Immer früher
. . . geht nun die Sonne unter. Heute hat sie sowieso erstmal lange gebraucht bis sie zum Vorschein kam. Meine Lust auf Gartenarbeit war auch nicht sonderlich groß, aber dann habe ich mich doch aufgerafft und mich endlich über den großen Lavendel im kleinen Beet im Garagenhof hergemacht. Erst dachte ich, ich käme damit gar nicht zu Rande. Ich habe mich von oben nach unten mühsam vorwärts gearbeitet und die Büsche schließlich kurzerhand auf Stock gesetzt. Die waren einfach viel zu riesig geworden. Entweder überleben sie es oder ich hab Pech gehabt, aber alles Andere hätte wenig Sinn gemacht. Nun kann ich das ganze Beet auf Vordermann bringen und auch wieder ein paar Tulpen- und Narzissenzwiebeln unterbringen.
Der Lavendelschnitt kam wieder auf das leere Beet am Zaun zum Nachbarn. Die Mulcherei funktioniert prima und der Lavendelschnitt duftet auch noch gut. Bis ich hier etwas anpflanze, ist das eine gute Lösung.
Collage mit Keramikkürbis und Reitgras im Abendlicht
Jetzt muss ich mich sputen und die Wäsche abhängen. Trocken wird sie vermutlich nicht ganz sein, aber dann tun es noch ein paar Minuten im Trockner. Es ist 19 Uhr, die Sonne geht langsam unter, und hast du nicht gesehen, ist es dunkel. So schnell geht das jetzt schon wieder.
P.S. Ich seh gerade mal wieder eine Amsel – aber das hat wirklich schon Seltenheitswert.
Extremegardening
. . . oder so ähnlich – also heute habe ich den ersten langen Nachmittag in diesem Jahr mit Gartenarbeit verbracht. Bei milden 11°C kam am Nachmittag die Sonne hinter den Wolken hervor und ich habe mir diverse Scheren geschnappt. Eigentlich wollte ich nur im Vorgarten zwei Sträucher und hinten im Garten den Hartriegel stutzen, aber dann wurde es um einiges mehr. Im Vorgarten habe ich den Bauernjasmin und den Ranunkelstrauch ausgelichtet und etwas eingekürzt. Die richtige Jahreszeit wäre an sich ja der Herbst gewesen, aber jetzt kann ich viel besser beurteilen, was ich wegschneide, weil keine Blätter dran sind. Blühen werden die beiden trotzdem, da bin ich mir sicher. Beim noch relativ neuen Hartriegel konnte ich mich auch in diesem Jahr nicht dazu durchringen ihn richtig komplett runter zu schneiden. Irgendwie trau ich mich nicht. Er hat in der Mitte sowas wie einen Stamm ausgebildet, der ab einem Meter Höhe einen richtige kleine Krone trägt – das habe ich stehen gelassen.
Die Meise guckt mir bei der Arbeit zu,
hinten unter der Tanne kommt der Bärlauch schon zum Vorschein,
rund um den Teich und im Rasen blühen Krokusse und Schneeglöckchen.
Nach den Sträuchern habe ich mich an die Gräser gemacht. Eines der großen Reitgräser war eh schon umgekippt, dabei habe ich gesehen, dass es schon junges Grün hat. Das Reitgras an der Hausmauer sah noch wunderschön aus mit seinen trockenen Blüten, aber bei genauem Hinsehen, bemerkte ich, dass es sogar noch mehr junges Grün an der Basis zeigte. Also nichts wie weg mit dem alten Gras. So habe ich mich langsam durch den Vorgarten gearbeitet und gemerkt, was da schon alles zum Vorschein kommt.
Zierquitte – nach 5 Jahren (drei kleine Stecklinge) endlich ein blühender Strauch!
Die Zierquitte macht mir nun richtig Freude. Geduldig habe ich die letzten Jahre gewartet, bis sich aus den winzigen Stecklingen langsam ein kleiner Strauch entwickelte. Im letzten Jahr habe ich noch geschrieben, dass er zwar Äste bekommt, aber nur 3 – 5 kleine Blüten an der Basis zeigte. In diesem Jahr sieht es richtig vielversprechend aus.
Helleborus “Pink Frost” im Beet
Die Lenzrose “Pink Frost” blüht nun auch – ob sie jemals wieder so prächtig und groß wird wie im letzten Februar im Topf, als ich sie gekauft habe?
Februar 2010 – frisch vom Händler
Einige Winzlinge an “Helleborössern” mickern leider mehr oder weniger vor sich hin, aber mal sehn, vielleicht werden die in den nächsten Jahrne doch noch was. Die Korsische Nieswurz lässt mich immer noch warten, obwohl sie jetzt schon seit Wochen aussieht, als müsste sie jeden Augenblick geradezu explodieren.
Hach ja – es könnte nun ruhig mit dem Wetter so weiter gehen, langsam aber sicher immer noch ein bisschen wärmer und ein bisschen mehr Sonne – das wäre großartig.
Allmählich muss ich die Zinkwanne nun doch neu bepflanzen. Von den Hornveilchen, die mich seit Ende Oktober durch Schnee und Eis hindurch erfreut haben, ist nun nur noch eins übrig. Die anderen standen zu lange im Wasser und sind verfault. Morgen werde ich wohl mal wieder ein Gartencenter aufsuchen, sofern es nicht regnet. Von Aldi habe ich mir heute noch ein Körbchen mit Krokussen mitgebracht, das steht nun zusammen mit der weißen Christrose am Hauseingang. Die Christrose hat jetzt nur noch einige kleinere Blüten. Ich werde sie bald in den Garten setzen.
* * *
Tipp für alle Hostafreunde: Bei Planwerk gibt es auch 2011 einen Frühbucherrabatt, bei dem ab einem Bestellwert von 30,–Euro kein Versand anfällt.
Verbellt . . .
wurde die arme Jeanie heute von einem Grünspecht – jedenfalls würde man das bei einem Hund so nennen *lach*. Der Bursche hat unser Katzel mit einem extrem lauten und agressiven “Kjück-Kjück-Kjück-Kjück” in die Flucht geschlagen. Immerhin wurde ich so auf ihn aufmerksam und konnte zwei ganz schöne Fotos machen. Das entschuldigt doch die Pause von der Pause – oder?

