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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Tauben

Am Futternapf

Es ist wieder reichlich kalt geworden und ich fülle wieder den Futtertisch und das Vogelfutterhäuschen auf wie im dicksten Winter. Und es wird gerne angenommen. Allerdings sind es jetzt nur noch wenige Arten, die ich zu Gesicht bekomme. Viele Vögel, die ich im Dezember und Januar beobachten konnte, sind wohl weitergeflogen. In erster Linie seh ich reichlich Kohlmeisen, Amseln, Türken- und Ringeltauben.

Die Amsel schafft es ins Vogelhaus hinein – die Taube nicht

Aber es ist ja reichlich da und man verträgt sich sogar

Allerdings kann ich wie schon im letzten Jahr auch ein paar verrückte Amseln beobachten, die versuchen sich ihr Futter an den Meisenknödeln zu holen. Das klappt natürlich gar nicht und ich denke, dass der Kraftaufwand in keinem Verhältnis zur Körnermenge steht, die dabei vielleicht hin und wieder abfällt. Aber sie versuchen es immer wieder. Mal in dem sie vom Boden hoch fliegen, aber auch, indem sie auf einem Satz oben drüber sitzen und sich Richtung Meisenknödel fallen lassen. Irgendwie hat man den Eindruck, dass sie sich schon was dabei denken.


*

* * *

Übrigens: ab sofort bietet der Frankfurter Palmengarten auch wieder eine Frühlingsblumenausstellung an

Von Tannen

. . . und Tauben handelt dieser Beitrag.  Dass ich seit jeher Schwierigkeiten habe zu bestimmen, ob ich vor einer Tanne oder einer Fichte stehe, habe ich kürzlich erst geschrieben. Und bisher hat man mir immer versucht das an den Nadeln klar zu machen. So hieß es in den Kommentaren zu Bildern von unserer riesigen Nordmanntanne auch immer, das sei aber eine Fichte. Konnte ich mir nie vorstellen, denn dieser Baum stand vor 30 Jahren als kleiner Weihnachtsbaum in unserem Wohnzimmer. Seit gestern weiß ich nun definitiv, dass es eine Tanne ist – und zwar wegen der Zapfen! Eine Tanne wirft nämlich anders als die Fichte keine Zapfen ab.  Diese lösen ihre Schuppen bereits am Baum ab und lassen sie zu Boden segeln. Übrig bleiben die typischen “Antennen”, die man auf dem folgenden Foto sehen kann.

Um dieses Prachtstück geht es:

Gerade nach dem letzten (2009) Sommer bzw. Winter war dieser Schuppenabwurf bei uns überdeutlich zu erkennen. Der Boden im Umkreis von ca. 2m im Durchmesser war im Bereich der Tanne mit diesen Schuppen geradezu übersät. Am boden liegende Zapfen habe ich dort noch nie gesehen, obwohl der Baum im Sommer ja prächtige Exemplare ausbildet. Nun ist das also auch ein für alle Mal geklärt und ich kann zumindest im Winter nun Tannen von Fichten unterscheiden.

Nachtrag: Nein, wir haben da keine Lichter dran, dafür müssten wir einen Kran haben. Die Brandmauer gehört zu einem Haus mit Hochparterre und drei Stockwerken. Die Tanne ist locker zwischen 12 und 15 Meter hoch.

Und was ist mit den Tauben? Ach ja, die stehen einigermaßen betröppelt im Teich herum – es schüttet nämlich heute schon den ganzen Tag. Da denken sich die Tauben vermutlich: wenn schon nass, dann gleich in den Teich.

Jeanie / Vögel

Wenn unsere Jeanie Tauben beobachtet, wird sie immer ganz aufgeregt. Dann gibt sie Töne von sich, die man sonst nie hört. Es sind wirklich Töne, die ausschließlich Taube bedeuteten, das ist echt witzig. Tauben sind ja als Beute viel zu groß, aber offenbar sehr reizvoll. Wenn sie sich an kleinere Vögel anschleicht – die sie glücklicherweise nie (oder jedenfalls fast nie)  fängt – dann ist sie total ruhig, ganz Raubtier und würde niemals irgendwelche Töne von sich geben.

*

Das Objekt der Begierde

*bibber*

Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Vögel auch bei dieser Kälte an fließendem Wasser interessiert sind.
Ich vermute mal, hier handelt es sich um einen Star, die bekomme ich selten zu Gesicht.

Ich freu mich – im Gegensatz zum letzten Winter scheint dieser wieder ideal zu werden für Vogelbeobachtungen.

Vom Winter

. . .  zurück in den Frühling hat uns der Sonntagmorgen katapultiert – jedenfalls hatte man so den Eindruck.  Weiterlesen hier . . .

Tauben im Garten

An sich mag ich Tauben nicht sonderlich, jedenfalls nicht die dicken Stadttauben mit den kleinen Köpfen. Stadttauben??? Diesen Begriff gibt es in der Tat. Es handelt sich um die Art Columba livia forma domestica, die von der Felsentaube abstammt. Ich schätze, dass die Tauben, die sich bei uns im Garten einfinden samt und sonders Stadttauben sind – vielleicht auch Ringeltauben. Lt. Wikipedia ist die Ringeltaube (Columba palumbus) die größte Taubenart Mitteleuropas und durch die weißen Flügelbänder und einen weißen Halsstreifen kaum zu verwechseln. Da muss ich mal drauf achten. Der Stadttaube fehlt diese Bebänderung.

Eindeutig eine Ringeltaube (ich habe kaum Fotos mit Tauben drauf)

Heute morgen sah ich eine ganz andere Taube im Garten, kleiner, sehr helles Gefieder und mit einem dunklen Ring um den Hals. Diese hielt ich nun eigentlich für eine Ringeltaube, aber das war offenbar eine Türkentaube (Streptopelia decaocto). Was für ein Verwirrspiel! Leider habe ich kein Foto machen können. Diese Art fand ich recht hübsch. Da passen Körper und Kopf irgendwie besser zusammen.

In Ermangelung eines eigenen Fotos der Türkentaube

Türkentaube / Quelle: Wikipedia

Türkentauben sind Kulturfolger. Sie haben sich inzwischen als Standvögel etabliert und leben in Parks und Gärten, immer in der Nähe von Siedlungen, gerne in ruhigen Wohngebieten, in denen es ein paar Nadelbäume gibt. Letztere brauchen sie, da sie bevorzugt in Nadelbäumen brüten.

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9. Februar 2012, 05:16
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