Storchschnabel
Es ist ja schon interessant, dass ich mehr Kooperationsanfragen (Links etc.) für diesen Gartenblog bekomme als für meinen Hauptblog. Das hätte ich eigentlich nicht vermutet. Offenbar gibt es hier mehr Klicks und stille Leser als dort. Ich könnte das natürlich analysieren, aber im Grunde interessiert es mich nur marginal. Ich mache weder hier noch in den beiden anderen Blogs viel Werbung, das ist nicht mein Stil. Aber hin und wieder kommt dann doch eine Anfrage ins Haus geschneit, die mich reizt. Neulich habe ich eine solche der Bedingungen wegen für meinen Fotoblog abgelehnt und mich hinterher über mich selbst geärgert – auch das kommt vor.
Heute hat es sich eingeregnet, ich fühle mich leicht krank – dicke Erkältung und schlapp ohne Ende – da bin ich mehr online als sonst. Und es ist wirklich erstaunlich, was man im Internet alles finden kann. Im anderen Blog habe ich heute schon was zum Thema Tablet PC und Online Gutscheine geschrieben. Für den Garten bestelle ich allerdings selten online – zumindest sehr selten Pflanzen. Schon eher mal sowas wie einen Rasenmäher oder Terrassenmöbel. Bestellt ihr Pflanzen online und wie sind eure Erfahrungen damit? Meine sind gar nicht mal so schlecht und trotzdem denke ich immer, dass ich Pflanzen doch lieber persönlich beim Gärtner oder auf einem Pflanzenmarkt kaufe. Die größere Auswahl hat man allerdings schon im Internet, vor allem, wenn man etwas bestimmtes sucht. Ich denke gerade an meinen dritten Bambus, von dem ich so enttäuscht war, als er vor drei oder vier Jahren hier ankam – ein mickriges Minipflänzchen, das ich beinahe gar nicht eingepflanzt hätte. Und in diesem Jahr sieht er plötzlich großartig aus. Noch kann er nicht mit den beiden Großen mithalten, die vom Gärtner gleich groß gepflanzt wurden, aber das wird noch.
Bambus – Fargesia nitida – der “kleine” am Teich
Inzwischen hat es endlich mal aufgehört zu regnen und so sind die Bambusaufnahmen ganz frisch von der Speicherkarte. Dabei habe ich festgestellt, dass sich auch die ersten Storchschnabelblüten öffnen.
Die Namen der Gerani”ümmer” müsste ich erst wieder nachschlagen – ich vergesse sie immer wieder, ist ja auch egal.
Die gefüllte Blüte dürfte aber zu Geranium himalayense plenum gehören, ach ja und die gestreifte ist vermutlich ein
Grauer Storchschnabel “Geranium cinereum ‘Ballerina’ “
♥
Und last but not least – tief im Inneren des Fliederbusches beginnt die Blüte meiner jüngstens Clematis:
. . . gibt es bei uns im Garten bei feuchtem Wetter immer reichlich. Vor zwei oder drei Tagen habe ich wieder die großen, die ich als Wiesenchampignons ansehe, entdeckt. Ich kenne mich aber nicht aus, würde sie also nie essen. Den Knollenblätterpilz kann ich zwar aufgrund der Lamellen ausschließen, aber es gibt noch andere Möglichkeiten. Zuerst sind sie weiß und im ganz frühen Zustand kugelig, nach ein paar Tagen werden sie zunehmend bräunlich, so etwa milchkaffeefarben.
Einem Tier muss es jedenfalls geschmeckt haben. Ich tippe fast auf Schnecken, weil es Schleimspuren gab.
Zwei, drei Tage später . . .
. . . und so sehen sie von unten aus. Es könnte auch ein Karbol- oder Tintenegerling (Agaricus xanthoderma) sein.
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Um ein vielfaches kleiner präsentierte sich dieser Winzling . . .
. . . den ich in Weilbach zwischen Moosen und Flechten fand.
