Hummeln
Heute war so richtig Sommer und überall summte und flatterte es. Während die Schwebfliegen nun wieder weniger werden, haben sich zu der Übermacht der diversen Hummeln auch die normalen Honigbienen gesellt. Es gibt sie also noch. Hauptanziehungspunkt – auch für die vielen Kohlweißlinge – sind Katzenminze, blühender Salbei und Verbena bonariensis – das hohe patagonische Eisenkraut. Dort sah ich heute auch für kurze Zeit einen sehr großen, leuchtend gelben Schmetterling – möglicherweise das Weibchen eines Kaisermantels. Ich hoffe, er/sie kommt nochmal wieder und ich bekomme die Gelegenheit diesen schönen Schmetterling zu fotografieren. Sehr seßhaft sind die Falter leider alle nicht. Sie flattern aufgeregt hin und her, und wenn sie mal sitzen, dann meist mit geschlossenen Flügeln. Leider sind Katzenminze und Steppensalbei jetzt schon am verblühen, aber das Eisenkraut wird noch eine Weile Nektar liefern. Und schließlich gibt es ja auch noch andere Blüten.
Honigbiene (Apis mellifera)
Hummeln nach wie vor genug – Erdhummel
Kohlweißlinge an der Katzenminze
Ein Projekt von Barbara
Bei Barbaras Projekt geht es im Juni um Insekten. Bevor ich aus dem Archiv noch ein paar Bilder von Libellen hervorhole, muss ich euch erzählen, was ich heute im Garten entdeckt habe. Ameisen haben ein gutes Dutzend Nester dort. Die sehen aus wie Minimaulwurfshügel – unglaublich! Ich habe immer viele Ameisen im Garten und im letzten Jahr haben sie mir tatsächlich mit ihren Nestern auch Stauden kaputt gemacht, aber im Rasen? Und dann so viele? Da ich nicht vorhanden alle Nester unversehrt zu lassen – ein bisschen Rasen will ich gerne auch für mich behalten – habe ich mal eins aufgedeckt und ein Video gedreht.
Boah – nee – kribbelt es euch da auch überall?
Nesthügel – eins von den kleineren Nestern, etwa handtellergroß
Und hier noch eine kleine Galerie aller Insekten, die ich in diesem Jahr bereits fotografiert habe
(reingeschmuggelthabe ich drei ältere: Distelfalter, Azurjungferpaarung und den Bläuling).
Bitte das erste Bildchen anklicken, dann geht es in größer weiter.
Zu all dem Ameisengekrabbel schwärmten heute am Okrifteler Mainufer noch die Blattläuse – das war fürchterlich. Ich war dauernd mit den Händen am Wedeln. So etwas ähnliches habe ich mal im Taunus erlebt. Seitdem weiß ich, dass es spezielle weiße Fichtenblattläuse gibt.
Bisher waren in diesem Jahr die meisten Insekten, die ich gerne fotografiert hätte, zu schnell für mich. Auch diese Hummeln waren die meiste Zeit schneller in der Brennesselblüte verschwunden als ich fokussieren konnte. Wobei bei näherem Hinsehen der zweite Pelzträger eine Biene sein könnte.
Beobachtet habe ich sie gestern an der Nidda (siehe auch MainZauber Blog “Spiegelungen satt“).
Da hat es mir der Fischreiher schon einfacher gemacht:

Und auch die Ente blieb ganz ruhig sitzen:
Und auf dem Main zogen die Jungschwäne genauso majestätisch ihre Bahnen wie die Alten
. . . ohne Mors, Mors***. Viel blüht im Garten derzeit nicht. Aber was blüht, ist größtenteils von Hummeln belagert. Die dicken Brummer hängen überall, vor allem an den zierlichen Lavendelrispen, aber auch an den diversen Echinaceablüten und den Sonnenhüten. Auch in die “Tüten” der Hostablüten finden sie hinein. Es ist wirklich unglaublich.
*** Zu diesem hanseatischen Ausruf siehe auf den Bombus-Seiten.

Das hier auf der weißen Blüte dürfte eine Helle Erdhummel (Bombus lucorum) sein
Das hier auf der gelben Blüte müsste eine Ackerhummel (Bombus pascuorum) sein
Seht ihr die vielen kleinen dunklen Pünktchen? Alles Hummeln
* * *
Und meine Seerose bekommt eine Blüte (auch wenn sie hier noch nicht zu sehen ist)
Ich dachte immer, man würde die Buddleja auch deshalb Schmetterlingsflieder nennen, weil sie Schmetterlinge anzieht. Also bei uns kommen nur Hummeln, davon aber jede Menge. Ich habe noch keinen Sommer erlebt, in dem es derartig wenig Schmetterlinge in unserem Garten gab wie in diesem. Wobei ich auch letztes Jahr fast nur Kohlweißlinge gesehen habe.

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