Marienkäferinvasion
Die ersten habe ich an den Scheiben vom Wintergarten entdeckt, die nächsten irgendwo im Grünen und dann massenweise am Geräteschuppen hinten im Garten: Dutzende von Marienkäfern waren unterwegs, verschiedene Farben aber offensichtlich alles asiatische. Ich stand recht lange und immer wieder dort, weil dort die Leitung von unseren Regenwasserspeichern endet und ich ein paar Gießkannen Wasser brauchte. Da konnte ich sie beobachten. Wie verrückt sind sie über’s Holz gekrabbelt, an der Clematis entlang, über die Dachpappe . . . aufgeflogen, zurückgekommen, weitergekrabbelt. Diese Massen an Marienkäfern hätte ich im Frühjahr gebraucht, als Alles voller Blattläuse war.
Besonders hübsch sind die Asiaten ja nicht im Vergleich zu den europäischen Marienkäfern, aber sehr effektiv
Auf diesem Bild sieht man übrigens, wie die Wespen dem Holz zusetzen. Was hier wie Käsekruste aussieht, ist
das von Wespen angenagte Holz vom Geräteschuppen.

Und noch einer . . .
Ich werde den Verdacht nicht los, dass die gerade erst geschlüpft sind (bzw. ihre Metamorphose hinter sich gebracht haben)
Die Samen der Clematis viticella “Alba luxurians”
Beziehungsgeschichten: da scheint sich ein neues Kätzchen der Korkenzieherhasel für den ergrauten Schopf
der Clematis “Madame Le Coultre” zu interessieren. Kinder – das hat keine Zukunft!
Noch ein bisschen wilder – je oller desto doller
Ein Kohlweißling hat die letzte Blüte am Salbei entdeckt.
Die Bergenienblätter werden immer farbenprächtiger.
Ich habe schon wieder neuen Mückenschi** an den Fenstern, es ist nicht zu fassen. Aber wen wundert’s? Wenn ich in den Garten rausgucke, tanzen in der späten Nachmittagssonne massenweise Insekten in der Luft. Die glauben wohl alle, dass der Sommer zurück kommt. – Ich geh auch nochmal raus in die Sonne.
Kleiner Streifzug
. . . am Abend. Im Moment ist es sehr feucht im Garten, ein ungewohnter Anblick. Auch heute hat es wieder geregnet, den dritten Tag in Folge. Heute allerdings nicht mehr so stark, jedenfalls hier nicht, im Taunus war’s heftig. Ich war kurz in Bad Schwalbach, das war der reinste Weltuntergang (siehe Mainzauber-Blog). Ich hätte gerne ein paar Naturaufnahmen von dort mitgebracht, aber daran war gar nicht zu denken.
Im Garten gibt es nach wie vor viel zu wenige Marienkäfer im Vergleich mit den vielen Larven, die ich noch vor Kurzem entdecken konnte. Und was da krabbelt ist gelb und eindeutig asiatisch. Rote Marienkäfer sehr ich gar nicht.
Harmonia axyridis – der asiatische Marienkäfer, erkennbar am “M” oder “W” auf dem Kopf
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Was macht ihr denn so mit den Hostablüten? Viele schneiden sie ab, habe ich mal gelesen, um die Harmonie der reinen Blattschmuckstaude nicht zu stören. Bei mir dürfen sie fast alle blühen, nur die ganz jungen nicht. Ich glaube, für die ist es besser, wenn sie nicht zum Blühen und zur Samenbildung kommen. Aber wenn man sich die Blüten einer gestandenen Hosta wie meiner “Big Daddy” ansieht, dann stehen sie doch Lilien in nichts nach.
Bin übrigens nicht sicher, ob es eine “Big Daddy” ist. Jedenfalls ist es eine graublaue
Riesenblattfunkie mit reinweißen Blüten.
Am Teich blüht eine andere Hosta in Zartlila
* + * + *
Clematis viticella purpurea “Plena elegans” blüht nun im Kasten am Wintergarten . . .
. . . und passt dort eindeutig nicht hin. Sie teilt sich den Kasten mit der bereits verblühten “Hagley Hybrid” und das ist erstens zuviel des Guten und zweitens unharmonisch. Mir fehlt noch das gewisse Händchen, die richtigen Sorten zu kombinieren und an den richtigen Stellen zu pflanzen. Wo ich wirklich ernsthaft darüber nachgedacht habe, was wo zusammenpassen könnte, da klappt es auch, wie mit der weißen Madame Le Coultre in der Korkenzieherhasel oder den zwei unterschiedlich lila blühenden Sorten zusammen mit der Rose “Compassion” am Hauseingang. Aber es passiert mir immer wieder, dass ich eine tolle Sorte kaufe und sie dann willkürlich pflanze. Das rächt sich meistens.
