Tomaten

Da hatte ich mich gerade darüber gefreut, dass die Rosen wieder neue Knospen angesetzt hatten und nun machen Sturm und Regen wieder alles kaputt. So ein bisschen ist es schon zum Heulen. Allerdings lockt mir das von mir in diesem Jahr total vernachlässigte Beet im hinteren Bereich ein Schmunzeln ins Gesicht. Schau an – Alles was hartnäckig genug ist, kommt doch wieder.

Da ist beispielsweise die Zierdistel, die war sowas von Blattlaus besiedelt, das ich schon kurz davor war, sie komplett zu entfernen. Aber wie auch meine anderen Pflanzen habe ich sie brav mit dem Wasserstrahl abgesprüht und siehe da, nun erblüht sie in voller Pracht.

Die Gladiolen hatte ich im Herbst einfach im Boden gelassen, frei nach dem Motto, wenn sie im Winter eingehn, ist es auch nicht schlimm. Mir hatten sie im letzten Jahr nicht sonderlich viel Freude bereitet. Nun sind sie wieder da und das auch noch mit vielen Ablegern. Die Erste blüht.

Und dann meine Tomaten. Als mir klar wurde, dass wir in diesem Jahr zur besten Tomatenerntezeit sowieso nicht zu Hause sein würden, habe ich auf Tomatenpflanzen völlig verzichtet. Aber es gab ein paar untergegrabene vom letzten Jahr, überreife, abgefallene . . . und nun habe ich plötzlich Tomatenpflanzen:

Nichtsdestotrotz bin ich am überlegen, was aus dem Beet werden soll. Ich bin kein Gemüsegärtner und so wie das Beet nun mitten im Rasen liegt, sieht es auch nicht schön aus. Ich werde es vermutlich nochmal abändern. Aus dem rechteckigen Gemüsebeet mit Zierpflanzen eine halbrunde, geschwungene Rabatte für Blumen machen, in der ich auch ein paar Kräuter und wenn ich große Lust habe, auch mal eine Tomate mit reinpacke. Die Johannisbeeren dürfen natürlich bleiben.

Übrigens – trotz der Überschrift möchte ich mich dem im Moment mal wieder so beliebten Gejammere über diesen “schrecklichen” Sommer nicht anschließen. Seit Mitte April sitzen mein Mann und ich mehr draußen als drinnen, oft schon zum Frühstück. Nicht bei diesem Wetter wie wir es nun gerade erst seit zwei Tagen mal wieder haben, aber insgesamt können wir uns nicht beschweren. Ich habe allerdings Mitleid mit den Berufstätigen, da auch ich glaube, dass das schlechtere Wetter bisher meist am Wochenende aufgetreten ist. Das ist natürlich ärgerlich, wenn man nur das Wochenende für Draußen zur Verfügung hat.

“Kindermund” wird ja öfter mal zum besten gegeben. Aber ich habe heute mal was aus Männermund: “Schatz, wenn du nächstes Jahr dein Beet da hinten vergrößerst, dann bitte nicht noch mehr Tomaten.” Oh! Hatte ich eigentlich vor.  Denn der GöGa lobt ja den Geschmack der selbstgeernten Tomaten in höchsten Tönen. Aber offensichtlich sah er sich in den letzten Wochen genötigt unentwegt Tomaten zu essen, neben solchen mit denen ich gekocht habe. Also ich habe ihn beruhigt, dass die ja nicht alle roh und pur verputzt werden müssen. Und dabei habe ich in diesem Sommer nur 3 (in Worten DREI) Stöcke, von denen auch nur zwei ordentlich tragen, aber die wirklich toll. Vor allem die gelbe Sorte hing derartig voll, dass es eine Pracht war. Gar nicht mit Wetter zurecht kamen die dunklen Cocktailtomaten (Black Cherry), die sind geplatzt oder verfault. Jetzt geht es aber auch allmählich dem Ende zu. Ich bin sicher, in ein paar Wochen wird der Herr Gemahl sich nach den sonnengereiften Gartentomaten zurücksehnen, wenn es wieder die wässrigen aus Holland gibt.

Am Wintergarten blüht am Südfenster nochmal Clematis “Hagley Hybrid”

Nachtrag: Gerade lese ich bei Margit, dass sie von den Black Cherry ganz begeistert ist und sie wie Spalierobst am Zaun zieht. Vielleicht sollte ich das mal probieren.

DAS und noch mehr blüht zur Zeit (noch) im Garten

Ich kann über das Wetter heute fast das Selbe schreiben wie gestern, nur dass ein unglaublicher Wind weht, der das Ganze nicht so schwül werden lässt. In der Nacht und vormittags hat es wieder geregnet, dann kam die Sonne raus. Ich bin froh, dass der GöGa erstmal fertig ist mit dem Rumklettern auf dem Wintergartenglasdach zwecks Streichen des Hausgiebels. Ich fand’s ohne Sturm schon nervenzerfetzend, aber heute wäre es wirklich nicht ratsam.

