Taglilien
Auch das noch! Die Taglilien (die kleinen gelben) blühen auch nochmal. Heute war bei mir ein ausgedehnter Gartenarbeitstag und am Ende bei einem Rundgang seh ich tatsächlich Knospen und eine Blüte an den gelben Taglilien. Diese Sorte (Hemerocallis ‘Stella d’Oro’) ist zwar nicht so prächtig wie die großen Taglilien, aber sie blüht im Sommer wochenlang immer wieder. Und wie man sieht – auch noch im Herbst. Bei den Rhododendren sind die anderen Knospen bislang geschlossen geblieben. Ich hoffe, dass die eine Blüte nur ein Ausreißer ist.
Kann sich bei diesem Traumwetter doch immer noch sehen lassen
Nach dem Rasenmähen bin ich erneut im Teich herum gestiefelt, habe Laub rausgeholt und die Ränder auch ein wenig von ausufernden Wasser- bzw. Sumpfpflanzen gesäubert. Dann habe ich den Teich nochmal ein bisschen aufgefüllt und bei der Gelegenheit auch die Bambussträucher gründlich gewässert. Es hat heute richtig Spaß gemacht im Garten zu werkeln und es gibt immer noch reichlich zu tun.
Das Laub der Bergenien wird immer schöner.
Auch einige Alchemillapflanzen blühen nochmal – ich habe sie schon mehrfach zurückgeschnitten. Es scheint sie
wirklich zum weiteren Blühen anzuregen. Das Selbe gilt für den Steppensalbei und die Katzenminze.
Die Gräser blühen unermüdlich, zumindest die, die sich in diesem Jahr schon gut entwickelt haben.
Lückenfüller Heidekraut – wo sich jetzt die Hosta verabschieden, bietet die Heide im trockenen Bereich unter der Tanne
noch ein ganz schönes Bild.
Es sind nur wenige Pflanzen, aber ich werde diesen Bereich zum Heidebeet ausbauen. Der saure Boden bietet sich ja geradezu an, wie ich an den Rhododendren und der Glöckchenheide (Pieris japonica) immer wieder feststellen kann. Gras und Blätter auf dem Foto sind übrigens nur eine dünne Schicht aktueller Rasenschnitt. Sonst findet man dort nur Tannennadeln und die Schuppen der Zapfen.
Jetzt geh ich noch Wäsche abhängen und dann ist gut für heute. Ach ja- einen ersten einsamen Kranich habe ich heute am Himmel gehört und gesehen. Das war wohl die Vorhut.
Ich werde ganz entschieden zum Schwebfliegen-Fan. Sie sind hervorragende Objekte für die Makrofotografie. Anders als andere Insekten nehmen sie nämlich kaum mal vor dem sich annähernden Objektiv reißaus – großartig!
Die Makros in groß könnt ihr im Fotoblog ansehen . . . Tagesfoto(s) von heute.
* * *
Zwischen Schneeweißchen und Rosenrot
*
Ein kleines Drama hat sich gerade abgespielt, dessen Ausgang ich noch nicht kenne. Es muss eine Jungamsel gewesen sein, die offenbar über mir an den Balkon geflogen ist und fast wie ein Stein fiel. Jeanie raste zur offenen Tür, ich hinterher, aber von dem Jungvogel war nichts zu sehen. Kurze Zeit später saß dann ein Altvogel mit Würmern im Schnabel minutenlang suchend auf einem Ast der Kiefer. Stellt sich die Frage, wo ist der Jungvogel hin verschwunden? Jeanie hat ihn nicht, das ist sicher. Aber es streunen heute reichlich Katzen durch die Gärten, wieder mal neue dabei, die ich nicht kenne und auch die üblichen Tatverdächtigen. Gegen Mittag war ein Amsellärm bisher ungehörten Ausmaßes im Nachbargarten. Aber auch eine “fiepende” Amsel. Kennt ihr das Geräusch? Ich habe es schon manchmal gehört und mich gefragt, ob ich eine Maus im Wohnzimmer habe. Heute konnte ich eindeutig eine Amsel als Geräuscherzeuger festmachen. Ein ganz hohes, feines Fiepen – hätte ich nie einer Amsel zugeordnet, wenn ich sie nicht dabei beobachtet hätte.
