Vermischtes
Natürlich habe ich gestern nicht nur Libellen fotografiert, aber ich habe die meiste Zeit mit ihnen verbracht. Ab und an wurden auch Frösche fotografiert, die ihrerseits auf Libellenjagd waren. Aber nicht mit den gleichen friedlichen Absichten wie ich. Bei den Libellenfotos von gestern fehlt das Foto der Großen Königslibelle. Sie war ständig unterwegs und damit beschäftigt im Fliegen Wasser aufzunehmen. Das war eine Sache von 1-2 Sekunden und sofort tauchte ein Frosch an der selben Stelle auf. Ich habe leider nur ein einziges sehr schlechtes Foto von dieser Großlibelle.
Collage mit Teichfrosch und Großer Königslibelle (Anax imperator)
Sooo lang werden die Frösche, wenn sie eine Libelle sehen . . .
. . . und gehörigen Krach machen sie auch (wenn sie nicht gerade auf der Jagd sind).
Irgendwann tauchte eine größere Gruppe Kinder auf, da war’s für mich mit dem Fotografieren vorbei. Aber das war nicht schlimm. Ich habe bestimmt über eine Stunde bei den Libellen verbracht. Es gibt in den Weilbacher Kiesgruben zwei Storchenmaste, die aber noch ganz neu sind und in diesem Jahr noch nicht angenommen wurden. Auf einem hatten sich Rabenkrähen einen Ausguck gesichert.
Blühendes fand ich relativ wenig. Ab und an Mohn, dann Wiesenflockenblumen und viele Königskerzen, weiße Blüten, die an Kamille erinnerten – naja, so genau habe ich bei diesem Spaziergang auch nicht hingeguckt. Mein Augenmerk galt mehr den Schmetterlingen. Davon sah ich in dem Waldstück Richtung Silbersee eine Menge, aber die wenigstens wollten sich von mir fotografieren lassen.

