Als Garten gerecht
. . . haben sich heute meine “neuen” Augen herausgestellt. Die mittlere Entfernung, auf der ich im Nahbereich noch scharf sehe, passt noch prima, um Beete zu bearbeiten. Das ist gut. Ich dachte schon, ich müsste in Zukunft im Garten ständig eine Nahbrille tragen – so wie unser Nachbar. Das wäre zwar auch nicht tragisch gewesen, aber anders ist es mir natürlich lieber.
Heute habe ich rund um den Teich, im Teich und auch im Vorgarten viel unternommen, um die Beete fit für den Frühling zu machen. Teich und Bach habe ich nochmal gesäubert – und hurra!!! die Pumpe funktioniert noch. Die nächsten Tage müssen wir mal kurz das Außenwasser anstellen, um die Becken wieder aufzufüllen, dann kann’s wieder sprudeln. Ob man das Außenwasser vielleicht sogar anlassen könnte? Ist vermutlich Anfang März schon noch riskant.
Überall zeigt sich neben den Frühlingsblühern schon junges Grün, nur mit einigen Sträuchern sieht es nicht gut aus. Die Blüten der Zierquitte sind alle kaputt und die beiden Magnolien haben erst kaum welche angelegt. Dafür kommen endlich mal alle meine Winterlinge und die Krokusse der letzten Jahre haben sich definitiv vermehrt. Einen Marienkäfer habe ich entdeckt – und Kraniche am Himmel.
Frühlingsahnen
Wenn der dicke Eisklotz nicht wäre, wo eigentlich unser Wasserlauf sprudeln sollte, käme heute fast sowas wie ein Vorfrühlingsgefühl auf.
Aber das Eis schmilzt! Die Ersatzvogeltränke wird schon genutzt . . .
. . . jedenfalls von unseren Katzen
Blauer Himmel, Sonnenschein – so mag ich es.
Die Blüten der Zaubernuss haben sich gut gehalten . . .
. . . die der Skimmie auch – der große Rest ist leider Matsch.
An den Nistkästen habe ich die ersten neugierigen Meisen entdeckt.
Eiszeit
Ganz schön kalt ist das inzwischen geworden und auch unser Teich im Garten ist zu 90% oberflächlich zugefroren. Heute Morgen haben wir erstmal geguckt, ob wir die Umwälzpumpe abstellen müssen, aber noch fließt das Wasser und hält zumindest im oberen Becken für Vögel und Katzen kleine Wasserlöcher offen. Die Eisdecke ist also noch nicht sehr dick. Entsprechend groß ist auch heute wieder der Andrang und es macht viel Freude die Vogelwelt zu beobachten. Fotografieren geht nur vormittags. Wenn die Sonne am Nachmittag von Westen her scheint, geht hinter den Fensterscheiben nichts mehr.
Blick auf alle drei Teichbecken
Im Quellbecken sprudelt es noch
Immer wieder fällt ein Schwarm Stieglitze bei uns ein – erst lassen sie sich auf dem Ahorn nieder,
dann geht’s runter zu den Wasserlöchern
Diese bunten Vögel sind wirklich eine Pracht. Der Stieglitz (Carduelis carduelis), auch Distelfink genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Finken (Fringillidae). Er besiedelt Westeuropa bis Mittelsibirien, Nordafrika sowie West- und Zentralasien. Erstaunlicherweise findet man bei dieser farbigen Vogelart nur einen schwachen Geschlechtsdimorphismus, will sagen, dass die Weibchen ähnlich prächtig sind wie die Männchen. Der Stieglitz ernährt sich von halbreifen und reifen Sämereien von Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen. Unter den ihm nachgewiesenen 152 Wildkräutern bevorzugt er Ackerdistel, Gänsedistel, Kratzdistel und Karden (sic! Distelfink), aber auch Hirtentäschelkraut, Ampfer, Wegerich, Mädesüß, Vogelmiere, Sonnenblume, Beifuß, Knöterich sowie Kieferzapfen und Birkensamen. Während der Brutzeit frisst er auch kleine Insekten, insbesondere Blattläuse.
Noch konnte ich nicht alle Vögel fotografieren, die es zu sehen gibt. Vor allem das Rotkehlchen ist total scheu. Dafür hatte ich huete mal kurz einen Gartenbaumläufer am Meisenknödel vor der Linse:
Mich hat erst die blau schimmernde Kehle irritiert und an einen Kleiber denken lassen. Aber der ist stärker gezeichnet und vor allem ist der gebogene, spitze Schnabel typisch für den Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla). Das Blaue ist vermutlich nur ein Schatten.
Amseln haben wir jedenfalls reichlich im Garten. Ein gutes Dutzend – sowohl Männchen als auch Weibchen – ist derzeit ständig bei uns am picken. Durch’s Fenster sah ich heute Morgen eine Amsel am Fuß des hinteren Bambus’, von der ich erst dachte, dass sie tot sei. Ein Marienkäfer saß auf ihrem Gefieder, soviel konnte ich durch’s Tele erkennen. Später bin ich dann raus, um sie zu entsorgen, da sah ich, dass sie atmete. Erst steckte sie den Kopf tief unters Gefieder, später streckte sie ihn vor, machte aber keine Anstalten weg zu fliegen. Ihre Artgenossen waren überall um sie herum, nahmen aber keine Notiz von ihr. Ich habe die Katzen im Haus gehalten und gehofft, dass keine fremden in den Garten kämen. Und dann nach etwa einer Stunde war die Amsel auch verschwunden.