Der/die “Fiepende” (männliche Amsel)
“Fette Beute” – die suchende, männliche Amsel mit Insekten im Schnabel
Im Garten ist immer was los. Heute Morgen – ich habe es im anderen Blog schon erzählt – konnte ich ein Eichhörnchen beobachten, das durch den Garten wuselte und immer mal Station hinten am Carport machte, bevor es wieder in der Tanne verschwand. Ich habe mir dann mein Fernglas geholt und festgestellt, dass es das neulich von mir per Handschere abgeschnittene hohe Gras zwischen den Stäben des Rankgitters hervorklaubte, zu einem Bällchen zusammenrollte und davontrug. Das sieht nach Nistbaumaterial aus. Aber jetzt? Vielleicht werden da schon die neuen Kobel für den Winter gerichtet. Bei Wikipedia habe ich Folgendes gelesen: Der Bau eines Kobels dauert etwa drei bis fünf Tage. Da es recht häufig vorkommt, dass die Tiere wegen Parasitenbefall oder Störungen umziehen müssen, bauen sie zwei bis acht Nester und nutzen diese stets gleichzeitig. Dabei wird unterschieden zwischen Schlafkobeln für die Nacht und Schattenkobeln für Ruhephasen am Tage.
Allmählich setzen sich die Sommerblumen durch und der Garten wird erneut bunt.
Vor allem die Taglilien rund um den Teich bringen viel Farbe ins Spiel.
Diese Taglilie in Feuerfarben ist natürlich ein echter Hingucker. Wisst ihr, dass es Tagliliensorten gibt,
für die die Züchter und Händler mehr als 100 Euro verlangen? So teuer waren meine nicht.
*
Diese ist weniger spektakulär aber auch sehr schön.
Ich möchte noch mehr Taglilien pflanzen, dafür müsste aber etwas Anderes weichen.
Mal schaun, wo ich mir Platz schaffe. Auch die neuen Beete werden immer dichter und bunter – das macht richtig Freude.
Hier blühen gerade Knautien, Lavendel, Steppensalbei und eine niedrige Rose. Von dem hohen
patagonischen Eisenkraut sieht man nur die Stängel. Dahinter müssen noch Gräser hochwachsen.
Ich vertraue auf die kommenden Jahre, sonst sieht das nichts aus.
Steppensalbei und Bodendeckerrose
Am Carport hinten hat die Kletterrose “Kir Royal” einen Höhenflug hingelegt, der mir weniger gefällt.
Es gibt keine seitlichen Triebe mit Blüten, das sieht nicht so schön aus.
Da ist nichts mit Schnuppern und zum Fotografieren der Rosenblüten brauch ich schon fast eine Leiter.
Auch die weiße Clematis “Arctic Queen” blüht immer noch, während ihr Laub langsam gelb wird. Mir gefällt die Anordnung am Carport nicht mehr so gut,
zumal die Geranien in den Töpfen der Rose und der Clematis ein bisschen die Schau stehlen. Eine Kombination aus Rose und Clematis sieht eindeutig am besten aus, so wie ich es vorne im Hof am Rosenbogen gemacht habe. Am Carport steht die Rose links, die Clematis rechts, das ist nur richtig schön, wenn es üppig genug ist. Und davon kann in diesem Jahr leider keine Rede sein.
Ob ich sie mal umpflanzen soll, näher an die Kletterrose ran?
Von dieser Segge habe ich in den beiden neuen Gras- und Staudenbeeten zehn Stück gepflanzt. Und diese Eine hat sich unsere Jeanie zur Lieblingsabnagesegge erkoren. Das ist doch irre. Ich weiß ja schon lange, dass unsere Katzen Ziergräser jedem normalen Gras vorziehen, aber das ist der Hammer!
