Sumpfdotterblumen
. . . ist eine Textzeile aus einem alten Lied, das mir gerade einfällt. Ein Revolutionslied, glaube ich. Also, trotz der Frostschäden – auch einige Bergenien hat’s erwischt - war der Tag heute wieder sehr schön. Am Nachmittag habe ich einiges im Garten gemacht und festgestellt, dass doch noch Vieles blüht und gedeiht.
Die Kuhschellen haben ja ein warmes Mäntelchen – denen geht es gut.
Auch die Bergenien, die noch nicht auf langem Stiel standen, halten sich tapfer.
Den Forsythienblüten hat der Frost offenbar nicht geschadet.
Die Zierquitte, die den ersten Kälteschock vom Februar mit neuen Blüten beantwortet hat,
zeigt sich nun auch eher unbeeindruckt – ich hoffe, das bleibt so.
Blau in rauhen Mengen – nur so wirken die Traubenhyazinthen und werden Jahr für Jahr mehr.
Die dunkelroten Lenzrosen brauchen dringend einen anderen Standort . . .
. . . und das Eichhörnchen unbedingt nochmal Futter.
Die Strauchpäonie / Baumpfingstrose hat schon dicke Knospen.
Im Teich blühen die Sumpfdotterblumen . . .
. . . demnächst wohl auch das Wollgras und vor allem sprießen dort Unmengen von “Ahörnchen” im Flachwasser. Ich bin heute Nachmittag durch’s Wasser gestiefelt, um jede Menge davon rauszureißen und gleich auch noch Algen zu entfernen. Nun sieht es wieder manierlich aus. – Auch die Hostaspitzen (Funkien) kommen jetzt plötzlich überall aus der Erde.
Ach ja:
Das war ´ne heiße Märzenzeit
trotz Regen, Schnee und alledem
Nun aber, da es Blüten schneit
nun ist es kalt, trotz alledem
Trotz alledem und alledem
trotz Wien, Berlin und alledem
Ein schnöder scharfer Winterwind
durchfröstelt uns trotz alledem.
Text: Ferdinand Freiligrath, 1848

