modelliert. Die Grashalme rechts sollen Bambus andeuten. Ganz hinten soll ein neuer Baum gepflanzt werden. Die Bach- und Teichufer (nur ein flacher Kieselteich) werden aus runden, erdfarbenen Flusssteinen modelliert und bepflanzt. Weiter hinten ist noch nichts geplant. Aber im Bereich des nicht genutzten Carports will ich mir eine Sitzecke machen. Die Wand des Carports wird berankt. Vielleicht lege ich ein kleines Pflaster und mache dort auch eine Feuerstelle.
So sieht es in umgekehrter Richtung aus

Zwischen Carport und Fahrradschuppen ist es eigentlich ganz lauschig, aber auch schnell schattig.
Hier hält sich nie jemand auf. Ist eigentlich schade.

Und hier ist Schluss:

Hier muss vor allem gerodet werden und der Zaun wird erneuert. Vielleicht lege ich hier eine Wildblumenwiese an.
BvB
= Besessen vom Bach! Ihr solltet mich mal sehn. Im Moment habe ich nichts anderes mehr im Kopf als Bachläufe und Bepflanzungen *lach*. Aber immerhin bin ich jetzt schon so fit, dass mir da auch keiner mehr ein X für ein U vormachen kann. Und eine ziemlich genaue Vorstellung wie das Ganze pflanzentechnisch aussehen soll, habe ich auch. Wäre die Sache im letzten Jahr über die Bühne gegangen, dann wäre ich doch ziemlich blauäugig rangegangen. Schade ist nur, dass sich außer mir keiner in der Familie dafür interessiert. Aber wehe, wenn hinterher gemeckert wird! Momentan bin ich noch am knobeln, wie ich den alten Flieder (Vogelfutter- und Beobachtungsbaum) in die Neugestaltung mit einbeziehe. Erstens will mein GöGa den unbedingt erhalten, zweitens gebe ich nach diesem Winter zu, dass er als Aufhängebaum für Meisenknödel & Co wirklich unschlagbar ist. Nur wie zum Geier integriere ich ihn in die Bambushecke und eine Anpflanzung mit leicht fernöstlichem Touch? Da muss irgendwas zwischen Bambus und Flieder, das einen erträglichen Übergang schafft.
An sich wollte ich eine urdeutsche Bepflanzung haben. Aber der Bambus ist ideal als Sichtschutz zum Nachbarn. Er wird schnell relativ hoch, Grenzabstände sind unproblematisch, da kein Baum und irgendwie wird’s nicht wuchtig. Die große Fichte vor der Brandmauer erzwingt eine Schattenbepflanzung und Hostas, Farne etc. passen dann auch prima noch zum Bambus. Und letztendlich: das Rauschen eines Bächleins und Bambus – das passt einfach. Der Garten ist ja anschließend noch groß genug, um die Bepflanzung dann wieder in eine schnörkellose, hessisch deutsche Umgebung zu überführen.
Nun kenne ich inzwischen die Unterschiede der Bambusarten, nämlich dass die einen Rhizombildner sind und deshalb eine Rhizomsperre brauchen und die anderen Horstbildner und keine brauchen. Ich tendiere inzwischen zur horstbildenden Fargesia murielae, die es auch schon wieder in unterschiedlichen Variationen gibt. Ihr glaubt garnicht, wie viele Bambussorten es gibt *stöhn*.
Ha! – *freu*
Gerade einen Anruf vom Gärtner erhalten: nächste Woche soll’s losgehn, wenn es wettermäßig nicht nochmal ganz unmöglich wird *freu*. Ich habe mir vorhin noch jede Menge Gartenbücher und -zeitschriften mitgebracht, vor allem rund um Teich und Bachlauf. Ich bin jetzt sowas von hibbelig, es muss jetzt einfach was passieren. Schließlich warte ich nun schon ein dreiviertel Jahr darauf. Wenigstens hat mein Angespartes in der Zeit noch ein paar Zinsen gebracht
Schnee ist weg . . .
und schon merkt man sofort wieder, dass der Natur der Frühling aus sämtlichen Knopflöchern schaut! Selbst Jeanie kommt aus der Sofaecke heraus und beschließt sich ins Freie zu wagen.

Ich geh mal gucken!
Gestern Abend habe ich wieder lange über Gartenbüchern und -heften gesessen und bin jetzt ziemlich entschlossen, dass ich an die Grenze zum Nachbarn Bambus pflanzen werde und zwar Fargesia, also einen, der keine Ausläufer produziert. Aber keine geschlossene Bambushecke sondern aufgelockert mit etwas anderem. Vermutlich eine lichte Kiefer oder Lärche, die eine schwarze Tanne reicht mir voll und ganz. Da die Richtung Norden ist, aber die Pflanzen tagsüber von Süden viel Sonne bekommen, werde ich davor dann noch etwas niedriges aber Farbiges pflanzen, was vom Stil her dazu passt. Ich muss mal eine Zeichnung machen.
Gartenbücher

Wassergärten: Planung – Anlage – Pflege
Gerade war ich in der Bücherei, um mich mit neuem Lesestoff zu versorgen. Neben zwei Romanen und einem Tages-Ausflugsführer rund um Frankfurt – siehe Mainzauber Hauptblog – habe ich mir auch einen prächtigen Band mit dem Titel “Wassergärten” von der Royal Horticultural Society, Autor: Peter Robinson mitgebracht. Da steht sicher viel mehr drin als ich für meinen kleinen Bach brauchen werde, aber sei’s drum: Information ist nie verkehrt und schöne Bilder sind auch drin.
Für Wurzerl: das hier ist aus Google-Maps + Malerei von mir:
Das kann man aber schlecht interpretieren, weil die Kamera irgendwie gekippt war. Aber man sieht schon, wie schmal das Ganze ist. Das Nachbarhaus hat eine Brandmauer zu unserem Grundstück. Davor steht eine riesige Tanne – das absolute Vogelparadies – nebenbei. Aber wenn du von unserer Terrasse zum Nachbarhaus guckst – und leider auch umgekehrt – ist alles frei, sprich alle Mieter dort können aus ihren Fenstern heraus auf unsere Terrasse gucken. Wir können zwar mit dem Nachbarn ganz gut, aber vermutlich dennoch schlecht Bäume auf die Grundstücksgrenze knallen. Ich denke, wir werden dort einen kleineren Baum und ein, zwei Büsche ansiedeln.









Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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