“The President” am Hauseingang hat die Pyramidenspitze erobert . . .
. . . die sie sich mit der Kletterrose “Compassion” und der Clematis “Mrs. Cholmondeley” teilt.
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Clematis viticella “Etoile violett” blüht zuverlässig und vor allem zeitgleich mit der weißen Kletterrose “Ilse Krohn” am
Rosenbogen zwischen altem und neuen Haus. Aber irgendwie ist das trotzdem nicht befriedigend, die Blüten sind am großen
Bogen einfach zu unscheinbar. Vor allem gelingt es mir einfach nicht, von der anderen Seite her noch eine Rose oder Clematis
hochranken zu lassen. Entweder sie gehn kaputt oder klettern nicht so, wie sie sollten.
Nicht bestätigen kann ich bei mir im Garten, dass die großblütigen Hybriden grundsätzlich anfälliger für die Clematiswelke wären als die kleinen Sorten. Ich habe Sorten wie die fast unverwüstliche “Pink Fantasy”, die sich seit Jahren hält oder auch “Madame Le Coultre” während einige kleinblütige Sorten durchaus schon eingegangen sind. Auch das Laub der “Etoile violett” sieht von unten her im Moment kriminell aus. Eingegangen ist mir unterm Flieder die “Lady Betty Balfour”, aber dieser Platz ist offenbar ganz, ganz schlecht. Das ist schon die zweite, die dort nichts wird. Ich glaube, die Wurzelkonkurrenz des Flieders ist zu stark. Der treibt ja unentwegt neuen Schösslinge. Es hilft nichts: man muss beobachten und lernen, verändern, beobachten und immer so weiter.
Monster unterwegs
Das ist wirklich ein Blattlausjahr, wie ich es glücklicherweise bisher noch nie zuvor erlebt habe. Seit gestern sind auch sichtbar meine großen Bambussträucher von diesen Viechern befallen. Aber endlich, endlich tut sich was auf der Marienkäferfront >>> die Monster sind unterwegs. Seht selbst:
Marienkäferlarven und -puppen in verschiedenen Entwicklungsstadien
(Es ist leider sehr windig, die Makros sind nicht so scharf, wie ich sie gerne hätte)
Bitte anklicken für größer
Käfer – noch etwas transparent aber sonst fast fertig
Vierfleckiger Kugelmarienkäfer (Exochomus quadripustulatus)
Im Larvenstadium häuten sich die die Larven dreimal, bevor sie sich verpuppen. Die Puppen haben meistens eine bräunlich-gelbe Farbe. Nach etwa 1 Woche schlüpfen die Käfer aus den Puppen. Wir hatten im letzten Jahr, soweit ich mich erinnere, ein Jahr mit sehr vielen Marienkäfern. Da die Marienkäferlarven bei Nahrungsmangel sehr empfindlich reagieren, treten nach einem Jahr mit vielen Läusen und den daraus resultierenden vielen Käfern im folgenden Jahr wenige Käfer auf, da zu wenig Beute vorhanden ist, um die Entwicklung aller neuen Larven zu gewährleisten. Leider haben wir in diesem Jahr zwar viel zu viele Läuse, aber viel zu wenige Marienkäfer. Trotzdem verbiete sich die chermische Keule nun von selbst. Ich hoffe, dass die Bambussträucher wie alle andere befallenen Pflanzen auch, den Lausbefall überstehen und die Marienkäfer bzw. ihre Larven noch ihrer Pflicht nachkommen und jede Menge Läuse vertilgen.
Bisschen früh

Fred Rodrian (* 14. Juli 1926 in Berlin; † 25. Mai 1985 ebenda) war ein deutscher Verlagsleiter und Kinderbuchautor. Ich hoffe, dass keiner seiner Erben etwas dagegen hat, dass ich dieses kleine Gedicht hier verwende. Falls doch, bitte melden. Dann werde ich es sofort entfernen.
Und ich habe mich nicht verhört!!! Die Amseln singen. Wochenlang hörte man sie nur noch zetern und um das Futter streiten – jetzt singen sie wieder!










Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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