Ohne seine auffällige Farbe würde man ihn sicher komplett übersehen. Er war vielleicht so groß wie ein Glasstecknadelkopf.
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Eine weitere Clematis schmückt die Carportwand – also doch nicht kaputt gegangen,
wie ich im Frühling noch befürchtet hatte: die Clematis viticella “Avant-garde”
Interessanterweise zeigt sie ähnliche grüne Flecken wie die weiße “Alba luxurians”.
Sie durchdringt nun das Laub der im Frühling blühenden blau-weißen “Blue Princess”, die aber immer noch mit ihren “Wuschelköpfen” das Grün schmücken. Ich habe mir aber keinen Gefallen damit getan, sie nebeneinander zu pflanzen, weil sie ganz unterschiedlichen Rückschnittgruppen angehören. Die “Blue Princess” müsste eigentlich jetzt geschnitten werden, was aber wegen der “Avant-garde” nicht geht. Ich werde wohl beide im späten Herbst schneiden und hoffen, dass mir die “Blue Princess” das verzeiht.
Drei brillante Kletterer, kleinblütig aber wunderschön
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In der Mitte: Geranium cinereum ‘Ballerina’ – Grauer Storchschnabel
links oben: Geranium x cantabrigiense ‘Saint Ola’
links unten: Geranium himalayense ‘Gravetye’ – Himalaya-Storchschnabel
rechts oben: Geranium himalayense ‘Plenum’ – Gefüllter Himalaya-Storchschnabel
rechts unten: ??? – vermutlich ein Armenischer Storchschnabel
. . . aber es gibt immer wieder was zu gucken im Garten.
Mohnblüte (Selbstaussaat) am Teich
Ich finde das immer sehr spannend, was sich in einem Garten von selbst einstellt. So manches ist sehr hübsch und dann lasse ich es auch wachsen – Mohn auf alle Fälle. In diesem Jahr vermisse ich Verbena bonariensis, das patagonische Eisenkraut. Das fand sich sonst immer irgendwo.
Mimulus guttatus , die Gauklerblume, hat sich am Teich zurück gemeldet.
Mimulus kannte ich zuerst als Bachblüte, bevor ich mich überhaupt für Pflanzen interessiert habe. Im System von Dr. Edward Bach ist Mimulus die Angstblüte. Sie soll Menschen helfen, die im täglichen Leben sehr ängstlich, wobei sie ihre Ängste klar benennen können. Die andere Angstblüte – gegen unklare Ängste, also solche die nur vage im Raum stehen (von anderen Menschen oft als grundlose Ängste bezeichnet) – ist übrigens “Aspen” – auf deutsch Espe oder Zitterpappel.
Eine meiner niedrig bleibenden Storchschnabelsorten, die ich sehr viel lieber mag als die hohen Sorten, die
immer so schnell auseinander fallen.
Toller Kontrast zwischen Fuchsie in Rot-Lila und der weißen Pelargonie am Carport
* * *
Mal in hellem, fast weißem Rosa . . .
Mal intensiver rosa – eine duftige Wolke an verschiedenen Stellen im Garten
Astilben sind das aber nicht – oder??? Vielleicht werden das ja noch Rispen . . .
Es handelt sich um Filipendula ulmaria – Mädesüß. Jedes Jahr das selbe Rätselraten – tztztz!
Also ich habe eher das Gefühl, dass wir gerade wieder einen Wintereinbruch erleben. Dabei sind die Temperaturen gar nicht mal das Schlimmste für den Garten, aber der Starkregen hat meinen Rosen gewaltig zugesetzt. Gerade hatte ich mich noch über die schönen Blüten gefreut, nun ist fast alles entblättert oder lässt die Köpfe hängen. Es ist schon fast zum Heulen.
Das war gerade noch die “Lady Emma Hamilton” . . .
