Stinkmorcheln
Unsere immer noch recht kleine Zierquitte, die ich aus drei Zweigen gezogen habe, produziert immerhin schon Früchte – merkwürdig knorrige Gesellen allerdings. Und – Überraschung – sie blüht sogar. Das ist ja fast wie im Süden: Früchte und Blüten am selben Strauch.
Dass die Stinkmorcheln sich momentan gleich im halben Dutzend unterm Wacholder in Terrassennähe austoben,
berührt mich bei dieser Kälte nur marginal – im Moment dürfen sei stinken soviel sie wollen.
Meine Gartenclogs trocknen gerade in der Sonne, aber nun ist eh wieder Stiefelzeit angesagt.
Und wenn ich mir das Profil so angucke, dann sollte ich mir wohl im nächsten Jahr mal neue gönnen.
Hach – es ist Sonntag und die Sonne scheint!!! Kalt zwar – aber schön.
In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen mit den herbstlichen Gartenarbeiten frühzeitig anzufangen, damit endlich mal wirklich etwas dabei herauskommt, was mir dann auch im Winter und im Frühjahr gefällt. Im Augenblick ist das Wetter fast ideal, wenn es auch gerade wieder etwas schwül wird und Nieselregen eingesetzt hat. Aber ich konnte gestern und heute Rasen mähen, einige Büsche zurückschneiden und habe gleich alles geschreddert. Das Kleingeschredderte kommt auf die tieferliegende Fläche zwischen Wäldchen hinterm Haus und dem kleinen Zaunstück zum Nachbarn. Ich will da nun endlich mal etwas draus machen, die Schmuddelecke nervt.
Das Abgeschnittene vom Lavendel liegt direkt am Zaun und soll dort Unkraut unterdrücken, das Schnittgut liegt
in dünner Schicht als Mulch auf der gesamten Fläche. Hinten oben steigt das Ganze wieder etwas zum Wäldchen hin an.
Dort liegt sehr viel Fast-Kompost aus Nadelbaumabwurf.
Blick über den unteren Teich zum Carport
Der Gartensalbei blüht noch einmal – ein willkommener Farbtupfer
Vögel höre und sehe ich relativ wenige, von Amseln und Tauben mal abgesehen. Aber immer wieder Schwanzmeisen und heute auch mal einen Gartenrotschwanz. Das fand ich so richtig schade, dass ich den nicht fotografieren konnte. Er sieht um einiges prächtiger aus als der Hausrotschwanz.
Mehr habe ich leider nicht anzubieten . . . und nun regnet es auch richtig.
Inzwischen ist es auch Nachmittag und damit wohl für heute Schluß mit der Gartenarbeit. Auch meine Wäsche muss nun doch in den Trockner – schade. Ein halbes Dutzend Stinkmorcheln habe ich vorhin noch unter dem Liguster ausgebuddelt. Es gibt kaum was Ekligeres im Garten. – - – Ich werde mich mal bei einigen Gartenversendern nach Sträuchern umgucken, die ich jetzt im Herbst noch pflanzen möchte.
Heute musste es sein! Seit Wochen kränkelt unser großer Ficus benjaminii still vor sich. Erstens hat er mehr Wurzelwerk als Erde im Topf und zweitens ist er nun auch noch von Schildläusen geplagt. Er hat in den letzten Tagen massenhaft Blätter verloren. Man konnte schon zugucken, wie die gelb wurden. Nun habe ich ihn zunächst eingekürzt und weitgehend blattlose Äste entfernt und dann ging’s ab in den Garten. Ihn aus seinem Topf rauszukriegen war echt Schwerstarbeit. Mit Grabegabel und Gummihammer musste er gelockert werden, bis mein Mann und ich ihn endlich mit vereinten Kräften aus dem Topf ziehen konnten. Leider habe ich direkt danach noch kein Foto gemacht. Darauf hätte man sehen können, dass die Wurzeln total zusammengebacken waren und exakt die Form des Topfes widerspiegelten.
Hier wird er noch bearbeitet. Ich habe den Wurzelballen mit einem starken Wasserstrahl gelockert und dann wild
zwischen die Wurzeln gestochert, um Luft hinein zu bringen. Zum Schluss habe ich noch einiges an Wurzelwerk
entfernt, bevor er mit frischer Erde in den Topf zurück kam. Einen wesentlich größeren Topf lässt der Platz im
Wintergarten nicht mehr zu. Aber da ich ihn ja auch bei den Ästen reduziert habe, wird er das verkraften.
Da steht er nun und sieht ein bisschen mickrig aus, aber immerhin wieder einigermaßen gerade. Beim letzten Umtopfen war er uns ein bisschen schief geraten. Tropfnass ist er nun vom Sprühmittel gegen Schildläuse und Spinnmilben. Ich lass ihn erstmal draußen auf der Terrasse stehen. Die nächsten Tage wird er noch mit einer Schachtelhalmbrühe zur Stärkung der Widerstandskraft gegossen. Danach sollte es ihm bald wieder gut gehn. Dann kann er im Winter wieder vorwurfsvoll fragen, warum sich im Dach vom Wintergarten kein Loch Rauswachsen befindet ;-)
Mit Stinkmorcheln haben wir uns heute auch wieder abgeplagt. Die wachsen mit Vorliebe in Terrassennähe unter einem Wacholder und zwar so, dass man kaum drankommt. Die erste habe ich heute Morgen entfernt. Danach stank es immer noch. Dann habe ich noch zwei weitere entdeckt – ätzend. Die hat mein Mann dann rausgemacht, wobei er gewaltig unter den Busch kriechen musste. Ich kann das nur schlecht, weil ich seltsamerweise auf die Berührung der Wacholderzweige ganz schnell allergisch reagiere. Und ich finde, es stinkt immer noch :-( Vor allem jetzt aber aus unserem Mülleimer. Es gibt kaum was Schlimmeres als Stinkmorcheln! glücklicherweise kommt morgen die Müllabfuhr.
So, nun geh ich Garten aufräumen.





