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Nistkästen

Wohnungssuche

Draußen kommt heute doch mal wieder die Sonne raus – gestern war es ja extrem scheußlich – und die Kohlmeisen sind fleißig dabei das künftige Eigenheim zu besichtigen. Um den Nistkasten im Ahorn gab es heute schon regelrechte Kämpfe. Er ist auch der, den ich am besten vom Haus aus im Blick habe.

Den dunklen im Wäldchen kann ich nur von der Terrasse aus sehen. Aber da sich die Meisen dort immer öfter
in den Nadelbäumen aufhalten, wird der wohl auch begutachtet werden. Er hängt sehr hoch,
deshalb haben dort früher gerne mal Blaumeisen genistet. Im letzten Jahr blieb er allerdings leer.

Bambus/Los geht’s

Unser Bambus hat derzeit wieder total eingerollte Blätter, es regnet einfach nicht. Weil wir das Außenwasser nicht anstellen wollen – zuviel Aufwand für einmal Wässern – habe ich heute schon Gießkannen aus der Küche in den Garten geschleppt. Dabei habe ich festgestellt, dass inzwischen an mehreren Stellen die gelben Krokusse zu blühen anfangen. Diese Farbe scheint wohl zu den frühen Krokussen zu gehören.  Aber auch der Duftschneeball, der schon zum dritten Mal in diesem Winter blüht, öffnet teilweise schon die ersten Blattknospen.

Heute Nacht muss es sehr kalt gewesen sein, so ca. -8° zeigt die Min/Max-Taste am Thermometer an.  Auch in der Früh war’s noch eisig, aber ab 9 Uhr kletterte das Thermometer im Sonnenschein wieder unaufhörlich nach oben. Die Sonne, die bisher nur im Vorgarten zu sehen war, lunzte gegen 11Uhr dann um die Ecke und im Garten herrschte plötzlich Hochbetrieb:  Amseln, Meisen, Tauben, Spatzen waren plötzlich da und genossen entweder ein Sonnenbad oder ein echtes im Teich.

Haubenmeise am Teich

Mich juckt es in den Fingern, aber der Boden ist einfach noch zu nass. Wenn ich über den Rasen laufe, dann sinke ich noch richtig ein und die Socken in den Gartenclogs werden feucht.

Und plötzlich gab’s kein Halten mehr ;-)   Ich habe die Clogs gegen anständige Gummistiefel getauscht und die ersten zwei Stunden im Garten verbracht. Und es gibt wahrhaftig schon jetzt genug zu tun. Belohnt wurde ich mit reichlich blühenden Schneeglöckchen und Krokussen, die in den Beeten unter altem Laub zum Vorschein gekommen sind. Ich habe nun damit angefangen vertrocknete Stauden und Gräser zurück zu schneiden, ebenso die letzten vertrockneten Hortensienblüten. Die Hortensien haben schon wieder neue Knospen wie auch praktisch alle Clematispflanzen und die noch nicht gestutzten Rosen.

Nachdem ich in den letzten Tagen beobachten konnte, dass die Meisen schon wieder fleißig die Nistkästen inspizieren, haben wir heute den neuen Kasten, den ich im letzten Frühling am Carport angebracht hatte, in die große Hainbuche gehängt.  Mir fiel erst relativ spät auf, dass die Arme der geöffneten Wäschespinne fast bis an den Nistkasten reichten und dort am Carport einfach zuviel Betrieb war. Ob der Kasten nun in der Hainbuche akzeptiert wird, das muss sich zeigen. Drei Nistkästen haben wir nun im Garten, alle ziemlich weit auseinander.  Aber bisher war immer nur einer belegt, allerdings durchaus abwechselnd.

