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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Insekten

LaGa

An alle Gartenblogger, die normalerweise nur hier lesen: schaut ruhig auch unter dem Datum vom 26.August in den normalen Mainzauber-Blog – Überschrift “Jugendstil”.

Nun aber doch mal zur LaGa selbst. Mir war klar, dass die große Zeit der tollen Blütenpracht vorbei sein würde. So war es auch, vor allem im großen Kurpark waren Blüten Mangelware. Auf den großen Wiesen bergauf zum Kurhaus gab es zwar mehrere Blumenbänder voll mit Zinnien, Spinnenblumen und Dahlien, aber so richtig toll sah das nicht mehr aus. Immerhin habe ich für mich die Zinnien wieder – und die Cleomen (Spinnenblumen) überhaupt entdeckt. Auch sehr viele Verbenen (Patagonisches Eisenkraut) blühte und ich habe mich schon gewundert, dass auch hier kaum Schmetterlinge zu sehen waren. Das war wohl kein Schmetterlingssommer.

Verbena bonariensis und weiße Cleomen


Immerhin hat sich ein Kleiner Fuchs in Szene gesetzt – einen Kaisermantel habe ich noch
gesehen, ihn aber leider mit meinem eigenen Schatten verscheucht. Das war sehr ärgerlich.

Natürlich ist jetzt in erster Linie Dahlienzeit:

Die Sortenbezeichnungen habe ich mir diesmal nicht gemerkt


*

Fleißige Bienchen waren überall am Werk

Die Bilderauswahl lässt vielleicht vermuten, dass die Gärtner dem Trend zur Farbe Lila gefolgt wären, aber das stimmt nicht ganz, es hängt wohl eher von meinem Geschmack ab, was ich fotografiert habe. Aber es war auffällig, dass sehr häufig der purpurfarbene Sonnenhut auftauchte. Den habe ich aber gar nicht fotografiert, weil der sowieso bei mir im Garten blüht. So – jetzt muss ich mich mal ein bisschen dem Haushalt widmen. Zum Abschluß für heute kommt eine eine schöne Hibiskusblüte. Exotische Kübelpflanzen bzw. solche, die nicht im Freien überwintert werden können, wurden auf der Terrasse des Kurhauses zur Schau gestellt.


wird fortgesetzt . . .

Boah

. . . was ist das denn für ein Brummer? Als ich vorhin in der Nähe des Sommerflieders an der hinteren Wasserstelle meinen vom Sturm lädierten Oleander umgetopft habe, fiel mir dieses große und irgendwie gefährlich aussehende Insekt auf:

Nur einige Aufnahmen sind geglückt . . .

. . . auch die nicht alle ganz scharf . . .

. . . aber zum Identifizieren sollte es reichen – also?

Also ich bin ja immer sehr vorsichtig beim “Benamsen” von Insekten, weil ich mich da wirklich nicht auskenne und schon öfter daneben gelegen habe. Aber ich glaube, die hier tut gefährlicher als sie ist. Kann es tatsächlich die Große Waldschwebfliege (Volucella zonaria) oder auch Hornissenschwebfliege sein? Die imponierende Länge des Insekts betrug schätzungsweise 2 cm.

Am Teich tummeln sich endlich auch wieder Libellen. Ich dachte schon, die bekäme ich in unserem Garten in diesem Jahr heuer gar nicht zu Gesicht ( in unserem Garten … in diesem Jahr – das ist umständlich. Die Österreicher sagen stattdessen “heuer”, find ich viel praktischer).

Ein Nachfahre von Fritzi?  > Blutrote Heidelibelle

Ich hoffe, ich kann noch ein paar bessere Libellenbilder machen.

