Doppel-Wow
. . . ist eigentlich das Einzige, was man zum heutigen Tag sagen kann. Satte 25°C zeigte das Thermometer am Nachmittag, die Durchschnittstemperatur zwischen 10 Uhr morgens und jetzt 17 Uhr dürfte wohl bei 20°C gelegen haben. Das wurde natürlich ein Gartentag im T-Shirt vom Feinsten. Ganz langsam habe ich zunächst mit dem Abbau des Vogelfutterhäuschen und der gründlichen Reinigung meiner Wäscheklammern angefangen, mir dann erstmal einen Kaffee auf der Terrasse gegönnt und mich schließlich auf die Beete gestürzt.
Natürlich wurde auch wieder Wäsche im Freien getrocknet
Gestärkt vom Morgentrunk am Teich scheint Herr Garfield durchaus beflügelt
Kleiner Fuchs (Aglais urticae) – kein perfektes Bild, aber egal
Reichlich Insekten sind auch schon unterwegs. Neben dem kleinen Fuchs habe ich wieder einen Zitronenfalter gesehen, Bienen und Solitärbienen wie die Rote Mauerbiene.
Ich habe fast den gesamten Tag im Garten verbracht, nun reicht es aber. Man will’s kaum glauben, was sich schon wieder an Unkraut ausbreitet! Aber ich habe auch an vielen Stellen schon Staudenaustrieb erkennen können. Alte Stängel und Restbelaubung mussten nun entgültig weichen und leider musste ich auch einige Pflanzen ausgraben. Neben dem einjährigen Roten Federborstengras sind mir auch andere Gräser eingegangen. Bei einigen bin ich mir nicht sicher, die lass ich erstmal. Eine Hortensie habe ich aufgegeben und eine Hosta, für deren Absterben die Gärtner zuständig sind. Die hatten sie bei der letztjährigen Teichaktion so blöd wieder eingepflanzt, dass sie im Grunde mit ihren Wurzeln oberirdisch lag. Den letzten Sommer hat sie dennoch überlebt, den Winter nicht mehr. So richtig böse bin trotzdem nicht. Ich weiß inzwischen besser als noch vor zwei Jahren, was ich rund um den Teich haben will. Und die vielen gleichen Hosta waren eh nicht nach meinem Geschmack.
Nach der gestrigen Blütenflut im Vorgarten sieht es rund um den Teich noch etwas mager aus
Im gewundenen Geäst der Korkenzieherhasel strebt auch die Clematis Madame Le Coultre wieder ans Licht
Meine Pieris japonica “Debutante” blüht im Rhododendronbeet
Neulich habe ich geschrieben, sie sei eingegangen. Das war aber eine Verwechslung.
Irgendeinem Parasiten zum Opfer gefallen ist im letzten Sommer das rotblühende Schattenglöckchen Pieris japonica “Valentine”.
Auch gießen war heute wieder angesagt
Wettertechnisch könnte es von mir aus gerne so weitergehen. Aber leider sind ab morgen wieder Wolken angesagt, danach Regen und zum Wochenende hin soll es auch wieder kälter werden – schade!
Bäh! – staubig