Der Spatz sieht auch verfroren aus.
??? Buchfink (Fringilla coelebs) ???
Dieser Vogel und seine Artgenossen halten sich meist im Verborgenen und im Schatten der Sträucher auf. Ich sehe sie selten fliegen. Die Art der Fortbewegung und das Kopfnicken beim Aufpicken der Nahrung lässt mich auf einen Buchfinken, vielleicht ein Weibchen schließen.
Und dieser hier? Ein Grünfink? Also die Finken sind schwer auseinander zu halten, finde ich.
Schluß für heute – es ist schon wieder Abend:
Erster Schnee
Und ich dachte schon, ich würde in diesem Dezember gar keine Gartenbilder mehr zeigen. Es bot sich auch so gar nichts an – keine Vögel, keine Eichhörnchen, keine Blüten mehr – nach wie vor mehr Herbst als Winter . . .
Aber heute Morgen war plötzlich alles weiß da draußen und das hatten wir nach der Wettervorhersage wirklich nicht erwartet. Jetzt ist es Mittag und der feine Pulverschnee geht nun doch in nasse Flocken über. Was über den Vormittag hinweg noch herrlich die Strukturen von Zäunen und Ähnlichem betont hat, taut langsam weg.
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Nun trägt auch die Japanische Schneelaterne ihren Namen zu Recht.
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Falls ich mich hier nicht mehr melde, wünsche ich allen Gartenbloggern ein fröhliches Weihnachtsfest!
Fertig
. . . sofern mir in den nächsten Tagen nicht doch noch ein paar Blumenzwiebeln unter die Finger kommen, denen ich nicht widerstehen kann *lach*.
Nachdem der Tag zum größten Teil neblig-kalt die Stimmung verdüsterte, kam gegen 14 Uhr plötzlich doch noch die Sonne durch, und ab ging’s in den Garten. Die letzten Zwiebelchen wollten noch unter bzw. in die Erde gebracht werden und nun ist es geschafft.
Und so schön sieht gerade mein Blick aus dem Fenster über Bach und Teich aus
Die Beete und teilweise auch der Rasen sind nun gespickt mit Stöckchen und Schildchen, erstens zum Merken, wo ich was eingegraben habe und zweitens, damit das hoffentlich Katzen und Eichhörnchen vom Ausbuddeln abhält. Ein paar letztjährige Zwiebeln habe ich dabei auch selbst ausgegraben und teilweise etwas beschädigt. Ich hoffe, die nehmen mir das nicht weiter übel. Die kamen natürlich wieder in die Erde. Viele Ziersträucher und Stauden haben nun bunte Blätter, mehr als die Bäume jedenfalls. Das sieht schön aus.
Schön verfärbt und durchbrochen wie Spitze präsentieren sich die Blätter vieler Storchschnabelarten
Eine meiner Traubenheiden – sonst eher unauffällig – hat sich jetzt wunderschön gefärbt.
Die Blätter des normalerweise grün-gelb panaschierten Hartriegels sehen prächtig aus.
Eine farblich perfekte Ergänzung: nebenan die Hortensie
Kurzerhand verpflanzt habe ich heute die Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata) und zwar vom Teichrand ins Halbschattenbeet.
Dass sich die Dreiblattspiere am sonnigen Teichrand nicht wohlfühlte, konnte ich schnell feststellen. Eine Zweite steht noch dort, die bekommt auch noch einen anderen Platz und dann hoffe ich, dass beide Pflanzen wachsen und gedeihen. Wenn sie erstmal richtig groß sind, bieten sie im Herbst einen absolut grandiosen Anblick. Es sind Stauden, auch wenn der Name einen Strauch vermuten lässt. Außerdem brauchte ich den Platz am Teich für die Korkenzieherweide, die ich mir seit dem Frühling aus Osterzweigen gezogen habe. Ewig standen die Zweige in einer Vase bis diese voller Wurzeln war. Dann habe ich sie zunächst in einen Topf gesetzt, weil ich noch nicht genau wusste, wohin damit.
Korkenzieherweide, dahinter Imperata cylindrica ‘Red Baron’ – Japanisches Blutgras
Ob es wirklich eine Korkenzieherweide ist oder eine andere Art mit gedrehten Zweigen, weiß ich nicht sicher. Es kann auch gut sein, dass man in den Bund Osterzweige auch unterschiedliche Arten gepackt hat. Ich muss das beobachten. Das Beet am hinteren Teichrand wird im kommenden Frühjahr vergrößert, dann bekommt die Weide auch genügend Platz.
Nun noch ein besonderes “Bonbon”: die erste Sammelfrucht an unserer Magnolie ist aufgeplatzt und entlässt ihre Samen:
Sammelfrucht der Magnolie mit Samen
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Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.


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