Hammerhaftes Rot
. . . für Ruthie und immer wieder Teichprobleme.
. . . und die gestern gepflanzten Nelken
Ich bin genervt, die Gartenbaufirma ist genervt und noch immer wissen wir nicht, warum der Teich bzw. Bachlauf ständig soviel Wasser verliert. Das obere Becken ist inzwischen dicht, die Stelle, wo man ein Rinnsal sehen konnte, ist inzwischen auch in Ordnung, aber immer noch verschwindet Wasser. Nun waren heute nochmal drei Mann einschließlich Chef da. Trotz Nivelliermessgerät und Freilegen der Ränder kamen sie noch zu keinem Ergebnis. Jetzt ist die Pumpe wieder abgestellt, das untere Becken voll und der Wasserstand gemessen. Wenn bis Montag kein Wasser verschwindet, wird die Pumpe wieder angestellt. Wenn danach wieder Wasser verschwindet, kann es fast nur noch der Wasser zuführende Druckschlauch in 60 cm Tiefe (frostsicher!) sein. Das heißt dann, dass auch der Rasen wieder aufgebuddelt werden muss. I’m not amused – nicht wirklich! Aber ich will, dass das endlich geklärt und in Ordnung gebracht wird, so kann’s ja nicht weiter gehen. Immerhin konnte ich heute nochmal die Ränder begutachten und meine Sorge, dass in diesem Bereich nicht ordentlich gearbeitet worden wäre, ist wohl unbegründet.
Ich bin heute auch so ziemlich fix und alle. Vormittags habe ich mir den Fussweg mit seinem Unkraut vorgenommen und bin noch lange nicht fertig. Dann habe ich im Garten weitergemacht und mal wieder die Zaunwinden entfernt, die schon in beide Bambuspflanzen und andere Sträucher und Stauden hineingewachsen waren. Vom Dauerklee will ich gar nicht reden. Außerdem habe ich festgestellt, dass meine Begeisterung für die “Geraniümer” wieder nachlässt. Ich finde inzwischen, dass das Pflanzen sind, die nur kurz schön aussehen, wenn sie blühen und danach eigentlich vorwiegend unordentlich. So muss man halt seine Erfahrungen machen und entdecken, was einem gefällt und was nicht. Mein Herz schlägt derzeit für dekorative Blattpflanzen und schöne Gräser ( nebst Clematis natürlich und Rosen).
Das ist die neue Heuchera. Da habe ich euch gestern einen falschen Namen genannt – tut mir leid. Sie heißt “Frosted Violet” und nicht “Velvet Night” – keine Ahnung, wieso mir dieser Name im Kopf rumspukte. Ich finde das Changieren zwischen Grün und Violett wunderschön. Sie sitzt am vorderen Rand des Halbschattenbeetes, das in da Wäldchenbeet übergeht. Dort öffnen nun die ersten Herbstanemonen ihre Blüten. Geht deren Uhr vor oder was gibt das in diesem Jahr?
Herbstanemone “Honorine Jobert”
Die Clematis “Alba luxurians” ist ein echtes Überraschungspaket. Sie blüht nun ununterbrochen seit Anfang Juni und sieht immer wieder anders aus. Im Moment hängen ihre Blüten wie weiße Glöckchen nach unten. Auf dem Foto sieht man aber, dass das typische Grün doch noch ganz leicht vorhanden ist. Ebenfalls weiß erscheinen die Blüten einer Hosta mit goldgrünen Blätter am Teich. Auf dem Foto sieht man, dass sie hellfliederfarben sind – eine ganz typische Farbe für Hostablüten.
Eine ganz abgefahrene Farbe hat die erste im Gemüse-Blumen-Kombibeet erblühte Gladiole – sie sieht in natura aber weniger aufdringlich aus. Direkt hinter ihr steht eine, die wohl in Dunkelrot aufblühen wird, das sieht sicher schön zusammen aus.
So, das war’s für heute. Zu allem Überfluss ist mir vorhin noch ein Bambusblatt ins Auge geschnippst, das ist nicht so angenehm., aber größer passiert ist wohl nichts. Man glaubt das immer kaum, dass sowas möglich ist, wo ich doch Brille trage. Aber wie man sieht . . . gottseidank immer noch sieht . . . es kann passieren.
Auch in Rot
. . . kommt die Lobelie daher, die in unserem Bottichteich auf der Terrasse blüht. Ich glaube, man nennt sie auch Kardinalslobelie. Sie hat einen dunkelroten Stiel, ebensolche Blätter aber leuchtend hellrote Blüten. Sie gehört zu den Glockenblumengewächsen.
. . . und natürlich haben wir auch rote Rosen im Garten!
Rote Blumen
. . . für Ruthie. Oder sagen wir mal: blühende Pflanzen. Der typische Blümchenbeitrag wird das heute mal nicht *gg*.
Da wäre beispielsweise der Amaranth, fotografiert in Arizona bei Montezuma Castle
Amarant ist eine alte Kulturpflanze. Amarant zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Genutzt werden vor allem die Samen der an Hirse erinnernden Körner. Bereits bei den Azteken, Inka (Amaranthus caudatus vorwiegend Kiwicha benannt, diese Bezeichnung wird heute noch in der Andenregion verwendet) und Maya waren die getreideähnlichen Körner neben Quinoa und Mais ein Hauptnahrungsmittel. In fast 9000 Jahre alten Gräbern in Mexiko wurden Samen dieser Pflanzen nachgewiesen.
Die Spanier verboten im 16. Jahrhundert den Anbau von Amarant unter Androhung der Todesstrafe, aufgrund der starken religiösen Bedeutung von Amarant, unter anderem im Rahmen einer kommunionsähnlichen Zeremonie (bei der auch Menschenblut zur Anwendung kam), im Zusammenhang mit einem Fest zu Ehren des Aztekengottes Huitzilopochtli.[1] Diese Maßnahme trug zur allgemein schlechten Versorgungslage bei und ist daher mitverantwortlich für den Tod von Millionen Indios. Nach dem Verbot geriet die Pflanze für Jahrhunderte fast völlig in Vergessenheit. Quelle: Wikipedia
Ähnlich exotisch wirkt auf uns die Rizinuspflanze, die ich euch vor ein paar Tagen im anderen Blog gezeigt habe. Hier kommt das Bild nochmal:
Ricinus communis, manchmal auch Wunderbaum genannt, ist ein Wolfsmilchgewächs und somit wie alle Wolfsmilchgewächse giftig! Wusstet ihr, dass Ricinus “Zecke” heißt (Lat.) Die Bezeichnung kommt daher, dass die Samen der Pflanze (die sog. Castorbohnen) wie eine vollgesaugte Zecke aussehen. Interessant ist, dass das Gift der Samen in deren Schale sitzt. Wird aus den Samen durch Pressung das Rizinusöl gewonnen, so ist dieses ungiftig (wenn auch wie bekannt für die menschlichen Verdauungsorgane ziemlich .. nun ja … anregend).
Das Gift Rizin ist so gefährlich, dass es sogar als chemischer Kampfstoff gilt. 1978 kam es in London zu einem Attentat auf den bulgarischen Dissidenten Markow. Er wurde von einem bulgarischen Geheimdienstagenten auf offener Straße mit einem Regenschirm angegriffen, dessen Spitze mit Rizin präpariert worden war. Markow starb einige Tage später an den Folgen der Vergiftung.
Die Galerie gibt es auch als Picasaalbum, so bleibt das Projekt erhalten, auch wenn es hier im Blog irgendwann vorbei ist.
















Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




Kommentare