Pfingstrosen
Im Garten vollzieht sich gerade die Wandlung eines mehr oder weniger geordneten Frühlingsgartens mit überschaubaren Anpflanzungen zum sommerlichen Wildwuchs. Die Pfingstrosen haben unter dem Starkregen gelitten. Ich habe jetzt gestützt mit allem was ich habe und das, was sich stützen lässt, sieht immer noch ganz nett aus. Rund um den Teich fängt überall Alchemilla an zu blühen, und obwohl ich etliche davon bereits ausgegraben habe, wirkt es noch immer noch sehr üppig. Meine Taglilien haben jede Menge Blätter, aber ich sehe bisher keine Blüten – seltsam. Einige Rosen zeigen jetzt Knospen aber im Vergleich mit der übrigen Blütenfülle ist das bei den meisten nicht berauschend. Allerdings hat die “Kir Royal” viele Knospen und auch die “Ilse Krohn” vorne am Rosenbogen ist ganz gut bestückt. Schon ordentlich am Blühen sind die alten roten Strauchrosen im Vorgarten vom alten Haus. Da sind zwar in den letzten Jahren einige Stöcke vergreist und eingegangen, aber die Überlebenden sind immer wieder schön anzusehen.
“Ilse Krohn” am Rosenbogen . . .
. . . und der Bauernjasmin gegenüber
Mein Hochbeet habe ich heute auf- und ausgeräumt. Der Begeisterung über den ersten Salat und die ersten Radieschen folgt nun Ernüchterung. Der restliche Salat ist geschossen, die Radies wurden plötzlich holzig oder glasig, die Möhren wurden gar nichts und die Blätter und Stängel der Kapuzinerkresse waren von Blattläusen bedeckt – igitt! Mit den Blattläusen am Bauernjasmin habe ich mich ja arrangiert und freue mich nun über die vielen Blüten, aber im Gemüse- und Kräuterbeet mag ich sie dann doch nicht haben. Bin mal gespannt, wie sich Tomaten noch entwickeln, aber wenn wir erstmal in Urlaub sind, gebe ich denen keine große Überlebenschance.
Insgesamt ist der Garten aber ein erfreulicher Anblick, wenn man nicht so genau hinguckt und auch mal alle Fünfe gerade sein lässt. Ich müsste eine Menge tun, aber im Moment bin ich etwas unlustig und schlapp. Ob es vom Wetter kommt oder immer noch von der überstandenen Grippe – so ganz symptomlos bin ich immer noch nicht – mir fehlt für größere Arbeiten die rechte Energie. Und dann steht eben der Urlaub vor der Tür und mir ist klar, dass sich in dieser Zeit niemand groß um meine Pflanzen kümmern wird. Die letzten Jahre habe ich Urlaub um diese Zeit vermieden, aber da spielt der GöGa auf Dauer nicht mit. Und ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust des Gartens wegen grundsätzlich auf Sommerurlaub zu verzichten. Ich hoffe, dass die Herren Söhne ab und an mal ein paar Kübelpflanzen gießen werden, aber größere Illusionen mache ich mir da nicht.
Witwenblume (Knautia) mit Biene

Der Fingerhut hat sich selbst ausgesät und sich dafür einen reichlich dummen Platz ausgesucht. Er steht mitten zwischen den Rhododendren und halb unter einem Ast des Hartriegels. Aber die Bienchen finden ihn trotzdem und das ist für ihn und sie alles was zählt ;-) Bienchen ist gerade weggeflogen . . .
Am Teichrand öffnet die elfengleiche Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) ihre feinen Blüten.
Leider hat ein Teil offenbar zuviel Wasser abbekommen und ist verfault.
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Hinten an der Carportwand habe ich mir nun doch zwei Pelargonien mitgebracht, deren Rot bis nach vorne leuchtet
und die Wartezeit auf die Kletterrose Kir Royal und Clematis Artic Queen überbrückt.
