Oleander
Mein Oleander (Nerium oleander), steht im Winter immer hinter der Eingangsverglasung auf einer Treppenstufe. Hier fühlt er sich wohl, bekommt Licht und steht weder zu kalt noch zu warm. Meistens blüht er anfangs des Winters nochmal kräftig und dann ist eine Weile Ruhe, bevor er neue Knospen ausbildet. In den letzten Wochen habe ich zum ersten Mal Samenkapseln an ihm gesehen, lange dünne, grüne Schoten, die als Balgfrüchte bezeichnet werden. Und gestern ist eine aufgegangen – dass sie inzwischen braun geworden war – hatte ich gar nicht so richtig mitbekommen. Gleichzeitig gibt es bereits wieder neue Blütenknospen – eine typisch südländische Pflanze halt.

Balgfrucht mit Samen
Einzelner Oleandersamen
Alles Teile vom Oleander sind übrigens giftig! Oleander enthält das herzwirksame Glykosid Oleandrin. Es bewirkt Kopfschmerzen, Übelkeit und Krämpfe in der Stärke des Giftes des roten Fingerhutes. Wusste ich bisher auch noch nicht.
Blühender Oleander – August 2012
Bevor die Pracht vorbei ist, habe ich heute doch mal meinen Oleander am Hauseingang fotografiert. Ich glaube, das ist seit vielen Jahren der erste Sommer, in dem er so prächtig blüht. Sonst hatte er oft nur drei, vier zaghafte Blüten und die anderen kamen – wenn überhaupt – erst nachdem ich ihn wieder ins Haus geholt hatte.
Im Bild seht ihr links unseren Eingang und hinter dem Glas die Treppe nach oben durchschimmern. Auf dieser Treppe steht er im Winter. Dort ist es nicht allzu warm, aber die Sonne scheint zumindest vormittags durch’s Glas und das scheint dem Oleander in der kalten Jahreszeit gut zu gefallen.
Was für eine Mogelpackung war dieser Tag heute doch! Zunächst wunderbar sonnig und warm, dann hat sich gegen Mittag alles komplett zugezogen und ich dachte, ich krieg einen Hüttenkoller, so grau war da draußen alles. Und nun – der reinste Hohn – geht es auf 17 Uhr zu und die Sonne scheint kurz vorm Untergehen wieder. Da habe ich mir nur kurz die Digi geschnappt, um wenigstens im Garten noch ein paar Fotos zu machen.
Die Blätter der Zaubernuss sehen gerade ganz toll aus
Auch einer meiner Rhododendren – der Älteste – bekommt im Herbst regelmässig einige sehr schön gefärbte Blätter.
Die anderen Rhododendren bleiben grün oder bekommen allenfalls mal ein paar gelbe Blätter.
Ein Knaller: der Schlitzahorn am Teich
Eine im Sommer fast langweilige, weil rein dunkelgrüne Hosta sieht jetzt gerade nochmal richtig toll aus.
Meinen Oleander habe ich heute auch wieder ins Freie gestellt. Es ist ja wieder richtig warm geworden und er hat noch so viele Knospen.
Inzwischen stürmt es wie verrückt. Heute Morgen war ich noch im Garten und bin zunehmend von oben mit Ahörnchen, Schuppen der Tannenzapfen und Blättern zuge”schneit” worden. Es ist alles schrecklich trocken, ich hätte nichts dagegen, wenn es nun endlich mal wieder regnen würde. Der Rasen, denn ich heute nochmal gemäht und von Blättern gesäubert habe, sieht so gelb aus wie sonst nur im Hochsommer.
Ein paar kleine bunte Hingucker
Die Beete und Rabatten muss ich – wo noch etwas blüht und wachsen will - nach wie vor gründlich wässern. Erst war es nun wochenlang sehr warm und nun trocknet der Wind alles aus. Täglich gucke ich nach den beiden Clematispflanzen, die ich – welk wie sie waren – schon zurück geschnitten hatte. Nun klettern sie munter und grün wie im Frühling wieder am Rankgerüst hoch und haben reichlich Blütenknospen. Aber ob das nochmal was wird? Vermutlich eher nicht.
Bambus bei Sturm ist unglaublich. Die Halme biegen sich bis zur Waagrechten um im nächsten Moment
wieder unerschütterlich nach oben zu zeigen.
*
Das Mini-Alpinum kann sich inzwischen zu jeder Jahreszeit sehen lassen, wenn ich es nicht gerade
von Unkraut überwuchern lasse.
Und nochmal ein Blick auf den Oleander am Hauseingang: gerade jetzt eine absolute Augenweide
. . . wobei dort vermutlich im Oktober inzwischen alles verbrannt ist. Hier blühen jedenfalls wieder die Rosen. Der Duft der “Compassion” umgibt mich, wenn ich an der Haustür stehe und auch die Clematis dort haben wieder neue Knospen. Und das, obwohl ich vor ca. drei Wochen schon alles zurück geschnitten hatte. Am verblüffendsten ist das im Kasten am Wintergartenfenster zum Vorgarten. Dort waren die Clematis total welk und ich hatte sie komplett auf Erdniveau geschnitten. Nun klettern sie wieder munter in die Höhe.Und der Oleander, der im Sommer nicht blühen wollte, der läuft nun zur Hochform auf.
Aber natürlich gibt es auch im Garten genügend Anzeichen für den nahenden Herbst, nicht nur die Eichhörnchen. An den schattigen, feuchten Stellen, die immer mit Moos bedeckt sind, sprießen munter die Pilze, vor allem wenn im Boden noch alte Wurzeln vorhanden sind. Und inzwischen blühen bereits zwei Helleborussorten. Der Winterduftschneeball hat schon ganz rote Blätter und hat einige Blüten geöffnet.








