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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Marmelade

Einmachzeit

Uff – ist das heiss und nicht nur draußen. Heute ging es unseren Sauerkirschen an den Kragen, die waren nämlich fast schon überreif. Stefan hat gepflückt, dann wurde fleißig entkernt, zwischendurch gab’s Milchreis mit gezuckerten Sauerkirschen und schließlich habe ich Marmelade Verzeihung – Konfitüre gekocht. Bei uns heißt es trotz aller EU-Richtlinien Marmelade! Seitdem das letzte Glas aufgebraucht war, habe ich schon sehnsüchtig auf die neuen Kirschen gewartet. So lecker ist halt doch nur selbstgekochte Marmelade aus den eigenen Gartenfrüchten. Und diesmal hab ich den Fruchtbrei auch wie wild durch’s feine Sieb passiert, damit nur nicht wieder Kernsplitter im Saft schwimmen.Wann ist Frühstück?  . . . och, noch einmal schlafen :-(

Wir hatten allerdings in diesem Jahr weitaus weniger Kirschen auf dem Baum als im vergangenen Jahr. Letztes Jahr habe ich noch jede Menge eingefroren, das ging diesmal nicht. In ein paar Tagen dürften die Johannisbeeren reif sein.

Heute Vormittag habe ich mich außerdem erneut ans Unkraut gemacht, aber nu ist Schluss mit lustig. Ich werd mich in den Schatten pflanzen und lesen. Ich weiß nicht, wie der GöGa das schafft, bei der Hitze weiterhin oben im Dach zu werkeln.

Kirschmarmelade

Ich weiß nicht, ob die häusliche Verarbeitung unserer Sauerkirschen unter rein ökonomischen Aspekten so der ganz große Gewinn ist, aber irgendwie war es lustig. Und ich fühlte mich am Ende ein bisschen wie dem “Landleben” direkt aus den Seiten gesprungen. Okay – die Kirschen gab’s umsonst, aber sie mussten gepflückt werden.  Das Waschen im kalten Wasser war die reine Freude, das Entsteinen eine ausgesprochen klebrige und rotsaftige Angelegenheit. Immerhin färbt der Kirschsaft die Hände nicht dauerhaft rot. Sonst hätte ICH rot gesehen! Arbeitszeit für Pflücken und Entsteinen: bestimmt zwei Stunden. Das Mixen ging flott, das Einkochen war schweisstreibend, der Gelierzucker musste gekauft werden, und Stromkosten fallen auch an. Am Ende gab’s 5 große Gläser Marmelade und drei Pötte Kirschen im Gefrierschrank. Und das gute Gefühl, dass die Kirschen nicht am Baum vergammeln.

collkirschmarmelade

Die Marmelade schmeckt lecker, aber ich habe nicht daran gedacht, die Mischung vor dem Kochen nochmal durch ein Sieb zu streichen. Das ist blöd, denn nun gibt es reichlich Kernteilchen (nicht radioaktiv).  Da die Gläser noch auf dem Kopf stehen, hoffe ich, dass sich die schwereren Teile vielleicht oben absetzen und man sie nach dem Öffnen abschöpfen kann. Sonst muss ich ein Warnschild anbringen – allerdings – Zahnärzte wollen ja auch leben . . .  ;-)

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9. Februar 2012, 07:10
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