Da keckert er noch vor sich hin

Und guckt anschließend recht befriedigt, dass er die Katz’ verjagt hat.
Ich habe dann gleich mal einen Rundgang durch den Garten gemacht und kann beruhigt vermerken, dass der Regen den Blumen nicht geschadet hat, eher im Gegenteil.
Die Gräser kommen jetzt alle ins Blühen und besonders gefallen mir im Moment die zart rosafarbenen Blütenähren von Calamagrostis acutiflora “Overdam” – vor zwei oder drei Jahren bei Aldi gekauft. Dieses zierliche Reitgras steht mehr aus Verlegenheit denn geplant vor unserer Hauswand, dort wo sich auch der Clematisobelisk befindet. Alle Gräser waren vorher in dem Bereich angesiedelt, wo sich heute Bach und Teich befinden. Im Februar hatte ich sie nur schnell ausgebuddelt und irgendwo eingepflanzt, wo gerade Platz war.

Calamagrostis acutiflora “Overdam”

Unbekannte kleinblütige Clematis am Rosenbogen

Nochmal von Nahem – Durchmesser ca. 5 cm
-eventuell die Clematis viticella ‘Etoile Violett’ -
oder Clematis viticella “Signe” – danke an Clematisspezialistin Elfriede ***
Am Rosenbogen blüht derzeit unermüdlich die kleinblütige, dunkelviolette Clematis, die als “Little Nell” ausgezeichnet war, aber keine Little Nell sein kann. Jedenfalls ist sie ein unermüdlicher Kletterkünstler nd tröstet mich etwas darüber hinweg, dass es mit den Rosen nicht so ganz klappt. Wobei die “Ilse Krohn superior” doch eine Reihe von Blüten und weiteren Knospen hat.

“Ilse Krohn superior”

Rose “Nostalgie”
Die nächste Schönheit steht auch schon in den Startlöchern: die Rose “Nostalgie” – die auch schon mindestens zweimal den Platz gewechselt, das aber offenbar nicht übel genommen hat.
Last but not least öffnet ganz hinten im Garten am Carport im Moment die Clematis “Artic Queen” ihre Blüten. Die hat wohl diese arktischen Temperaturen gebraucht

“Arctic Queen” – eine fantastische gefüllte Blüte
*** Eine tolle Ergänzung wäre die blau/hellblau blühende Clematis viticella “Jenny”, die ich in Elfriedes Blog entdeckt habe. Gibt es z.B. bei Westphal – guckst du hier: Jenny alternativ die Viticella Hybride “Prince Charles“, bei Baumschule Horstmann entdeckt
So, nun mach ich weiter mit meiner Pause







Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




Kommentare