Käfer II

Dieser gestern von mir entdeckte Käfer ist offensichtlich nicht uninteressant. Es handelt sich wohl um den  “Schmalflügeligen PelzbienenölkäferSitaris muralis“, wie ich im NaturfotografenForum erfahren habe. Und er wird derzeit genauer registriert und unter die Lupe genommen. Erstens galt er bis vor einigen Jahre als ausgestorben (habe ich so in einer Zeitung gelesen) und zweitens entwickeln sich seine Larven parasitär in den Nestern von mauer– und erdnistenden Pelzbienen (daher auch der Name). Wer’s genauer wissen will, kann sich dazu auf die Seite von Herrn Lückmann begeben, dem ich meinen “Fund”  jetzt gemeldet habe. In der Insektenbox ist dieser Käfer tatsächlich nicht zu finden. Der Schmalflügelige Pelzbienen-Ölkäfer ist außerdem mit der berüchtigten Spanischen Fliege verwandt und produziert ebenfalls das hochwirksame Reiz- und Nervengift Cantharidin – huch!

Und noch eine schön fotografierte Seite über Insekten gibt es HIER.

Schauerlich

Nein, nicht wirklich. Aber nach dem ersten Starkregen heute Nacht, muss man nun auch tagsüber öfter mal mit einem kräftigen Schauer rechnen. Eben kam grad wieder einer durch, nachdem sich gegen Mittag die Luft wieder auf 30° C aufgeheizt hatte (heute morgen waren es 22°C). Mir ist das recht, solange ich nicht gerade Wäsche draußen hängen habe.

avant1

Am Carport blüht jetzt die Clematis viticella Avantgard – sie ist sehr hübsch, hat aber mit ihren recht kleinen Blüten keine Fernwirkung.

avant2
Das hier ist schon eine leichte Vergrößerung

hortsieschmett

Auf den Blüten von Hortensie . . .

buddbiene

. . . und Buddleja tummelt sich so allerlei.

buddschmett

*

buddspinne

Was man doch so alles entdecken kann

schwebfliege

Schwebfliege auf einem Blatt der Clematis . . .

arctic6709
. . . Arctic Queen, die gerade wieder neue Blüten geöffnet hat. Diese Clematis hat Fernwirkung – und wie!

Insekten

Gute Insekten – böse Insekten, wer will das entscheiden, obwohl man sie auch eher in Schädlinge und Nützlinge unterteilt. Die Wespen in meinem Kompost, die mich so fürchterlich gestochen haben, fallen bei mir derzeit ganz sicher  unter die “Bösen”.  Im Moment kämpfe ich aber einen für mich fast aussichtslosen Kampf gegen Myriaden von Schwebfliegen im Wintergarten. Seit Tagen tauchen unter den Scheiben des Glasdaches ganze Schwärme auf, die da oben sicher raus wollen und nicht können.  Im Prinzip tun die mir nichts, sind sogar eindeutig Nützlinge, weil sie Blattläuse fressen, aber in diesen Massen nerven sie. Wenn man am Tisch sitzt und über dem Kopf schwirrt es rum, dann hat man immer Angst, sie könnten auch im Teller oder der Kaffeetasse landen.  Und das fände ich jetzt nicht so toll.  Meine Absaug- und sonstigen Vernichtungsaktionen – ja, ja – nicht sehr tierfreundlich – sind zwar für ein paar Stunden erfolgreich, aber dann ist der nächste Schwarm da.  Ich vermute, ich muss mal den Riesenficus rausstellen und die Beschattungsstoffe runterholen. Irgendwo muss da doch ein Nest sein. Diese Beschattungsmarkisen, die wir gegen die Mittags- und Nachmittagssonne so dringend brauchen, sind auch eine zweischneidige Sache: auf ihnen sammeln sich die toten Insekten und fallen einem ins Gesicht, wenn man die Teile abmacht – ekelhaft! Inzwischen habe ich aber schon einen Trick raus: vorher stuppse ich mit dem Besenstiel oder ähnlichem von unten solange dagegen, dass sich die Viecher an einem Ende sammeln und dann geschlossen nach unten fallen, wo sie sofort aufgesaugt werden. Also so ein Open Air-Home ist in manchen Sommern nichts für pingelige Leute.

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9. Februar 2012, 06:44
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