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Nun ist es auch hier im Gartenblog nochmal etwas frostiger geworden. Das Februardesign winterlicher als das vom Januar - das gab's auch noch nie.

Teich

Eiszeit

Ganz schön kalt ist das inzwischen geworden und auch unser Teich im Garten ist zu 90% oberflächlich zugefroren. Heute Morgen haben wir erstmal geguckt, ob wir die Umwälzpumpe abstellen müssen, aber noch fließt das Wasser und hält zumindest im oberen Becken für Vögel und Katzen kleine Wasserlöcher offen. Die Eisdecke ist also noch nicht sehr dick. Entsprechend groß ist auch heute wieder der Andrang und es macht viel Freude die Vogelwelt zu beobachten. Fotografieren geht nur vormittags. Wenn die Sonne am Nachmittag von Westen her scheint, geht hinter den Fensterscheiben nichts mehr.

Blick auf alle drei Teichbecken

Im Quellbecken sprudelt es noch

Immer wieder fällt ein Schwarm Stieglitze bei uns ein – erst lassen sie sich auf dem Ahorn nieder,
dann geht’s runter zu den Wasserlöchern

Stieglitz oder Distelfink

Diese bunten Vögel sind wirklich eine Pracht. Der Stieglitz (Carduelis carduelis), auch Distelfink genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Finken (Fringillidae). Er besiedelt Westeuropa bis Mittelsibirien, Nordafrika sowie West- und Zentralasien. Erstaunlicherweise findet man bei dieser farbigen Vogelart nur einen schwachen Geschlechtsdimorphismus, will sagen, dass die Weibchen ähnlich prächtig sind wie die Männchen. Der Stieglitz ernährt sich von halbreifen und reifen Sämereien von Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen. Unter den ihm nachgewiesenen 152 Wildkräutern bevorzugt er Ackerdistel, Gänsedistel, Kratzdistel und Karden (sic! Distelfink), aber auch Hirtentäschelkraut, Ampfer, Wegerich, Mädesüß, Vogelmiere, Sonnenblume, Beifuß, Knöterich sowie Kieferzapfen und Birkensamen. Während der Brutzeit frisst er auch kleine Insekten, insbesondere Blattläuse.

Noch konnte ich nicht alle Vögel fotografieren, die es zu sehen gibt. Vor allem das Rotkehlchen ist total scheu. Dafür hatte ich huete mal kurz einen Gartenbaumläufer am Meisenknödel vor der Linse:

Mich hat erst die blau schimmernde Kehle irritiert und an einen Kleiber denken lassen. Aber der ist stärker gezeichnet und vor allem ist der gebogene, spitze Schnabel typisch für den Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla). Das Blaue ist vermutlich nur ein Schatten.

Amseln haben wir jedenfalls reichlich im Garten. Ein gutes Dutzend – sowohl Männchen als auch Weibchen – ist derzeit ständig bei uns am picken. Durch’s Fenster sah ich heute Morgen eine Amsel am Fuß des hinteren Bambus’, von der ich erst dachte, dass sie tot sei. Ein Marienkäfer saß auf ihrem Gefieder, soviel konnte ich durch’s Tele erkennen. Später bin ich dann raus, um sie zu entsorgen, da sah ich, dass sie atmete. Erst steckte sie den Kopf tief unters Gefieder, später streckte sie ihn vor, machte aber keine Anstalten weg zu fliegen. Ihre Artgenossen waren überall um sie herum, nahmen aber keine Notiz von ihr. Ich habe die Katzen im Haus gehalten und gehofft, dass keine fremden in den Garten kämen. Und dann nach etwa einer Stunde war die Amsel auch verschwunden.


*

Der Spatz sieht auch verfroren aus.

??? Buchfink (Fringilla coelebs) ???

Dieser Vogel und seine Artgenossen halten sich meist im Verborgenen und im Schatten der Sträucher auf. Ich sehe sie selten fliegen. Die Art der Fortbewegung und das Kopfnicken beim Aufpicken der Nahrung lässt mich auf einen Buchfinken, vielleicht ein Weibchen schließen.

Und dieser hier? Ein Grünfink? Also die Finken sind schwer auseinander zu halten, finde ich.

Schluß für heute – es ist schon wieder Abend:

Erster Schnee

Und  ich dachte schon, ich würde in diesem Dezember gar keine Gartenbilder mehr zeigen. Es bot sich auch so gar nichts an – keine Vögel, keine Eichhörnchen, keine Blüten mehr – nach wie vor mehr Herbst als Winter . . .

Aber heute Morgen war plötzlich alles weiß da draußen und das hatten wir nach der Wettervorhersage wirklich nicht erwartet. Jetzt ist es Mittag und der feine Pulverschnee geht nun doch in nasse Flocken über. Was über den Vormittag hinweg noch herrlich die Strukturen von Zäunen und Ähnlichem betont hat, taut langsam weg.

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Nun trägt auch die Japanische Schneelaterne ihren Namen zu Recht.

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Falls ich mich hier nicht mehr melde, wünsche ich allen Gartenbloggern ein fröhliches Weihnachtsfest!