Wenn es denn mal aufhört zu regnen oder zu stürmen und ich durch den Garten gehe, kann ich immer wieder feststellen, dass das miese Wetter den Pflanzen offenbar sehr viel mehr behagt als mir – wenn ich nicht gerade an Edelrosen denke. Aber rund um den Teich wächst und gedeiht die Pflanzenwelt besser als je zuvor. In diesem Jahr schwingt sich sogar der Blutweiderich zur Blüte auf. Dem war es sonst dort wohl zu sonnig und zu heiß. Und meinen Minibambus werde ich bald nicht mehr so nennen können/dürfen. Unglaublich, was der in diesem Jahr an Höhe und Volumen zugelegt hat.
Bambus (Fargesia muriela nitida) mit Katzenminze im Vordergrund und ganz links das Stachelschweingras
Mal zum Vergleich:
Wer die Story noch nicht kennt: ich hatte den Bambus im Versand bestellt und als das Pflänzchen, das im Katalog so prachtvoll aussah (Pö*sch*e) ankam, hatte ich gerade mal einen dünnen Stiel in der Hand. Ich hätte es beinahe in die Tonne gestopft. Ich hab’s dann hinter den großen Findling gepflanzt, fast sicher, dass ich es irgendwann mit Unkraut verwechseln und rausreißen würde. So kann man sich täuschen. Aber ich finde nach wie vor, dass es eine Frechheit ist, so eine Pflanze überhaupt zu verkaufen. Mit diesem Versender hatte ich sowieso nur Frust. Dass sich der Bambus nun doch noch so toll entwickelt, ist natürlich eine große Freude. Seht ihr noch was vom Findling?
Hier blüht der Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis). Der Bambus im Hintergrund ist einer der beiden,
die von Anfang recht groß gepflanzt wurden. Aber auch sie haben inzwischen doppelte Höhe und doppeltes Volumen.
Nach den kleinen gelben Taglilien blühen nun auch nach und nach die anderen Sorten auf.
Also ich habe eher das Gefühl, dass wir gerade wieder einen Wintereinbruch erleben. Dabei sind die Temperaturen gar nicht mal das Schlimmste für den Garten, aber der Starkregen hat meinen Rosen gewaltig zugesetzt. Gerade hatte ich mich noch über die schönen Blüten gefreut, nun ist fast alles entblättert oder lässt die Köpfe hängen. Es ist schon fast zum Heulen.
Das war gerade noch die “Lady Emma Hamilton” . . .
. . . und das eine Blüte der “Charlotte“
Gut überstanden hat die Nostalgierose das schlechte Wetter. Dadurch dass sie ziemlich schattig zwischen zwei großen Bambussträuchern steht, war sie bislang noch etwas zögerlich in der Entwicklung. Das ist ihr nun zugute gekommen.
Rose “Nostalgie”
Die erste Blüte ist offen, die nächsten Knospen kurz davor.
*
Farbe in ein eher dunkles Eck bringt derzeit der Goldfelberich. Der steht zwar eigentlich im Nachbargarten, drängt sich aber immer etwas durch den Zaun. Ich mag das leuchtende Gelb sehr.
Die gelbgrüne Pracht rund um den Teich bringt sowieso nichts um (also – was jammere ich denn eigentlich):

*
Ein paar blaue Storchschnäbel setzen noch einen schönen Kontrapunkt:
Geranium himalayense “Plenum” – glaub ich wenigstens – die Farbe stimmt nicht ganz,
im Beet wirkt er etwas mehr violett als hier im Foto
* + *
Ich habe im anderen Blog damit angefangen, eine Bücherkiste anzulegen. Allerdings sind noch keine Gartenbücher erfasst. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen ;-)
Naturfreunde kommen übrigens heute auch im anderen Blog auf ihre Kosten. Gucken unter Rätsel zum Feierabend.














