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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Herbst

Nebel

. . . ohne Ende beschert uns heute dieser Tag. Jetzt wirkt es so richtig herbstlich – oder jedenfalls kommt nun eindeutig die graue Seite des Herbstes zum Vorschein. Da muss man dann schon selbst für ein bisschen Farbe sorgen.

Herbstliches am Küchenfenster . . .

. . . und auch beim Blick nach draußen.

Im Garten rasen wieder die Eichhörnchen wie wild durch die Gegend, immer auf der Suche nach neuen Vorratslagern. Und ich bin gespannt, ob ich heute Abend noch einmal so viele mir bis dahin fremde Vögel wie gestern zu Gesicht bekomme.

Ich frage mich, warum auch die Elstern so ungeheuer aktiv sind. Vom Eichelhäher weiß ich ja, dass er ebenfalls Wintervorräte anlegt. Ob das alle Rabenvögel tun? Das würde mir dann erklären, warum auch die Elstern ständig in Bewegung sind, so wie im Sommer, wenn sie Junge zu versorgen haben.

Sommerwetter

. . . im Oktober – ist das nicht herrlich? Seit dem frühen Vormittag spielt sich bei uns bereits alles im Freien ab. Zum Frühstück haben wir immerhin schon die Türen zwischen Wintergarten und Terrasse weit geöffnet, uns zur zweiten Tasse Tee gleich auf die Terrasse gesetzt und so ging es weiter. Aber nachdem ich eben auch noch ein Stündchen im Liegestuhl in der Sonne gebraten habe, muss ich mal rein in den Schatten, denn sonst habe ich heute Abend einen Sonnenbrand. Nur der Blick auf die inzwischen schon halb kahlen Bäume – die kleine Kupferfelsenbirne hat schon fast alle Blätter verloren – oder auf den von Blättern übersäten Rasen, zeigt, dass es eben doch Herbst ist. Und natürlich am Abend merkt man es. Ab 18 Uhr verschwindet bei uns die Sonne und um 19 Uhr ist es dann fast dunkel. Deshalb muss man den Tag eigentlich auch im Freien genießen, so lange wie es geht.

Das mit den Türen ist ja so ein Ding. Gestern Morgen flatterte mir doch prompt eine dicke Taube in den Wintergarten und flog natürlich – so wie das auch alle Insekten tun – hinter den geöffneten Flügel. Während sie mehrfach gegen die Fensterscheibe flog, habe ich dann hastig noch den zweiten Türflügel geöffnet, aber statt dass das dumme Tier nun endlich hinausgeflogen wäre, machte sie noch einen Spaziergang durch die Küche, bis Jeanie auf der Bildfläche erschien. Mir blieb fast das Herz stehen. Der Anblick der Katze hat dann aber doch geholfen, die Taube drehte um und fand endlich wieder hinaus ins Freie. Was für ein Glück!

Im Sommer wäre das ein eher bedenklicher Anblick: die kleine Kupferfelsenbirne

Die Magnolie, die im Frühjahr nur wenige Blüten hatte (der Teichbau war wohl schuld daran),
hat inzwischen zahlreiche Knospen angesetzt – das lässt hoffen

Viele Bilder aus dem Garten habe ich nicht mehr zu bieten, denn es blüht ja nichts Neues mehr. Neben den kleinen Polsterglockenblumen auch noch hie und da Storchschnäbel, die gelben Taglilien geben nun auch auf und von den Rosen blüht nur noch die Nostalgie – die dafür unermüdlich und fast schöner als im Sommer.


*

Ich glaube, dieses Bild werde ich gleich noch zu einer Grußkarte verbasteln.

*

Bitteschön: Von Herzen für dich! Zum Versenden einfach anklicken

Weitere Grußkarten findet ihr im Menu der Homepage und im normalen Blog.

18:30 Uhr >>> Habe gerade einen großen Kranichzug beobachten können.

Sonniger Sonntag

So schööön!  Nachdem gestern die Wolken den ganzen Tag mal wieder fast am Boden kratzten – wo war das tolle Wetter vom Freitagnachmittag geblieben? – überrascht uns heute der Sonntagmorgen schon mit viel, viel Sonne und blauem Himmel.  Auch die Katzels haben das bemerkt und haben sich gleich in die Wärme gesetzt gesetzt – Jeanie draußen, Garfield drinnen.  Dass Jeanie dabei direkt vor einer fetten Kreuzspinne in ihrem Netz sitzt, stört mich eher als die Katz. Auf dem Foto kann man die Spinne nur sehen, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Für größer bitte anklicken

Dieses Bild gibt es auch nochmal im Blog Stift & Linse als zweites Foto zum Projekt “Zack die Linse” mit dem Thema “Zwei”.

Die kleine Säuleneibe, die ich vor Jahren gepflanzt habe und die wirklich sehr langsam wächst,  – links oben auch im Bild – hat in diesem Jahr zum ersten Mal rote Beeren. Unscheinbarer sind die Früchte der Goldzypresse.