Ich war erneut mit Grabegabel, Schaufel und allem anderen im Garten zugange. Erst musste das gewucherte Unkraut im Wäldchen dran glauben, danach habe ich dort in meiner “Baumschule” das größte der geretteten Buchsstämmchen wieder ausgegraben und zu meiner Trennlinie zwischen Garten vorne und hinten getragen. Da musste ein kaputter Buchs weichen, einer der endständigen wurde an dessen Stelle gesetzt und der Große nun wiederum an die Ecke – alles klar ?

vielgruen

Nun habe ich zwei größere fast kugelige Buchsstämmchen jeweils an den Enden stehen und dazwischen niedrigen, kleinblättrigen Buchs. Das Ganze soll mal die Einfassung zu einem Bauerngartenbeet werden. Im Herbst werde ich umgraben. Im Moment stehen noch meine Tomatentöpfe dahinter.

tomaten2Immer nur eine Hand voll – aber immerhin!

Anschließend habe ich mit den Säuberungsaktionen im Vorgarten weitergemacht. Das war bitter nötig.  Von den ständig bepilzten Rosen habe ich nur die relativ resistenten gelben Bodendeckerrosen stehn gelassen. Die “Nostalgie” wurde zum wiederholten Mal umgepflanzt. Mal sehn, ob sie s auch diesmal überlebt? Die orangerote Rumba habe ich komplett entsorgt. Die sah einfach zu schlimm aus und passte mit ihrer Knallfarbe auch nirgendwo hin.

jeanie2407

Die Katzels haben mich immer aufmerksam beobachtet

schwebfliegen
Ganz sicher wird mir von diesem Sommer die Invasion der Schwebfliegen im Gedächtnis bleiben.

avant2407a
Von der hübschen Clematis viticella Avantgarde . . .

avant2407b
. . . bleiben im Verblühen zunächst mal die ebenso hübschen inneren Puschel übrig.

pinkfan2407
Als unangefochtener Dauerblüher entpuppt sich dieses Jahr die “Pink Fantasy” am Holzzaun. Dass direkt neben ihr im Wurzelbereich die Piilu von der Welke befallen wurde, hat sie überhaupt nicht gestört.

blaupink
Schöne Farbkombination im Rosenbeet (ohne Rosen): Astilbe, Rittersporn, Geranien. Und ich habe gesehen, dass die dritte David Austin Rose (Lady Emma Hamilton), die ja erst mit Verspätung vom nassen Vorgarten ins Beet gezogen ist, nun auch Knospen hat *freu*! Und meine Superclematis – die tolle Crystal Fountain – hat doch neue Triebe mit Knospen auch von unten her gebildet. Da musste nur mal Platz geschaffen werden. Ich habe sie vorsichtig aus den gezackten Blättern der Christrose befreit und ebenso vorsichtig in den Rankstab gefädelt. Mal sehn, ob die Knospen sich noch öffnen.

Nun sieht es im Vorgarten auch wieder weitestgehend ordentlich aus und ich muss mir gut überlegen, was ich dort noch pflanze. Jedenfalls keine Rosen mehr.

abendstimmung240709

Langsam wird’s Abend (20 Uhr) . . . die Sonne geht über dem hintersten Eck des Gartens unter.

handschuhe
UND JETZT IST SCHLUSS!

Nachtrag *lach*: Eben hat mir einer von Andis Freunden eine tolle Kehrschaufel mit Besen vorbeigebracht, aber so richtig stabil aus Stahl mit Holzgriff und der Besen ebenso mit festen Borsten, ideal für den Garten *freu*!!! Neulich hatte sich der junge Mann nämlich von mir Schippe und Besen ausgeliehen – so ein Billigmodell – und prompt den Griff abgebrochen. Hätte ich ihm nie und nimmer übelgenommen, war ja ein Mistzeugs. Außerdem fand ich’s eh schon toll, dass da mal einer freiwillig die hintere Trepe saubergemacht hat. Aber er hat mir gleich erklärt, dass er mir eine neue Schaufel mitbringen würde, er hätte da einige davon, so richtig solide. Und genau so was hat er nun gerade vorbei gebracht – klasse. So kenne ich das noch von meinem Eltern, erstens Schippe und Besen, zweitens die Einstellung.

Rund um den Bach blühen jetzt die niedrigen Astilben in einem schönen zarten Violett.

astilben

Und meine Minitomaten werden allmählich auch verzehrbereit, die  Gelben sind die Schnellsten.

gelbetomaten

Ich werde mich jetzt mal mit Schere und allem anderen was so nötig ist, in den Garten begeben. Nach einer Woche schlechtem Wetter muss wieder Ordnung geschaffen werden. Und genau aus diesem (und anderen) Gründen habe ich den GöGa samt Schwägerin alleine gen Nordosten geschickt. Irgendwie habe ich im Moment keine Lust auf Sightseeing und mag auch den Garten nicht allein lassen.

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