Ich fühle mich eingestaubt, dreckig – igittegitt! Nachdem es nun etwas kühler geworden ist und ab morgen schon wieder heiss werden soll, hab ich mich mal ans Unkraut entfernen und Zurückschneiden gemacht. Ich finde nämlich, es sieht im Garten grad ganz furchtbar aus (mein Mann meint, ich hätte sie nicht mehr alle). Okay – so auf den ersten Blick geht’s ja vielleicht schon noch, aber auf den zweiten nicht mehr. Alles wächst ineinander: Stauden, Sträucher, Gras, Unkraut. Alles ist viel zu groß und mächtig geworden und am meisten nerven mich die Zaunwinde und der fürchterliche Klee, sowohl der normale im Rasen als auch und ganz besonders dieser rotblättrige mit den gelben Blüten (Oxalis corniculata), die im nun abgeblüten Zustand wie Springkraut durch die Gegend hüpfen. Daneben gibt es noch massenhaft anderes Zeugs, was raus muss. Ich frag mich, wie das überhaupt dauernd wächst bei so trockenem Boden? Der trockene Boden ist nämlich doof. Erstens bekommt man das Unkraut schlecht raus und zweitens staubt es beim Hacken wie die Pest.
Immerhin, einiges habe ich heute schon freigelegt
und ich bin willens weiter zu machen, wenn’s bloß nicht wieder so heiß wird. Was mir Spaß macht sind die ständig neuen Erfahrungen: was wächst wo besonders gut, was geht gar nicht, wie kann ich den Pflanzen helfen, damit sie wachsen und gedeihen. Der Hammer ist mein kleines Gemüse-/Kräuter-/Blumenbeet – viel zu klein für all das, was drin wachsen soll. Einiges fühlt sich sehr wohl, anderes geht gar nicht. Die Zucchini beispielsweise. Muss man die hochbinden? Die Früchte liegen alle auf der Erde auf und verfaulen. Nachdem mir den ersten Salat die Schnecken weggefressen haben, habe ich die Neuen in die Mitte des Beetes im Kreis um einen Rosmarin gepflanzt. Da geht keine Schnecke dran! Meine Johannisbeeren kann ich bald ernten, die Tomaten wachsen und gedeihen . . . ach ja, im Herbst wird das Beet vergrößert, das steht schonmal fest! Damit verschwindet dann wieder ein Stück der Kleewiese! Anstrengend war die Buddelei ja schon, aber im Nachhinein war’s die Sache doch wert.
Eins ist allerdings auch klar: Urlaub fällt in dieser Jahreszeit flach. Aber muss ja nicht. Früher haben wir immer geschimpft, dass wir auf die Schulferien angewiesen waren. Warum also sollten wir jetzt in der Hauptreisezeit wegfahren?
Morgen werde ich mal eine fotografische Bestandsaufnahme meiner Hostas machen, weil ich von den wenigsten den Namen kenne. Vielleicht bekomme ich die ja durch die Fotos raus. Eine Blau-Grüne mit weißem Rand ist sehr groß geworden und bekommt jetzt ganz dicke Knospen. Im Spätherbst will ich bei den Ersten mal versuchen, wie das mit dem Teilen klappt.
Ziemlich langweiliger Eintrag, ich weiß. Und dann noch ganz ohne Foto. Ich verspreche Besserung . . . morgen . . .
Renaissance
. . . des Frühlings – anders kann man das heutige Wetterchen kaum bezeichnen. Die Sonne lacht vom blauen Himmel. Ich habe gerade eine gute Stunde im Garten gewerkelt bei gut und gerne 20°C. Erst der Hunger hat mich reingetrieben und das Wintergartenthermometer zeigt drinnen satte 26°C.
Dieser Blätterhaufen – alles vom Flieder – spricht allerdings gegen den Frühling