Eibe

Goldzypresse

Leider hat mein Mann die Goldzypresse im letzten Frühjahr beschnitten, weil sie zu üppig wurde und unsere Treppe zur ‘Terrasse hin schon fast überwuchert hatte. Nun ist da ein sehr unschönes Loch, das sich auch nicht mehr schließen wird. Ich muss mir überlegen, was ich da mache. Vermutlich werde ich jede Menge Erde und Kompost reinkippen und versuchen eine Clematis anzusiedeln. Ob das von Erfolg gekrönt sein wird, weiß ich aber nicht. Denn unsere Katzen liegen im Sommer gerne unter dieser Kombination aus Nestfichte, Eibe und Zypresse, wenn es überall sonst zu heiss ist. Besser wäre vielleicht ein Bodendecker, der auch ein bisschen in die Höhe wächst.

Blauer Himmel und Felsenbirne

Elster auf der hohen Tanne und Abflug

Wilder Wein (oder ein anderer Schlinger) durchdringt dekorativ die Ligusterhecke

Die meisten Hosta haben ihre Blattschönheit inzwischen verloren, nur die im Schatten
sind noch ansehnlich

Immer noch attraktiv – die Blütenbälle der Hortensien

Im Kräuterbeet – Blühendes Thaibasilikum

Und es gibt auch immer noch ein paar Insekten

Ein inzwischen eher seltener Gast: Kater Linus besucht uns mal wieder


Wunder

. . . gibt es immer wieder ( . . . Link zu youtube . . . )  und so ein Wunder war für mich heute Nachmittag das wirklich prächtige Wetter. Nach der Wettervorhersage gestern Abend habe ich mir von diesem Tag nichts versprochen und nass, grau und düster fing er auch an. Aber dann kam plötzlich die Sonne raus und das Thermometer klettert auf über 20°C. Da ging es natürlich sofort raus in den Garten. Rasen mähen war angesagt und damit konnte ich auch gleich noch die Blätter beseitigen, die ich sonst hätte zusammenrechen müssen.

Der vordere Teil ist bereits gemäht und hinten trocknet sogar nochmal Wäsche

Das Schnittgut habe ich heute dünn auf den Beeten am Zaun verteilt, das kann als Mulch dort liegen bleiben. Vor dem hinteren Bambus hat die “Nostalgie” noch einmal Triebe mit Knospen wie Speerspitzen getrieben und ich hoffe, dass sie sich noch öffnen.

Rose “Nostalgie”

Im Miniteich auf der hinteren Terrasse leuchten die diversen Blätter in der Sonne . . .

. . . die Lobelie steht allerdings nicht mehr aufrecht sondern hat sich den Rosen zugewendet,
wo ihre Blüte nun zwischen den Blättern der Austinrose hervorlugt.

Eine Pusteblume bändelt hier mit dem Heidekraut an

Jetzt am Abend ist das Wasser im Teich wieder wild bewegt, nur kann ich leider die Vögel nicht mehr gut fotografieren. Es gibt zu wenig Licht. Aber ich guck ihnen einfach zu und freue mich über Amseln, Meisen und Rotschwänzchen.

Von mir aus kann das Wetter jetzt eine Weile so bleiben, denn das nasse, düstere Wetter kriegen wir spätestens im November sowieso. Auch mein Rheuma hat sich schon wieder gemeldet und das brauch ich gar nicht.  Außerdem gibt es im Garten noch genug zu tun. Vor allem Blumenzwiebeln müssen noch in die Erde und zwei Beete am Fuß von zwei Bäumen möchte ich noch anlegen. Aber ich mach mir da keinen Stress. Was geht, das mach ich, was nicht, muss warten bis zum Frühjahr.

Herbst

Das Sommerende lässt sich eindeutig nicht mehr schönreden – der Herbst hält Einzug im Garten. An einem nassen, kühlen und trüben Vormittag wie heute wird das besonders deutlich, auch wenn Sommerblumen wie Rosen und Taglilien immer noch neue Blüten nachschieben. Aber es wirkt nicht mehr, die Luft, die ganze Stimmung ist anders – Pilze machen sich überall im feuchten Rasen breit.

Letztes Jahr habe ich versucht die Pilze auszustechen, inzwischen lass ich sie gewähren

Lady Emma Hamilton bringt auch nochmal Knospen hervor

Eine tolle Farbkombination im Alpinum

Die gelbe Taglilien sind unermüdlich

Und die Zaunwinde sieht auf einmal ihre große Chance, denn ich mag einfach nicht mehr täglich durch’s feuchte Gestrüpp, um überall die lästigen Dinger zu entfernen. Diese Gartenmüdigkeit im Herbst ist für mich typisch und verhindert oft das Setzen neuer Zwiebeln für’s kommende Frühjahr oder andere sinnvolle und eigentlich notwendige Arbeiten. Aber ich hoffe darauf, dass es doch auch immer wieder ein paar sonnige und warme Tage geben wird. Dann macht es nochmal Freude.

Mabon, die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche, die Erntedankfeste stehen vor der Tür. Der Tag ist am 21. September nur noch solang wie die Nacht, aber schon ein paarmal in den letzten Tagen habe ich gedacht, dass es nun schon wieder viel zu wenig Tageslicht gibt. Es mag der merkwürdige Sommer gewesen sien, der uns zwar im Juli Hitzegrade ohne Ende bescherte, aber schon im August  wieder zu Ende war. Eigentlich habe ich das Gefühl, dass wir uns schon Samhain nähern, obwohl es bis dahin noch gut 7 Wochen sind. Es wird Zeit sich zu überlegen, was man mit den kommenden Monaten so anstellt, um nicht Trübsal zu blasen.

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9. Februar 2012, 05:32
Klare Nacht
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