Hortensie
. . . und ein paar andere Lichtblicke im trüben Dauerregen:
Die Blüten der Nostalgierose leiden zwar auch unter dem Regen, aber da sie zwischen den Bambussträuchern
doch einigermaßen geschützt stehen, überleben sie eher als die der anderen Rosen.
Dem panaschierten Hartriegel gefällt dieses Wetter sowieso. Der hat sich in diesem Jahr zu einem
riesigen Busch entwickelt und begräbt rechts allmählich die Rhododendren unter sich. Da werde ich
demnächst mal schneiden müssen, damit die Luft bekommen.
Im Schattenbeet blüht der weiße Fingerhut zwischen den Farnen.
Die kleine Hortensie, die ich nach dem Winter schon fast aufgegeben hatte, päppel ich
nun im Blumentopf wieder auf. Mal schaun – aber ich denke, die wird wieder.
Trockene habe ich leider kaum anzubieten. Heute Morgen sah es sehr nach Herbst aus und fühlte sich auch so an (gerade mal 14°C), heute Nachmittag ist es nun eher April. Bei um die 20°C :-: wenn die Sonne durchkommt sind’s mehr :-: jagt ein Regenschauer den anderen. Dazwischen dann immer mal blauer Himmel und Sonnenschein.
Als ich heute Morgen die Zeitung reinholte, stieg mir gleich der Duft der Rose “Compassion” in die Nase. Gut versteckt hinter den Clematisranken duftet die derzeit einzige Blüte doch so intensiv, dass man die Quelle des Duftes sofort sucht. Nach wie vor einer der exzellentesten Rosendüfte in meinem Garten – und dann noch direkt an Haustür.
Am Rosenbogen blühtjetzt wieder die blutrote “Apoll”, nach wie vor ein Fehlkauf weil nicht kletternd aber eine tolle Farbe!
Im Herbst wird sie entgültig versetzt.
An der Terrasse geben die Austinrosen ihr Möglichstes. Aber da sie von Natur aus schon nicht sehr standfest sind,
haben die Blüten es beim Regen besonders schwer. Am besten hält sich gelbe “Charlotte”. Sie ist auch so vom
ganzen Erscheinungsbild die kräftigste der drei Sorten.
Weiter hinten im Garten blüht erneut die “Nostalgie”, auch eine schöne, robuste Sorte.
Flankiert wird sie vom Bambus und und von derzeit blühenden Hibiskussträucher sowie einige Echinaceasorten,
die sich aber bei dem Wetter grad nicht so toll machen.
Ein gefüllter Vielblüher, aber relativ kleine Blüten – da macht’s die Masse.
“Aus dunklem Tann” – um mal Karl May zu zitieren – leuchtet weit hinten im Garten die Tellerhortensie. Eine sehr robuste
Pflanze, die sich unter der Tanne wohlfühlt, wenn sie nur genug Wasser bekommt.
Alles nichts Neues, was ich da zeige, aber bei diesem Wetter doch wenigstens aufmunternd.
. . . und gesundheitliche Probleme haben mich in den letzten Tagen vom Garten ferngehalten. Gestern hatten wir ein richtiges Unwetter, und ich finde, nun reicht es mal wieder mit dem Regen. Dass die Trockenheit dieses Frühjahres mal ausgeglichen werden musste, das war ja klar und auch gut so, aber nun sollte sich der Sommer auch bitte an den Kalender halten. Heute geht es mir wieder besser und am Nachmittag hat’s mich sogar raus in den Garten getrieben. Zugegeben – vermutlich wäre ich nicht in die Beete, wenn nicht plötzlich das Internet ausgefallen wäre, aber manchmal muss man zu seinem Glück auch ein bisschen gezwungen werden. Ich bin also in den Garten und habe mich beherzt über Unkraut & Co hergemacht. Denn das schießt bei soviel Feuchtigkeit und doch recht warmem Wetter in die Höhe wie verrückt. Die Hälfte der Beete rund um den Teich habe ich geschafft. Zum Teil habe ich schon den Frauenmantel zurückgeschnitten, um den Taglilien mehr Freiraum zu verschaffen. Zwei weitere Taglilien, die noch in Töpfchen herumstanden, habe ich eingepflanzt und eine meiner kürzlich erworbenen Dreiblattspieren umgepflanzt. Obwohl Staude, wird diese Pflanze doch während der Vegetationsperiode zu einem kräftigen Busch, dessen Platzbedarf ich beim Pflanzen unterschätzt hatte. Ich bin mal gespannt, ob ich jemals rund um den Teich ein Stadium erreichen werde, wo ich die Pflanzen so lasse, wie sie dann stehen, weil ich endlich mal zufrieden bin. Vermutlich eher nicht ;-)