Lieblingskasten

Von allen unseren Nistkästen war im zeitigen Frühjahr nur einer belegt. Ein Kohlmeisenpärchen hatte den Nistkasten am Ahorn bezogen, kurz nachdem wir ihn aufgehängt hatten. Das hat uns erstaunt, weil er doch als einziger direkt an der Straße hängt, wenn auch mit dem Einflugloch zum Garten. Das Ausfliegen der jungen Meisen muss ich verpassst haben und hatte schon Bedenken, dass die Jungen bei der Kälte eventuell gestorben sein könnten. Nun aber > der Nistkasten ist ganz eindeutig schon wieder “weitervermietet”, das ist unglaublich, wieder als einziger Nistkasten im Garten. Eben konnte ich einen Vogel beobachten, der erst Katzenhaare aufpickte und damit dann zum Kasten flog. Nur was ist das für einer? Ich tippe mal auf einen Grünfink. Mehr zum Grünfink und sein Ruf: NABU

Oder ist es doch auch wieder eine Kohlmeise? Ein schöner Rücken kann auch entzücken.
Ich hoffe, ich kann ihn demnächst mal mit dem Fernglas beobachten.
Nachtrag: eindeutig Kohlmeise!

In diesem Jahr haben wir auch viele Rabenkrähen, das ist neu für unsere Gegend. Ihr Krächzen war mir wohlbekannt, aber manchmal geben sie auch Töne von sich, die mich an das Gequake von Enten erinnern und mich schon öfter mächtig irritiert hat. Ich habe zeitweise zum Himmel gestarrt und nach fliegenden Enten gesucht (und natürlich keine entdecken können.)

Das Wetter ist heute schon seit dem frühen Morgen traumhaft schön. Ungewohnt früh für meine Verhältnisse hat mich ein Klingeln an der Haustür aus dem Bett geworfen. Ein Mann, der Flos altes Motorrad gekauft hat, stand schon kurz vor 8 Uhr an der Tür. Der Herr Sohn hatte natürlich mal wieder unsere = seine alte Adresse angegeben. Erst war ich etwas angesäuert, dann hab ich mich aber nur noch über das schöne Wetter gefreut und anschließend haben wir mal wieder alle zusammen gefrühstückt, das war auch schön. Immerhin wohnt der Herr Sohn ja nur fünf Schritte übern Hof ;-)

Schon vergeben

. . . oder erstmal gucken? Die ersten Interessenten sind schon da:

Und überhaupt herrscht im Garten reger Flugverkehr, vor allem unter den Elstern, die wie immer in den hohen Nadelbäumen nisten. – Das rote und das schwarze Eichhörnchen haben sich heute morgen rund um den dicken Stamm der großen Fichte gejagt. Das sah witzig aus, ging immer wie eine Spirale hoch und runter.

Mieter gesucht!

Wer hätte das gestern und selbst heute morgen noch gedacht?
Wow – es ist einfach prachtvoll draußen!

Schneereste liegen nur noch im absoluten Schatten . . .

. . . die Affen klettern . . .

Nee, nicht die Affen – wir. Heute wurden die alten Nistkästen gesäubert und sogar noch ein alter aber bislang unbenutzter aufgehängt. Aber für die neuen, die ich heute morgen bestellt habe, finden wir auch noch einen Platz. Der zweite aus Holz hängt nun im uns verbliebenen Ahorn.

Ahorn mit Nistkasten

Und so sieht das aus, was wir beim Säubern entfernt haben – an sich recht sauber.
Einen dicker schwarzer Käfer musste auch noch weichen. Nun müssen die nächsten
Bewohner zwar wieder von vorne anfangen, aber dafür haben sie’s auch sauber!

Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Vogelfamilien sich in diesem Jahr bei uns im Garten niederlassen. Und hoffe sehr, dass die Katzen die Jungvögel in Ruhe lassen. Trotzdem – um diesen Einwürfen gleich mal zuvor zu kommen – werde ich meine Katzen nun nicht bis zum Sommer ins Haus sperren. Zumal sich erwiesen hat, dass unsere nicht in Bäume oder Sträucher klettern, andere wie Linus aus der Nachbarschaft leider schon.

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25. Mai 2012, 04:53
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