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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Lenzrosen

Januarfrühling

Eigentlich habe ich die letzten Wochen nur über’s Wetter gemotzt und auch dieser Monat fing nicht anders an als das alte Jahr aufgehört hat. Gestern zog ein Sturmtief bei uns durch und heute Abend soll das nächste kommen. Bislang war es heute tagsüber aber erträglich bis hin zu richtig schön. Deshalb bin ich auch mal wieder mit dem Fotoapparat in den Garten. Die vielen grünen Spitzen von Narcissus & Co, die schon überall hervorblitzen, habe ich mir gespart, auch die Gänseblümchen im Rasen. Aber es gibt noch mehr.

“Jacob classic” – weiß – blühte im November schon rosa-grün, nun aber endlich rein weiß

Die gefüllte zartrosa Hybride, die mir letztes Jahr im Topf beinahe noch eingegangen wäre, hat sich gut erholt.

Die selbe Pflanze – als fast noch geschlossene Knospe viel dunkler in der Farbe

Und die dauerblühende Pink Frost

*

Auch die Skimmie zeigt schon Ansätze ihre im Winter fest geschlossenen Knospen zu öffnen. Da bin ich
gar nicht so wild drauf, denn dann sehen sie sehr schnell viel weniger attraktiv aus als so knallrot.

*

Die Zierquitte, na ja, die hält sich eh an keine Jahreszeit. Die letzte gelbe Frucht ist gerade erst abgefallen.

So schaut’s aus . . . aber dafür nach wie vor keine oder kaum Singvögel in Sicht. Meisenknödel, Erdnussstangen, Futterhäuschen – alles bleibt bisher ungenutzt. Wenn ich an den Trubel denke, der im letzten Januar dort herrschte, ist das schon ein bisschen trostlos.

Die blühen allerdings nur in der Vase ;-)

Helleborus-Herbst

Das wird ein Lenzrosenherbst und wenn ich Pech habe, dann schau ich im Winter in die Röhre, was Blüten angeht.

Schon seit einigen Wochen blüht im Vorgarten die erste grün-rosa Helleborushybride, seit etwa einer Woche die weiß-roséfarbene neben den Alpenveilchen. Und eben entdecke ich doch an dem Winzling im Vorgarten, den ich erst im Spätsommer verpflanzt habe, die nächste dicke Knospe. Das war ein Pflänzchen, das etwa zwei oder drei Jahre lang an einem zu trockenen Platz vor sich hin mickerte, aber nun am neuen Platz mächtig aufgeholt hat. Auch die stachlige Korsische Nieswurz (Helleborus argutifolius) hat wieder Knospen. Aber die ist immer sehr früh. Übrigens die einzige, die ich vermutlich besser an eine sonnige Lage versetzen sollte. Aber bislang mag sie auch den gegenwärtigen eher schattigen und feuchten Standort.


Links oben die grün-rosa Hybride “Pink Frost“, rechts oben der namenlose Winzling, es könnte “Snow Frills” sein
Links unten dachte ich eigentlich, es sei “Jacob“(war aber beim Kauf reinweiß), rechts unten die Korsische Nieswurz

Im Vorgarten entwickeln sich jetzt richtige Helleborusecken, denn dort gedeihen sie am besten. Eine dunkelrote entwickelt sich von den Blättern jetzt auch sehr schön und ich hoffe auf tolle Blüten. Vielleicht bekomme ich auch Sämlinge, einen glaube ich bereits entdeckt zu haben. Die sind dann zwar nicht sortenrein, aber das ist mir ziemlich egal.

* * *

Grautier

Nein, kein Esel – mal wieder Besuch am Teich:

Die Farbe Gelb

Neulich habe ich im anderen Blog etwas über Amseln und gelbe Krokusse geschrieben – Attacken von denen meine Mutter immer erzählte, die ich aber nie beobachten konnte (und auch nach wie vor nicht kann). Hier einen Nachtrag dazu >>> Der NABU hat dafür folgende Erklärung (Zitat): “An den Reviergrenzen liefern sich Amsel-Streithähne stolzes Imponiergehabe, Drohgebärden mit aufgerissenem Schnabel, hochgerecktem Schwanz, Verfolgungen zu Fuß, kleinen Attacken und flatternden Luftkämpfen, bis sich der Unterlegene davon trollt. Trotz heftiger Kabbeleien kommt es aber kaum zu ernsten Verletzungen. Unter dottergelben Krokussen sind erfahrungsgemäß die größten Verluste zu beklagen. Vogelkundler haben eine Erklärung dafür: Liegt ein Krokusbeet im Grenzbereich zweier Reviere wirken gelbe Blüten als Auslöser für die Amselhähne und sie reagieren ihre Aggression an ihnen ab. Aufblühende Krokusse haben nämlich auffallende Ähnlichkeit mit dem gelborangen Schnabel potenzieller Konkurrenten. Das Verhalten tritt unregelmäßig auf, da es unter anderem von der Witterung und dem aktuellen Amselbestand abhängt.”

Danke an Sara für den Link.

Nee, nee – die will ich doch gar nicht!

Dort oben, das könnte mich reizen

Wie machen die kleinen Meisen das nur? (fragt sich die Amsel)

Es ist erstaunlich mit wie viel Geduld es im Moment die Amseln immer wieder versuchen an die Meisenknödel und Energiekuchen zu gelangen. Das wundert mich umso mehr, als es unweit davon im Futterhaus und auf dem niedrigen Futtertisch darunter jede Menge Futter gibt. Ob es das Angebot an Fett ist, in dem die Körner in den Meisenknödeln stecken? Ich sollte mal versuchen, kleine Fettbröckchen mit auf den Futtertisch zu legen.