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Wenn man so etwas energielos ist, kann man sich die Zeit ganz gut mit Lesen oder Hörbuch hören vertütteln. Im Moment höre ich “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” von Jonas Jonasson, gelesen von Peter Weis – - ein großartiger, komischer und außerdem noch augenzwinkernd lehrreicher Roman. Ich bin ziemlich lange um das (Hör-)Buch herum geschlichen, bevor ich mich zum Download entschließen konnte, warum weiß ich selbst nicht. Inzwischen bin ich ganz begeistert und kann es nur wärmstens weiterempfehlen. Als Hörbuch gefällt es mir sogar besonders, weil es in Schweden spielt und man die schwedischen Namen wunderbar vorgelesen bekommt. Wobei ich mich wirklich frage, wie man sich bei dem vielen “sch” nicht die Zunge verknotet. Gustavsson habe ich bisher immer ausgesprochen wie es sich schreibt – ach, weit gefehlt. Das klingt so in etwa wie “Güschtavschon” ;-)
. . . am Gartenteich und ich bekomme teilweise nicht raus, um welche Vögel es sich handelt. Es sind wohl Jungvögel, deren Federkleid noch nicht so richtig charakteristisch ist.
Sind das nun drei von der selben Art oder ganz unterschiedliche? Ich tippe teilweise auf Zilpzalp oder auch auf Baum – oder Wiesenpieper. Die Kerlchen waren alle kleiner als Spatzen. Beim letzten Foto könnte es sich auch um eine Dorngrasmücke handeln. Zu den Grasmückenartigen gehören sie alle.
Im Moment ist es im Garten einfach traumhaft schön. Die meisten meiner Rosen blühen, dazu die Bauernpfingstrosen, Glockenblumen, Ziersalbei, diverse Clematisarten und vieles mehr. Auch der Bauernjasmin hat nun die ersten duftenden Blüten geöffnet.
. . . 35°C nach all der Kälte war gestern an Gartenarbeit kaum zu denken. Das muss der Kreislauf erstmal verkraften, zumal es mir zwar wieder besser geht, aber so richtig fit bin ich noch nicht. Ein bisschen schneiden hier und da und am Abend kräftig gießen, war das höchste der Gefühle.
Heute ist es angenehmer. Allmählich kämpft sich die Sonne durch einen noch recht bedeckten Himmel und ein leichter Wind bei um die Mittagszeit nun 24°C ist optimal. Da ich mit dem heiligen Sonntag nicht viel am Hut habe – wobei ich natürlich die Sonntagsruhe in bezug auf lärmende Gartengeräte strikt beachte – habe ich mich am Vormittag gleich mal über eine Gartenecke hergemacht, wo Disteln in Massen ihr Unwesen trieben. Das sieht nun wieder gut aus und ich bin zufrieden ;-)
Garfield hat sich derweil nach dem Mittagsmahl ein gemütliches Plätzchen zwischen Katzenminze und Pfingstrosen gesucht.
Im Moment sieht es im Garten wirklich sehr schön aus, und egal ob groß oder klein, ob bunt oder
Ton in Ton – jede Blüte erfreut doch das Herz – oder?
An der Carportwand verabschiedet sich allmählich die üppige die Blüte der “Blue Princess” und auf die Kletterrose
und die großblumige Clematis werde ich noch warten müssen. Also müssen ein paar Geranien herhalten.
Weiß und PInk habe ich neu gekauft und die überwinterten kommen langsam auch – die blühen dann tiefrot.
Der tiefblaue Himmel ist von gestern. Mich hat dieknallrote Nadelbaumblüte fasziniert.
Dem Hausrotschwanz bin ich schon seit Tagen hinterher, aber er lässt sich nur weit von mir entfernt nieder.
Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)
Jetzt im Frühling ist der weiße Federspiegel auf den Schwingen deutlich sichtbar und sehr dekorativ. Im Sommer kann er völlig verblassen. Noch dekorativer ist der bei uns seltene Gartenrotschwanz, dessen Brust wie bei einem Rotkehlchen auffallend rostrot gefärbt ist.


