Fertig

. . . sofern mir in den nächsten Tagen nicht doch noch ein paar Blumenzwiebeln unter die Finger kommen, denen ich nicht widerstehen kann *lach*.
Nachdem der Tag zum größten Teil neblig-kalt die Stimmung verdüsterte, kam gegen 14 Uhr plötzlich doch noch die Sonne durch, und ab ging’s in den Garten. Die letzten Zwiebelchen wollten noch unter bzw. in die Erde gebracht werden und nun ist es geschafft.

Und so schön sieht gerade mein Blick aus dem Fenster über Bach und Teich aus

Die Beete und teilweise auch der Rasen sind nun gespickt mit Stöckchen und Schildchen, erstens zum Merken, wo ich was eingegraben habe und zweitens, damit das hoffentlich Katzen und Eichhörnchen vom Ausbuddeln abhält. Ein paar letztjährige Zwiebeln habe ich dabei auch selbst ausgegraben und teilweise etwas beschädigt. Ich hoffe, die nehmen mir das nicht weiter übel. Die kamen natürlich wieder in die Erde. Viele Ziersträucher und Stauden haben nun bunte Blätter, mehr als die Bäume jedenfalls. Das sieht schön aus.

Schön verfärbt und durchbrochen wie Spitze präsentieren sich die Blätter vieler Storchschnabelarten

Eine meiner Traubenheiden – sonst eher unauffällig – hat sich jetzt wunderschön gefärbt.

Die Blätter des normalerweise grün-gelb panaschierten Hartriegels sehen prächtig aus.

Eine farblich perfekte Ergänzung: nebenan die Hortensie

Kurzerhand verpflanzt habe ich heute die Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) und zwar vom Teichrand ins Halbschattenbeet.

Dass sich die Dreiblattspiere am sonnigen Teichrand nicht wohlfühlte, konnte ich schnell feststellen. Eine Zweite steht noch dort, die bekommt auch noch einen anderen Platz und dann hoffe ich, dass beide Pflanzen wachsen und gedeihen. Wenn sie erstmal richtig groß sind, bieten sie im Herbst einen absolut grandiosen Anblick. Es sind Stauden, auch wenn der Name einen Strauch vermuten lässt. Außerdem brauchte ich den Platz am Teich für die Korkenzieherweide, die ich mir seit dem Frühling aus Osterzweigen gezogen habe. Ewig standen die Zweige in einer Vase bis diese voller Wurzeln war. Dann habe ich sie zunächst in einen Topf gesetzt, weil ich noch nicht genau wusste, wohin damit.

Korkenzieherweide, dahinter Imperata cylindrica ‘Red Baron’ – Japanisches Blutgras

Ob es wirklich eine Korkenzieherweide ist oder eine andere Art mit gedrehten Zweigen, weiß ich nicht sicher. Es kann auch gut sein, dass man in den Bund Osterzweige auch unterschiedliche Arten gepackt hat. Ich muss das beobachten.  Das Beet am hinteren Teichrand wird im kommenden Frühjahr vergrößert, dann bekommt die Weide auch genügend Platz.

Nun noch ein besonderes “Bonbon”:  die erste Sammelfrucht an unserer Magnolie ist aufgeplatzt und entlässt ihre Samen:

Sammelfrucht der Magnolie mit Samen

Weißer Schleier

Irgendwas Weißes schleiert über die Wasseroberfläche im Teich, seit gestern oder vorgestern. Keine Ahnung was das ist. Der Göttergatte meinte, am Liederbach hätte er das auch bemerkt. Dann müssten es Ablagerungen aus der Luft sein. Ich war heute mal wieder waten, um Mulm und Blätter rauszuholen. Dabei habe ich etwas Wasser abgeschöpft, aber das Zeug ist immer noch zu sehen. Mal abwarten. Wir haben ja glücklicherweise keine Fische drin. Und die Katzen leben noch. Schlimm kann’s also nicht sein. Aber seltsam ist das schon. Im Frühling oder Sommer hätte ich ja auf Blütenstaub getippt – aber jetzt? – Ich leg mich mal in die Sonne – immer noch knapp 30°C, aber nun wird sie schon bald wieder untergehn. Das ist schade an dieser Jahreszeit. Tolles Wetter, aber es wird so früh dunkel.

Bluthänflinge

. . . gehören bei mir mittlerweile zu den am meisten fotografierten Vögeln im Garten. Vor allem die Männchen sind wunderschön. Sie fallen zunächst durch das kräftige Rot des Brustgefieders auf, aber auch Rücken- und Schwanzgefieder sind sehr schön gezeichnet. In unserem Teich sind sie allerdings ganz schwer zu fotografieren, weil ihre Farben dort perfekte Tarnfarben sind.

Wir haben heute grausliges Wetter. Aber als mal kurz die Sonne rauskam und ich auch noch zufällig die Kamera in der Hand hatte, ließ sich ein Bluthänflingspärchen zum Baden und Trinken im Teich nieder.

Oben sieht man zweimal das Männchen; Bild 1 ist manipuliert, da habe ich Wasser und Kiesel
etwas mit einem Weichzeichner bearbeitet. Die drei unteren Bilder zeigen jeweils
das Männchen im oberen und das Weibchen im unteren Bereich.

Dieses rote Brustgefieder ist faszinierend.

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9. Februar 2012, 04:16
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