Vor der Hitze
. . . und sogar noch vor dem Frühstück bin ich heute zu einem ausgiebigen Spaziergang aufgebrochen und dabei im Rosarium in Hattersheim-Okriftel gelandet. Im Gegensatz zu früheren Jahren war der Weg dorthin diesmal sehr ordentlich, die Wiesenstreifen gemäht, kein Gestrüpp mehr. In den angrenzenden Felder blühte der Mohn.
Im Rosarium waren fleißige Gärtner zugange, die aber auch keine echte Chance gegen die Hitze haben. Ich konnte in den Rosengängen den Ramblerrosen zuschauen, wie sie ihre Blütenblätter abwarfen.
In den künstlichen Teichen quakten die Fröschen und eine winzige Libelle ließ sich direkt vor mir auf dem Brückengeländer nieder. Im Foto ist sie vergrößert dargestellt.
Bei der Libelle könnte es sich um eine Kleine Binsenjungfer handeln (Länge ca. 30 – 40 mm )
Auf dem Rückweg zum Parkplatz musste ich unbedingt noch in einen kleinen Waldweg einbiegen, der mit dem Duft von Tannennadeln und frisch geschlagenem Holz sowie Vogelgezwitscher lockte. Aber natürlich – es kam, wie’s kommen musste, ich bin prompt mit meinem noch nicht wieder richtig stabilen Knöchel erneut umgeknickt – autsch. Glücklicherweise war’s nicht ganz so heftig wie letzte Woche, ich bin zum Auto zurück gekommen. Nun habe ich ihn mir erstmal wieder bandagiert.
Immerhin hat der GöGa den Gehölzschnitt doch noch selbst geschreddert und da auch die Gartenaufräumarbeiten auf dem anderen Grundstück weitergehen, sieht es in der Ecke derzeit außerordentlich übersichtlich und auch durchsichtig aus – recht ungewohnt. Mal sehn, vielleicht machen wir ja doch noch irgendwas Nettes daraus. Beim Wäsche aufhängen fiel mir vorhin auf, dass die Ecke hinter dem Geräteschuppen sich eigentlich auch noch ganz gut für Rosen eignen würde. Das ist auch so ein verschwiegenes Eckchen, wo noch gar nichts groß wächst. Aber solange es nicht mal regnet, geht gar nichts. Es ist ja alles bretthart und ausgetrocknet.
Aber wenn ich mal das Dauergejammere um die Hitze und die Trockenheit außen vor lasse, dann ist es doch ein Traumwetterchen! Man könnte glauben, wir hätten Hochsommer und im Liegestuhl fühl ich mich wie im Urlaub. Das werde ich nun auch wieder tun und mein Bein wieder etwas hochlegen. Vorhin habe ich noch gründlich geputzt, es staubt ja auch im Haus wie verrückt, – und nun reicht es für heute mit der Hausarbeit.
Rosarium Hattersheim
Weil mich Ilse neulich nach dem Hattersheimer Rosarium gefragt hatte und ich es ihr für einen Kurzausflug empfohlen habe, bin ich mal selbst wieder hingefahren. Und das war gut so, weil ich nun sagen muss: nein, bloß nicht hinfahren, wenn ihr was Besseres vorhabt. Ich weiß nicht, ob den Hattersheimer das Geld ausgegangen ist oder was los ist, aber es momentan mehr als enttäuschend aus. Ich parke ja mein Auto immer auf dem kleinen Parkplatz am Friedhof – ist auch die einzige Möglichkeit – und laufe dann den eigentlich schön angelegten Weg bis zum Rosarium zu Fuß weiter. Schon vor zwei oder drei Jahren habe ich es mal erlebt, dass dort alles von Gras überwuchert war, aber heute war ich wirklich schockiert. Ein Teil der noch im letzten Jahr wunderschönen Rosenstöcke rechts und links des Weges fehlten ganz, die anderen waren von Unkraut halb erstickt und kaum noch erkennbar. Ich weiß nicht, was da los ist, aber es ist fürchterlich. Auch ein Teil der Rosenfelder liegt brach und verunkrautet. Irgendwie fürchte ich, dass das alles Baugebiet wird. Vor und hinter einem Feld wurden große Gerüste aus Stangen in die Erde gebracht, als wollte man da riesige Werbetafeln aufstellen – Horror!

Alles von Gras und Unkraut überwuchert

In ehemaligen Rosenfelder blühen jetzt Kamille und Mohn
Als schließlich das Rosarium selbst auftauchte, kam der nächste Schock. Ein Großteil der Beete scheint Rasen gewichen zu sein und auch hier Unkraut ohne Ende. Es waren zwar zwei Gärtner am werkeln, aber schön sah das alles keineswegs aus, zumal wenig blühte, wenn man mal von der großen Pyramide und den Lauben absah. Lt. Aushang soll wohl am Pfingstmontag dort eine Führung stattfinden, also ich wäre da sehr enttäuscht.

So, bevor ich versuche hier ein paar Bilder reinzupappen – bin wieder im Firefox und weiß nicht, ob er wieder abstürzen wird, werde ich mal zwischenspeichern. Tja – dann eben wieder mit dem Internet Explorer. Sobald ich Bilder hochladen will, stürzt der FF einfach ab.

In den Wildrosenhecken kurz vor dem Rosarium brummt das Leben
Im Rosarium konnte ich einige Libellen und Schmetterlinge fotografieren, das machte die Sache erträglich. Rosen selbst habe ich kaum fotografiert. Es hat sich einfach nicht gelohnt.

Großlibelle im Teich
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wieder vertue, ich schätze es ist eine Grosse Königslibelle (Anax imperator), die größte und schwerste europäische Libelle überhaupt. Also das war schon ein ziemlicher Brummer.

Schmetterling auf Salbei
Den tiefblauen Salbei sieht man immer öfter als Rosenbegleiter. Er stiehlt allmählich dem Lavendel die Schau.

Unbekannte Schönheit am Wegesrand











Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




Kommentare