Die Elstern dagegen haben das erneute Nahrungsangebot längst entdeckt

Seitdem es draußen wieder knackig kalt geworden ist und die Vögel trotzdem längst mit dem Nestbau beschäftigt sind, füttere ich nochmal kräftig nach. Und sie nehmen es gerne an. Wenn morgens der Futtertisch leer ist, warten sie bereits darauf.

Unsere Katzen laufen wiedermal leicht irritiert auf dem vereisten Teich herum.

Jeanie “on the rocks”

Heute ist ein total verrücktes Wetter! Es ist sehr sonnig, im Wintergarten kommt man ins Schwitzen, aber wehe ich öffne Tür oder Fenster! Draußen bläst ein eiskalter Wind. Vorhin habe ich meine übliche Gartenrunde gedreht und gemacht, dass ich wieder rein kam. Immerhin hat die Sonne im Lauf des Tages den Teich wieder aufgetaut und ich entdecke immer mehr Frühlingszeichen. Allerdings geh ich mal davon aus, dass es auch jede Menge Frostschäden geben wird, weil bei uns ja kein Schnee liegt.

Eisküsschen anstelle von Kro-Küsschen

Bärlauchblätter unter der hohen Fichte

Die gibt es auch als Glückwunschkarte > Klick

Lenzrosen

So, hier kommt die Nachlieferung. Leider ist es heute nass und trübe und so richtig gut sind die Fotos auch nicht geworden. Aber man kann halt nicht alles haben.

Helleborus “Snow Frills”

Helleborus “Pink Frost”

“Frills” – das musste ich erst mal nachlesen – das bedeutet Rüschen, aber auch sowas wie Schnickschnack.

Donnerstag // Lenzrosen

Am Donnerstag soll es im Garten weitergehen, habe ich heute Nachmittag erfahren. Diesmal war ich am Telefon nicht mehr allzu freundlich. Ich fühle mich mittlerweile doch ganz schön verschaukelt. Immer wieder heißt es: die Baumschule hat noch nicht alles zusammen. Ja gibt es denn nur die Eine? Ich war heute Nachmittag mal im Gartencenter Sunflower in Kalbach – das birst regelrecht vor Pflanzen und zwar in allen nur erdenklichen Größen und Qualitäten. Da hätte ich meine Pflanzen für den Garten schnell zusammen. So habe ich mich beschieden und nur ein bisschen bunten Kleinkram mitgenommen für den Vorgarten: ein paar blaue Iris, gelbe Hornveilchen, zwei rote Küchenschellen, eine grünblühende Lenzrose “Helleborus argutifolius corsicus” und ein bissl Steinbrech und Kugelprimelchen für’s alpine Beet. Mein Tulpen vom vorletzten Jahre scheinen nicht wieder zu kommen – sehr seltsam. Da sind nur ein paar einsame Blätter aufgetaucht.

Europäische Marienkäfer gibt es offensichtlich wieder vermehrt. Während ich im letzten Jahr fast nur die asiatischen zu Gesicht bekommen habe, habe ich jetzt schon ganz viele europäische gesehen. Meine Bitterorange mit den Schildläusen habe ich ja jetzt raus gestellt und prompt sitzt ein Marienkäferle drauf. Der GG sagt grade: eins ist aber wenig. Na ja, ich habe ja auch gerade erst fast alle Schildläuse abgekratzt. So toll ist also das Marienkäferbuffet derzeit nicht bestückt.

schildlaus

Diese blöden Schildläuse müsste man fast mit der Lupe absuchen

Morgen mache ich mal ein paar Fotos aus dem Vorgarten. Jetzt blüht ja doch immerhin einiges. Helleborus argutifolius corsicus – die korsische Nieswurz hat ganz andere Blätter als die mir bisher bekannten Lenzrosen. Sie sind auffällig groß und gezähnt, wirken fast ein bisschen stachelig. Was Besonderes ist diese Helleborusart wohl nicht, war auch mit 4,50 Euro außerordentlich preiswert. Aber sie gefällt mir. Ich habe sie zu der weiß blühenden Lenzrose gesetzt und dazu die beiden roten Küchenschellen. Leider  weiß ich nicht, wie meine anderen Helleborussorten heißen. Zwei kann ich vielleicht nachschlagen, die hatte ich im letzten Jahr von einem Versender und die haben bisher noch nicht geblüht. Die Lenzrose mit den rosa-hellgrünen Blüten könnte eine Mallorcalenzrose (Helleborus lividus) sein und die weiße, die ich in diesem Jahr im Körbchen gekauft habe, ist eine Helleborus niger (ohne genaue Sortenbezeichung.)  Eine sehr schöne Übersicht über Lenzrosen hat die Firma Alpine Peters auf ihrer Homepage.

Helleborus lividus ?

Na super: unter “Blümchen bestellt” steht am 6. November 2008 >
Rote Christrosen
Weiße Christrosen
Blaue Leberblümchen
und tiefdunkelrote Etagenprimeln >  jetzt bin ich auch nicht schlauer, aber es gibt immerhin ein Foto, wie sie theoretisch blühen sollen:

Aha – Pötschke hat die noch im Katalog. Die Weiße ist auf jeden Fall eine Helleborus niger, bei der Roten steht Helleborus Hybride “Rubra”. Ob das weiter hilft? Heißt ja auch nur rot. Ist aber eigentlich auch egal. Hauptsache sie blühen und sehn schön aus!

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9. Februar 2012, 07:30
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