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Der perfekte Moment: zwei Schachbrettfalter (Melanargia galathea) auf der Wiesenflockenblume (Centaurea jacea)
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Auch hier ist das Schachbrett nicht alleine – die gelblich gefärbte Unterseite deutet auf einen weiblichen Falter hin
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Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) brachte mich an den Rand der Verzweiflung. Ich konnte es einfach nicht fokussieren.
Es suchte sich immer Plätze aus – trockene Blätter vor allem – die die gleichen Farben hatten wie der Falter selbst. Und wenn
ich ihn endlich mal fast im Bild hatte, dann flog er auch schon weiter. Die Beleuchtung war im Wald auch leider eher schlecht.
Natürlich war ich auch wieder auf der Suche nach den Kulanen (Wildeseln), die ich ja längst für Phantome halte. Aber immerhin hatte ich das Glück aus der Ferne die halbwilden Kaschmirziegen sehen zu können. Sie kamen gerade aus einem Waldstück heraus, überquerten im Galopp die freie Wiese, um zu einem erneut nicht mehr einsehbaren Bereich zu kommen.
Beim letzten Foto kann man gut erkennen, wie ausgetrocknet die Teiche sind. Hier wurde gerade die Brücke erneuert, wobei ein Geländer fehlt, was aber im Moment ziemlich unwichtig ist, weil man sowieso auf der rechten Seite trockenen Fusses auf die andere Seite kommt. Dennoch sollte das Geländer baldmöglichst montiert werden. Wenn man so gedankenverloren vom Steg aus fotografiert, könnte es schon passieren, dass man einen Schritt zuviel nach hinten macht und fällt. Ertrinken kann man dabei sicher im Moment nicht, sich die Beine brechen aber vielleicht schon.
Libellen
. . . Frösche, Schmetterlinge und mehr konnte ich heute im Weilbacher Naturschutzgebiet fotografieren. Ich habe schon kurz im anderen Mainzauber-Blog etwas darüber geschrieben und ein paar Fotos gezeigt, aber die große Ausbeute kommt hier.
Obwohl die Teiche und Tümpel in der ehemaligen Kiesgrube unter erheblichem Wassermangel leiden, war doch noch einiges zu entdecken. Vor allem zahlreiche Großlibellen bekam ich zu meiner Überraschung vor die Linse.
Die Vierflecklibelle habe ich sehr oft fotografiert . . .
Libellula quadrimaculata – Länge ca.5cm – Flügelspannweite bis über 8 cm
Sie hat mich vor allem wegen des Goldschimmers fasziniert (falls ich am Freitag nichts mehr für das FNNF-Projekt finde,
dann müsst ihr einfach nochmal hierher zurück kommen
Der Große Blaupfeil (Orthetrum cancellatum) hat eine ähnliche Länge und Flügelspannweite
Was für ein Gedränge! Vierflecklibelle und Azurjungfernpaar an einem Binsenstängel
Die Becher-Azurjungfer (Enallagma cyathigerum) gehört zu den Kleinlibellen
Ein Plattbauch-Männchen (Libellula depressa) – der Hinterleib ist eigentlich blauer als auf dem Foto;
beim Weibchen ist der Hinterleib eher braun mit gelben Flecken an der Seite
Mit den schönen Mohnblüten mache ich mal Schluß für heute. Morgen gibt es noch ein paar andere Bilder.
Boah
. . . was ist das denn für ein Brummer? Als ich vorhin in der Nähe des Sommerflieders an der hinteren Wasserstelle meinen vom Sturm lädierten Oleander umgetopft habe, fiel mir dieses große und irgendwie gefährlich aussehende Insekt auf:
Nur einige Aufnahmen sind geglückt . . .
. . . auch die nicht alle ganz scharf . . .
. . . aber zum Identifizieren sollte es reichen – also?
Also ich bin ja immer sehr vorsichtig beim “Benamsen” von Insekten, weil ich mich da wirklich nicht auskenne und schon öfter daneben gelegen habe. Aber ich glaube, die hier tut gefährlicher als sie ist. Kann es tatsächlich die Große Waldschwebfliege (Volucella zonaria) oder auch Hornissenschwebfliege sein? Die imponierende Länge des Insekts betrug schätzungsweise 2 cm.
Am Teich tummeln sich endlich auch wieder Libellen. Ich dachte schon, die bekäme ich in unserem Garten in diesem Jahr heuer gar nicht zu Gesicht ( in unserem Garten … in diesem Jahr – das ist umständlich. Die Österreicher sagen stattdessen “heuer”, find ich viel praktischer).
Ein Nachfahre von Fritzi? > Blutrote Heidelibelle
Ich hoffe, ich kann noch ein paar bessere Libellenbilder machen.
Sonntagsfreuden
Als Nichtkirchgängerin habe ich den sonnigen und warmen Vormittag genutzt, um im Vorgarten mal einiges zu stutzen, während in der Küche das Gulasch allein vor sich hin brutzelte. Der Vorgarten ist in diesem Jahr etwas auf der Strecke geblieben, aber er sah trotzdem ganz schön aus und der Lavendel hat sich wunderbar entwickelt. Heute habe ich ihn zurückgeschnitten, ebenso wie die verwelkte Clematis am Rosenbogen. Die Mahonie musste “abspecken” und auch die abgeblühten Stängel der dunklen Heuchera. Die wird noch geteilt, sie ist riesig geworden. Da unsere Vorgärten bald genauso viel Beetfläche haben wie der restliche Garten, muss ich dort noch einiges tun.
Später bin ich an den Teich und stellte etwas verwundert fest, dass dort Libellen-Hochbetrieb war. Ist das normal, dass sie sich jetzt (nochmal) paaren???
Am Wasser . . .
. . . auf meiner Jacke
. . . und auf der Steinlaterne

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Eiablage zu zweit über dem flachen Wasser
Ich konnte gut beobachten, wie die Eier durch wippende Bewegungen
auf der Wasseroberfläche abgestreift wurden.
Es dürfte sich auf allen Bildern um die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) handeln – das Männchen auffällig rot, das Weibchen eher grünlich.
Irgendwie stört es mich doch ein bisschen, dass bei diesem Design das Motiv mit den Weintrauben in den Text hineinragt. Ich glaube, ich werde es nochmal etwas abändern. Da ist mir die Lesbarkeit doch wichtiger als die Optik.
Mosaikjungfer
Wenn sich eine Großlibelle in unserem Wintergarten verirrt und dann panisch unter dem Glasdach flattert und keinen Weg nach draußen findet, dann macht das einen Heidenkrach, der sogar unseren Katzels Angst einjagt. Garfield ist geflüchtet, Jeanie hat vor Schreck auf den Boden gemacht. Die Flügelspannweite schätzte ich immerhin auf mehr als 10 Zentimeter.


Was zum Teufel ist das? – scheint Jeanie zu fragen?

Ich schätze, es handelte sich um ein Weibchen der Blaugrünen Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)

Ein Männchen wäre an seinen blauen Augen und den blauen Ringen am Hinterleib gut zu erkennen. An unserem Teich habe ich die Mosaikjungfer noch nicht beobachtet.
Auch im Garten ist heute morgen eine Menge los. Es sind wieder viele Singvögel unterwegs, aber so flink und von den noch reichlich an Bäumen und Büschen vorhandenen Blätter versteckt, dass ich nicht zum Fotografieren komme. Das Gleiche gilt für die Eichhörnchen. Sie flitzen wieder vermehrt umher, aber halten nicht einen Moment still.









Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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