Monster unterwegs
Das ist wirklich ein Blattlausjahr, wie ich es glücklicherweise bisher noch nie zuvor erlebt habe. Seit gestern sind auch sichtbar meine großen Bambussträucher von diesen Viechern befallen. Aber endlich, endlich tut sich was auf der Marienkäferfront >>> die Monster sind unterwegs. Seht selbst:
Marienkäferlarven und -puppen in verschiedenen Entwicklungsstadien
(Es ist leider sehr windig, die Makros sind nicht so scharf, wie ich sie gerne hätte)
Bitte anklicken für größer
Käfer – noch etwas transparent aber sonst fast fertig
Vierfleckiger Kugelmarienkäfer (Exochomus quadripustulatus)
Im Larvenstadium häuten sich die die Larven dreimal, bevor sie sich verpuppen. Die Puppen haben meistens eine bräunlich-gelbe Farbe. Nach etwa 1 Woche schlüpfen die Käfer aus den Puppen. Wir hatten im letzten Jahr, soweit ich mich erinnere, ein Jahr mit sehr vielen Marienkäfern. Da die Marienkäferlarven bei Nahrungsmangel sehr empfindlich reagieren, treten nach einem Jahr mit vielen Läusen und den daraus resultierenden vielen Käfern im folgenden Jahr wenige Käfer auf, da zu wenig Beute vorhanden ist, um die Entwicklung aller neuen Larven zu gewährleisten. Leider haben wir in diesem Jahr zwar viel zu viele Läuse, aber viel zu wenige Marienkäfer. Trotzdem verbiete sich die chermische Keule nun von selbst. Ich hoffe, dass die Bambussträucher wie alle andere befallenen Pflanzen auch, den Lausbefall überstehen und die Marienkäfer bzw. ihre Larven noch ihrer Pflicht nachkommen und jede Menge Läuse vertilgen.
Bisschen früh

Fred Rodrian (* 14. Juli 1926 in Berlin; † 25. Mai 1985 ebenda) war ein deutscher Verlagsleiter und Kinderbuchautor. Ich hoffe, dass keiner seiner Erben etwas dagegen hat, dass ich dieses kleine Gedicht hier verwende. Falls doch, bitte melden. Dann werde ich es sofort entfernen.
Und ich habe mich nicht verhört!!! Die Amseln singen. Wochenlang hörte man sie nur noch zetern und um das Futter streiten – jetzt singen sie wieder!
Hochbetrieb im Garten
Amselmännchen und Amselweibchen spielen geraden “Nachlaufen” oder haben die was Anderes vor? In der Ligusterhecke nisten die Rotkehlchen, am Boden picken die Heckenbraunellen, auf dem Zaun wippt ein Rotschwänzchen mit dem Selben, auf der Korkenzieherhasel sitzt das Rotkehlchen und macht hin und wieder einen Ausflug Richtung Futterhäuschen, während sich die Meisen an den betreffenden Knödeln verlustieren – was ein Verkehr! Ach ja – die Elstern baden im Gletschersee und die Marienkäfer erobern die Kräuterbar.

Die gleiche Badewanne mit Grünfink und schon sieht das Wasser ganz anders aus!

Nur meine Katzen dösen. Ich glaube, die waren die ganze Nacht draußen unterwegs.

Ganz schön schwierig, dieses Rotschwänzchen erkennbar als Solches zu fotografieren. Aber die Lichtverhältnisse sind jetzt am Morgen auf der Terrasse auch noch extrem, vor allem wegen der nachbarlichen Garagenwand.
Donnerstag // Lenzrosen
Am Donnerstag soll es im Garten weitergehen, habe ich heute Nachmittag erfahren. Diesmal war ich am Telefon nicht mehr allzu freundlich. Ich fühle mich mittlerweile doch ganz schön verschaukelt. Immer wieder heißt es: die Baumschule hat noch nicht alles zusammen. Ja gibt es denn nur die Eine? Ich war heute Nachmittag mal im Gartencenter Sunflower in Kalbach – das birst regelrecht vor Pflanzen und zwar in allen nur erdenklichen Größen und Qualitäten. Da hätte ich meine Pflanzen für den Garten schnell zusammen. So habe ich mich beschieden und nur ein bisschen bunten Kleinkram mitgenommen für den Vorgarten: ein paar blaue Iris, gelbe Hornveilchen, zwei rote Küchenschellen, eine grünblühende Lenzrose “Helleborus argutifolius corsicus” und ein bissl Steinbrech und Kugelprimelchen für’s alpine Beet. Mein Tulpen vom vorletzten Jahre scheinen nicht wieder zu kommen – sehr seltsam. Da sind nur ein paar einsame Blätter aufgetaucht.
Europäische Marienkäfer gibt es offensichtlich wieder vermehrt. Während ich im letzten Jahr fast nur die asiatischen zu Gesicht bekommen habe, habe ich jetzt schon ganz viele europäische gesehen. Meine Bitterorange mit den Schildläusen habe ich ja jetzt raus gestellt und prompt sitzt ein Marienkäferle drauf. Der GG sagt grade: eins ist aber wenig. Na ja, ich habe ja auch gerade erst fast alle Schildläuse abgekratzt. So toll ist also das Marienkäferbuffet derzeit nicht bestückt.

Diese blöden Schildläuse müsste man fast mit der Lupe absuchen
Morgen mache ich mal ein paar Fotos aus dem Vorgarten. Jetzt blüht ja doch immerhin einiges. Helleborus argutifolius corsicus – die korsische Nieswurz hat ganz andere Blätter als die mir bisher bekannten Lenzrosen. Sie sind auffällig groß und gezähnt, wirken fast ein bisschen stachelig. Was Besonderes ist diese Helleborusart wohl nicht, war auch mit 4,50 Euro außerordentlich preiswert. Aber sie gefällt mir. Ich habe sie zu der weiß blühenden Lenzrose gesetzt und dazu die beiden roten Küchenschellen. Leider weiß ich nicht, wie meine anderen Helleborussorten heißen. Zwei kann ich vielleicht nachschlagen, die hatte ich im letzten Jahr von einem Versender und die haben bisher noch nicht geblüht. Die Lenzrose mit den rosa-hellgrünen Blüten könnte eine Mallorcalenzrose (Helleborus lividus) sein und die weiße, die ich in diesem Jahr im Körbchen gekauft habe, ist eine Helleborus niger (ohne genaue Sortenbezeichung.) Eine sehr schöne Übersicht über Lenzrosen hat die Firma Alpine Peters auf ihrer Homepage.
Helleborus lividus ?
Na super: unter “Blümchen bestellt” steht am 6. November 2008 >
Rote Christrosen
Weiße Christrosen
Blaue Leberblümchen
und tiefdunkelrote Etagenprimeln > jetzt bin ich auch nicht schlauer, aber es gibt immerhin ein Foto, wie sie theoretisch blühen sollen:
Aha – Pötschke hat die noch im Katalog. Die Weiße ist auf jeden Fall eine Helleborus niger, bei der Roten steht Helleborus Hybride “Rubra”. Ob das weiter hilft? Heißt ja auch nur rot. Ist aber eigentlich auch egal. Hauptsache sie blühen und sehn schön aus!
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Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.


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