Viel Buntes gibt es im Moment nicht, aber die Rosen haben zumindest wieder neue Knospen. Hinten im Halbschattenbeet hat die Hortensie die ersten weißen Blüten geöffnet.
Und der kleine Königsschuppenfarn (Dryopteris affinis ‘Cristata The King’), der die letzten beiden Jahren so unglücklich vor sich hin mickerte und den ich vor Kurzem mal umgesetzt habe, der macht sich nun auch *freu*.
Dryopteris affinis “Cristata The King”
Bei diesem Bild (Farn) sieht man im Vordergrund nur allzu gut, dass sich auf jedem kleinsten Fleckchen sofort Klee und andere Unkräuter ansiedeln. Ich habe ja vor allem die diversen Kleearten gefressen, allen voran den roten Hornsauerklee (Oxalis cornuta) und den aufrechten Oxalis fontana. Wobei man letzteren wenigstens gut entfernen kann.
Am Teich bringt derzeit der bunte Schneckenknöterich Farbe ins Spiel. Ich bin nicht sicher, was das für eine Sorte ist, denn die zierlichen Blütenkerzen blühen in diversen Farbschattierungen von weiß bis dunkelrot, was mir richtig gut gefällt. Aber ich glaube, dass es die Sorte “Superbum” ist. die gelben Mimulusblüten muss ich schon wieder zurückschneiden. Die Blüte ist so gut wie vorbei. Teilweise reiße ich die Pflanzen sogar aus dem Kies, denn sie verbreiten sich wie Unkraut.
Polygonum affine “Superbum”- Schnecken-Knöterich
Richtig gut macht sich nun endlich auch der ehemalie Winzbambus, den ich vor zwei Jahren bei P*tschke gekauft habe. Dort bekommt man ein Riesending gezeigt, das auf den Namen “Gletscher-Bambus Green Ice Wonder” hört und bei mir kam dann ein einziges Hälmchen mit 5- 10 Blättchen an. Ich war sowas von sauer, aber das war ich damals ja insgesamt über diesen Händler. Hab auch nichts mehr dort bestellt. Irgendwie muss der Winzling aber so mitleiderregend gewesen sein, dass ich ihn behalten und mir vorgenommen habe ihn aufzupäppeln. Und nun macht er sich tatsächlich. Und ich hoffe sehr, dass er nicht von einer Fargesiasorte abstammt, die in absehbarer Zeit noch ins Blühen kommt. Ich habe allerdings gelesen, dass er mit dem sog. Jadebambus “Fargesia Jiuzhaigou” identisch sein soll und der gilt als blühsicher. Besonders attaktiv wird diese Sorte in späteren Jahren durch die rotgefärbten Halme.
Fargesia nitida “Green Ice Wonder”
Auch ein toller Hingucker – das Stachelschweingras, das links vom Bambus steht:
Miscanthus sinensis “Strictus” - Stachelschweingras oder Zebraschilf
Alchemilla, Heuchera, Hemerocallis
Man beachte die unkrautbefreite Ecke rechts vorne *gg*!!! Aber der Rasen muss schon wieder gemäht werden.
Im Blumenkasten am Wintergarten blühen endlich mal zwei Clematissorten gleichzeitig:
Clematis “Hagley Hybrid” (rosa) und die kleine Clematis viticella “Purpurea elegans” (magenta)
. . . der Schöne oder besser gesagt “die” Schöne macht sich nun doch am Rosenbogen ganz gut. Allerdings halte ich sie nach wie vor für eine Beet- und keine Kletterrose. Immerhin produziert sie eifrig Knospen und blüht sehr schön.

*

Meine neue Tellerhortensie – im Moment noch im Kübel
Der Amselnachwuchs ist unterwegs. Ich könnte ihm stundenlang zuschaun. Eben sah ich eine Amsel völlig platt am Rand eines Beetes liegen, den Kopf verdreht, den Schnabel aufgerissen – und hab mich gefragt, ob da etwa gerade eine Katze dran war. Aber als ich dann auf die Terrasse raus bin, da war sie ganz schnell auf und weg. Die Amsel halten sich heute mit Vorliebe im Rindenmulch zwischen den Bambushorsten auf und es scheint dort jede Menge für sie zum aufpicken zu geben. Und ab und an liegt dann eben von den Jungen mal eine am Rand des Beetes in der Sonne und ruht sich offenbar aus. SONNE? Jaaa – der Sommer ist endlich da, der Himmel blau, die Sonne scheint und angenehm warm ist es auch
.
Bilder aus dem Garten von heute

Zwergteichrose – na also, geht doch!

Hortensie

Duft- und Blühwunder > Kir Royal

Fast schon narkotisierender Duft am Abend – das Geißblatt









