Herbstlich
. . . erscheint mir heute morgen der Garten. Wie immer habe ich nach dem Frühstück – das wir seit Wochen mal wieder drinnen statt auf der Terrasse zu uns genommen haben - meinen kleinen Gartenrundgang gemacht. Natürlich vermittelt nur das Wetter dieses Herbstgefühl, wir haben ja erst Ende Juli. Aber heute ist es sehr windig, der Rasen noch feucht (an einigen Stellen zeigen sich Pilze) und der Himmel ist bei 22°C bedeckt. Die Temperatur empfinde ich als ausgesprochen angenehm – endlich mal wieder Gartenbuddelwetter
. Die letzten Wochen konnte man ja nur abends mal was machen, ich jedenfalls. Die Blüte der Gartenhibiskusbüsche steht in den Startlöchern. Sobald sich die Sonne wieder zeigt, werden die vermutlich alle aufgehn.
Auch die panaschierte Weigelie blüht noch einmal, sogar stärker als im Frühjahr. Sonst nur ein paar relativ kleine Rosenblüten – Nachzügler gewissermaßen und natürlich weiterhin die Sonnenhüte. Rund um den Teich blüht jetzt in Zartlila eine Pflanze auf, deren Namen ich im Moment nicht weiß. Entweder fällt sie mir noch ein oder ich werde sie fotografieren, sobald der Wind etwas nachlässt. Es ist wohl ein Bodendecker mit viel Laub und kerzenförmigen Blütenständen.
Sorgen macht mir schon seit gut zwei Wochen eine Pieris japonica, die ich zusammen mit einer Zweiten erst im Frühjahr gepflanzt habe. Es ist die rotblühende “Valley Valentine”.
Sie lässt inzwischen alle Blätter hängen und sieht irgendwie krank aus. Die kleine weißblühende in der Nachbarschaft ist kerngesund. Wassermangel kann es nicht sein. Zunächst waren nur die alten Blätter betroffen, jetzt hängen auch die hellen neu ausgetriebenen. Ich kann aber auch keine Schädlinge erkennen. Beide sitzen in der Nachbarschaft von Rhododendren und Heidekraut und werden entsprechend gewässert und gedüngt.
So traurig schaut sie im Moment aus
Kerngesund – die “kleine Schwester” direkt daneben – Pieris “Debutante”
Ich werde sie einfach mal in Ruhe lassen und beobachten. Vielleicht erholt sie sich ja wieder. Immerhin sind die Blätter bisher weder braun geworden noch abgefallen.
Ach ja – die Mäusebussarde sind fort – einfach so verschwunden. Den letzten habe ich noch vorgestern Abend beim Gewitter gesehen, einen Jungvogel, der mit seinem nassen Gefieder kämpfte. Ich vermute, dass nun alle flügge sind und die Familie sich zerstreut hat. Bin gespannt, wann ich mal wieder einen am Himmel kreisen sehen.
Vogelpark Garten
Dieser Ausschnitt gehört zum Beitrag “Primetime” aus dem anderen MainZauber-Blog.
Im Garten habe ich heute Mäusebussarde beobachtet. In den letzten Jahren sahen wir oft Familien weit oben am Himmel kreisen, aber seit diesem Jahr müssen sie irgendwo in der Nachbarschaft genistet haben. Allmählich haben wir den reinsten gefiederten Zoo zusammen und das ganz ohne Volière drumrum. Zunächst waren sie zum Fotografieren zu weit weg, aber kurz vor dem Gewitter ließ sich Einer doch tatsächlich auf der anderen Straßenseite auf dem niedrigen Dach des Nachbarhauses nieder.
Ich würde gerne mal einen der Bussarde an unserem Teich trinken sehen. Ob das mal irgendwann klappt? Wer weiß – denn dass ich diese Greifvögel mal so nahe im bzw. über unserem Garten sehen würde, das hätte ich mir früher auch nicht vorstellen können.
Mehr Idylle gibt es im Vogelpark bestimmt auch nicht
Oder was meinst du, Frau Amsel?
Außer Konkurrenz, weil höchstens als Vogelnahrung geeignet:
eine Florfliege (Chrysoperla carnea)
Die Florfliege habe ich beim Wäsche abhängen entdeckt. Sie saß auf einem T-shirt. Sie hatte übrigens zwei Fühler, hat sie aber so schnell bewegt, dass man hier in der Nahaufnahme nur einen sieht. Wäsche abhängen ist immer spannend, da entdecke ich derzeit immer mal was, im Augenblick meistens Grashüpfer. Da ich heute mal wieder die Bridgekamera im Garten dabei hatte, war es kein Problem schnell von Tele (Bussarde) auf Florfliege (Makro) umzuschalten.











Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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