. . . und das eine Blüte der “Charlotte“
Gut überstanden hat die Nostalgierose das schlechte Wetter. Dadurch dass sie ziemlich schattig zwischen zwei großen Bambussträuchern steht, war sie bislang noch etwas zögerlich in der Entwicklung. Das ist ihr nun zugute gekommen.
Rose “Nostalgie”
Die erste Blüte ist offen, die nächsten Knospen kurz davor.
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Farbe in ein eher dunkles Eck bringt derzeit der Goldfelberich. Der steht zwar eigentlich im Nachbargarten, drängt sich aber immer etwas durch den Zaun. Ich mag das leuchtende Gelb sehr.
Die gelbgrüne Pracht rund um den Teich bringt sowieso nichts um (also – was jammere ich denn eigentlich):

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Ein paar blaue Storchschnäbel setzen noch einen schönen Kontrapunkt:
Geranium himalayense “Plenum” – glaub ich wenigstens – die Farbe stimmt nicht ganz,
im Beet wirkt er etwas mehr violett als hier im Foto
* + *
Ich habe im anderen Blog damit angefangen, eine Bücherkiste anzulegen. Allerdings sind noch keine Gartenbücher erfasst. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen ;-)
Naturfreunde kommen übrigens heute auch im anderen Blog auf ihre Kosten. Gucken unter Rätsel zum Feierabend.
Meine beiden letzten Rhododendronbüsche sind aufgeblüht. Sie haben wunderschöne Farben, etwas zarter als die in knalligem Pink, die inzwischen zum größten Teil schon wieder verblüht sind. Ich mag sie alle, egal ob zart oder knallig, reinweiß oder eher crème-gelb. Einen in echtem Lila haben wir im Vorgarten. Sowas würde auch noch in mein Rhododendronwäldchen passen.
“Madame Le Coultre” hat es wieder mal geschafft: sie hat sich den Weg durch den Blätterdschungel
der Korkenzieherhasel gebahnt und die Sonne erreicht.
Auch die Storchschnäbel haben inzwischen überall im Garten ihre Blüten geöffnet:
Diese hier haben eine tolle Farbe, fallen aber ziemlich auseinander, was dann teilweise doch sehr unschön aussieht
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Zwei sehr zierliche Pflanzen blühen am – sogar schon fast im - Teich: Binsenlilien
Hier die gelbe Variante, die Blaue hat im Moment nur Knospen
Der Garten ist im Moment wirklich eine wahre Pracht, aber leider auch eine sehr trockene Pracht. Ich bin ständig mit Gieskanne und Schlauch hinterher. Theoretisch müsste ich sogar schon den Rasen wässern. Wir haben bereits wieder sommerliche Temperaturen, aber in der Zeitung habe ich heute morgen gelesen, dass eine einzige Nacht mit Minustemperaturen in den letzten Tagen unseren Erdbeerbauern, ebenso wie den Winzern große Ernteverluste bescheren wird. Dieses Jahr haben wir wirklich ein Ausnahmefrühjahr, das nicht allen Menschen Freude bereitet. Ich selbst genieße die Wärme nach der Kälte in den letzten Tagen in Leipzig sehr und habe auch ein Mittel gegen meine Nebenhöhlenbeschwerden gefunden. Da hatte sich in diesem Jahr tatsächlich eine Pollenallergie auf die Erkältung aufgepropft. Seitdem ich nun ein Nasenspray mit einem leichten Cortisonanteil benutze, sind die Schmerzen weg. Ich hatte noch selten Probleme mit Pollen, deshalb bin ich auf diese Lösung erst spät gekommen. Als mir aber anhand der übrigen Symptome klar wurde, dass mir ein Antibiotikum wohl kaum helfen würde, blieb an sich nur die allergische Komponente übrig. Jetzt müssen nur noch die rheumatischen Beschwerden wieder aufhören, dann geht’s mir wieder richtig gut und der Sommer kann kommen ;-)