Unsere frühere “Horrorecke” unter der hohen Tanne, entwickelt sich immer mehr zu meiner Lieblingsecke, zumindest seit dem Spätherbst. Zwar habe ich heute die verblühten Herbstanemonen zurückgeschnitten, aber die Fuchsie blüht noch, die Farne stehen im Saft und auch Blätter und Blütenstände der Hortensien tragen zu einem fröhlichen Eindruck bei.

Etwas weiter vorne zwischen den Bambusbüschen blüht seit August etwas Blaues, für das ich keinen Namen habe. Ich hab’s im Sommer mal für wenig Geld bei einem Gartencenter mitgenommen und dort zusammen mit gelben Sommerblühern eingepflanzt. Das Gelbe hat nicht lang gehalten, aber die blauen Blüten – sie erinnern ein bisschen an Lavendel oder Salbei – blühen ununterbrochen.

Auch die unglaubliche Stockrose “Parkrondell” ist der Dauerblüher schlechthin
Unkraut wächst nach wie vor sowieso, das kennt keine Pause. Ich habe nochmal fleißig gejätet, aber das macht jetzt keinen so richtigen Spaß mehr. Trotzdem – da ich ja den Garten ständig vor Augen habe, egal ob ich am Schreibtisch sitze oder im Wintergarten am Esstisch – solange noch kein Schnee die Erde bedeckt, soll es ordentlich aussehen.
Straßendreck
Bähhh! – ich hasse es, den langen Fussweg entlang unseres Grundstücks von Schmutz und Unkraut zu reinigen. Und weil ich es hasse, lasse ich das zugegebenermaßen immer zu lange anstehen. Der Fussweg ist alt und voller Ritzen und dort sammelt sich alles. Ich kann von Glück sagen, dass die Hundehalter mittlerweile wirklich darauf achten, dass ihre Hunde wenigstens ihren Kot nicht mehr dort hinterlassen. Im Sommer mache ich meist nur Schlingpflanzen weg, damit niemand fällt und die riesigen Disteln, die sich neuerdings immer mehr ausbreiten. Heute habe ich aber das erste Drittel von Vogelknöterich befreit – der hatte das Pflaster schon fast wie ein Teppich bedeckt, dazu Löwenzahn, wilde Erdbeeren, Gras, Wegerich und habe den ersten Blätterhaufen zusammengekehrt.
Das kostet mich immer eine Riesenüberwindung damit anzufangen, aber wenn ich dann dabei bin, geht’s. Heute ist zumindest das Wetter ideal, warm aber nicht mehr heiss wie im Sommer, leichter Wind und vor allem trocken. Geholfen hat mir der neue Rillenreiniger, den ich vor ein paar Tagen bei dem bayerischen Shoppingsender bestellt habe. Der ist zwar auch nur bei Moos und oberflächlichen Unkraut so richtig gut, aber zumindest wesentlich besser als alles Andere, was ich an solchen Werkzeugen in der Hand hatte. Die Ausgabe hat sich gelohnt. Guckst du hier!
* * *
Auf der Mauer, auf der Lauer . . .
Mal wieder etwas näher dran
Jeanie unterwegs im Garten
Eigentlich …
wollte ich ja nur *lach* – tja, so könnte im Moment praktisch jeder Beitrag hier anfangen, wenn der Tag nicht völlig verregnet ist. Selbst heute – im anderen Blog habe ich noch geschrieben, dass es nass und echt kühl ist – hat es mich wieder in den Garten getrieben. Und eigentlich wollte ich ja nur die Clematis Avantgarde wieder aufbinden, die sich vom Rankgitter gelöst hatte, aber dann wurden wieder zwei Stunden Gartenarbeit daraus. Wobei Gartenarbeit arg geschönt ist. In erster Linie habe ich draußen am Zaun entlang wieder zähneknirschend das Dauerunkraut entfernt. Wie schon oft beschrieben, ist unser Fussweg nicht nur ewig lang sondern auch noch mit ganz altem Pflaster gepflastert, das Unkraut magisch anzieht und sowieso überall kaputt ist. Die FES kommt ein- oder zweimal im Jahr mit so einem Kehrwägelchen vorbei und verteilt zusätzlich noch Unkrautsamen von sonstwoher. Wir hatten dort früher nichts als Löwenzahn und wilde Erdbeeren, jetzt wachsen jede Menge Disteln, Vogelknöterich, dieses gräßliche Kleezeugs und wildes Getreide aller Art. Überhaupt geht mir der Klee in diesem Jahr wieder besonders auf den Nerv. In kleinen Mengen sieht er mit seinen gelben Blüten ja ganz hübsch aus, aber bodendeckend im Garten ist er eine Plage.

Die Tomatentöpfe habe ich mal hochgestellt. Das schützt sie zwar nicht vor Regen, aber die Ranken hängen wenigsten nicht ins nasse Gras. Einige Früchte hatten schon die ersten Faulstellen.

Dem Rittersporn bekommt das Wetter bisher gut.

Die Stockrosen /-malven machen sich auch ganz gut und das trotz des massiven Befalls mit Malvenrostes. Ich habe viele Blätter einfach weggeschnitten, was der Pflanze nichts tut, sie hat genug davon. Schade, dass die Blüten sehr blass sind. Es ist eine Malve, die sich selbst ausgesät hat.

Die “Pink Fantasy” aus der ich die Piilu wegen der Clematiswelke heraus schneiden musste, hat sich erholt und blüht nun ein zweites Mal. Im Gegensatz zur “Piilu” ist sie sehr robust. Sie hat kaum Erde und steht dort echt doof, nimmt es aber überhaupt nicht übel.
Im Moment ist es mal wieder sehr windig. Das vertreibt immerhin die Regenwolken und selbst die Sonne kommt jetzt durch, nachdem sich die Wolken etwas auseinander gezogen haben.





Danke für diesen Award, aber bitte keine weiteren.




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